Erbe/Schenkung in der Ehe

Hallo, meine Frage:

Mein Mann hat in einer früheren Ehe von seinen Elten 50.000 DM erhalten. Er hat es in den Hausbau gesteckt. Die Ehe wurde geschieden und das Haus verkauft. Die Zuwendung seiner Eltern sollte aber außschließlich dem Sohn als vorzeitiges Erbteil gelten. Alle Sohne haben es so erhalten. Es gibt aber keine Belege wie Kontoauszüge mehr. Die Ex- Frau streitet auch nicht ab. Sie behauptet nur, dass es eine Schenkung an Beide gerichtet wäre.
Ist eine gerichtliche Klage erfolgsversprechend.
Desweiteren gab es eine Lebensversicherung bei der nur mein Mann Versicherungsnehmer war. Seine Ex- Frau stand nur als Bezugsberechtigte mit drin. Diese Versicherung ist vollständig beim Verkauf des Hauses zur Kreditablösung eingeflossen. Kann mein Mann mit Klage auf Zugewinnsausgleich die Hälfte dieser Versicherung von seiner Ex-Frau einklagen, da die Versicherung als alleiniger Versicherungsnehmer ihm zuzuordnen wäre.

EILT!

Vielen Dank

Anne

Hi,
hm… keine ganz einfache Konstellation. Grundsätzlich sind Erbschaften und Schenkungen immer der berechtigten Person zuzuordnen, auch bei einer Ehe. Schenkten also deine Schwiegereltern ihrem Sohn Geld, während er verheirate war, so ist dieses Geld erst einmal ihm allein zuzuordnen. Wenn dann aber das Geldgeschenk verwendet wird, um gemeinsam ein Haus zu kaufen, ändern sich die Besitzverhältnisse. Das Haus gehört beiden zu gleichen Teilen, es sei denn, die Geldeinlage wurde dokumentiert. Denn nur, wenn es sich zweifelsfrei nachvollziehen lässt, dass der Anteil von deinem Mann kam, kann das nachher bei der Trennung auch rausgerechnet werden.
Genauso sieht es bei der Lebensversicherung aus. Es ist immer schwierig, wenn das eigentlich persönlich zugerodnete Geld in eine gemeinsame Finanzierung fließt. Je mehr Belege und Zeugen das beweisen können, desto beser sind die Aussichten auf einen Erfolg bei einem Rechtsstreit.
Gruß Ally