ich habe eine alte Anrichte übernommen und unter der letzten Schublade fand ich ein Überbleibsel eines Zettels, der mit Nummern und einem Wort in Sütterlinschrift versehen ist.
Wäre es möglich, dass ich hier jemandem dieses Bild per Email schicke um mir zu sagen was dort nun steht? Ich meine den ein oder anderen Buchstaben entziffern zu können, aber ich bin mir insgesamt sehr unschlüssig.
Wäre es möglich, dass ich hier jemandem dieses Bild per Email
schicke um mir zu sagen was dort nun steht?
Ja, schick es mal, versprechen kann ich aber nichts.
Besser wäre es, wenn du das Bild irgendwo hochlädst und dann den Link hier einstellst, dann kann man gemeinsam rätseln.
Mich hat zudem der 2. Buchstabe ziemlich verwirrt. Bei Wikipedia habe ich mir das ABC der Sütterlinschrift angesehen und versucht zu vergleichen. Aber man muss ja auch die Eigenheiten der Handschrift berücksichtigen.
Vielleicht ist es ja gar kein Vorname. Das sieht irgendwie nach einem Garderobenabschnitt oder so etwas aus. Wer weiß - vielleicht hatte da jemand einen schönen Abend bei „Tristan und Isolde“ und hat sich zum Andenken diesen Abschnitt aufgehoben?
Ich kam dann aber
ins Schwanken, ob das „a“ nicht doch eher ein „o“ ist.
Nein, wieso. Rechts vom „offenen Kringel“ ist doch dieser Strich, der zum a gehört. Mich hat eher dieser Kringel unter dem T und unter dem n irritiert. Aber das ist wohl die Handschrift.
Es macht ohnehin den Eindruck, als ob das eigentlich eine ganz weiche, kurvige Handschrift sein möchte, die sich mit diesen vielen Spitzen der Sütterlin-Schrift nicht wirklich anfreunden kann.
meines Erachtens ist der zweite Buchstabe ganz klar ein „r“ (das wurde handscriftlich oft genau so geschrieben), der vorletzte ist m. E. eindeutig ein „a“, nicht ein „o“. Mich macht der letzte Buchstabe (das mutmaßliche „n“) etwas stutzig. Aber ich tendiere auch zu „Tristan“.
Aber man muss ja auch die Eigenheiten der Handschrift berücksichtigen.
das ist das Problem. Wenn jemand Sütterlin ganz brav in „Kinderschrift“ schreiben würde, wäre es einfach zu lesen. Aber die Abweichungen durch die Individualität der meisten Schreiber sind doch erheblich, sind sie bei der von uns heute benutzten Schrift ja auch.
Für die Amerikaner war das ein großes Problem bei der Entnazifizierung nach dem Krieg. Zwar gab es natürlich viele Amerikaner, die fließend Deutsch sprachen, aber doch Schwierigkeiten mit der Sütterlinschrift hatten. Und da man damals auch in Behörden und Institutionen häufig noch per Hand schrieb, brauchte man auch gute Sütterlinleser.