Erbe zugunsten Kinder ablehnen

Jemand erbt von seiner Tante/Onkel Geld.
Da er/sie aber innerhalb den letzten 10 Jahre schon etwas von derselben Person übertragen (geschenkt) bekam, würde das Geld zu den anderen Werten gezählt werden und er/sie müßte auch für die alten Beträge nachträglich Erbschaftssteuer von inzwischen 30% zahlen. (also natürlich nicht noch mal 30% sondern nur den „Aufpreis“) Da von dem geerbten Geld dann nicht mehr viel übrigbleiben würde möchte er/sie es direkt an seine/ihre Kinder weitergeben, also das Erbe nicht annehmen.

  1. Wer erbt dann, wenn er/sie ausschlägt? Geht es automatisch an die Kinder? Oder den Ehepartner
  2. Ist mir zwar klar warum, aber schon etwas seltsam, dass man für Werte die vor 9 Jahren geschenkt wurden und längst zur „Normalität“ geworden sind, damals 12% bezahlt hatte, im Nachhinein nochmal auf 30% auf bezahlen soll. Wird von den Jahren nichts abgezogen, also ist es wirklich „STichtag“? Also sozusagen „dummerweise ein paar Wochen zu früh Erbe geworden“?

Vielen Dank für die Infos im Vorab.

  1. Wer erbt dann, wenn er/sie ausschlägt? Geht es automatisch
    an die Kinder? Oder den Ehepartner

Das Erbe geht an den/die Nächstberufenen, was die Kinder der Ausschlagenden sind. Der Ehegatte hat damit nichts zu tun. (Das Erbe fließt wie das Blut).

ml.

Hi, seit 2010 gilt doch das Abschmelzungsmodell, auch rückwirkend. Also dürften da bestenfalls nur noch 20, wenn nicht gar nur 10%, von der damaligen Schenkung, angerechnet werden.
MfG ramses90