Ich war über 30J. zwangsweise in der gesetzl. KV (DAK) krankenversichert (Teilzeitjob). Mein Mann ist als Freiberufler privatversichert.
Keine Kinder. War in den letzten Monaten das 1.Mal im Leben arbeitslos + möchte vorauss. ab Okt. ein Gewerbe anmelden, bei dem ich vorerst keinen Verdienst habe. 1. Soll ich in der gesetzl. KV bleiben? Eine private ist vermutlich bei Frauen und wenn sie nicht mehr blutjung sind, noch teurer?
2. Kennt jemand eine gesetzl. KV, die positiv Naturheilverfahren gegenübersteht?
Wäre dankbar für Rat von KV-Experten oder solchen, die gleiche Probleme bei Beginn der Selbständigkeit gemeistert haben. Moni
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Du scheinst wirklich nicht mehr die Jüngste zu sein. Nein, Spaß beiseite. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung steigen natürlich mit dem Alter rapide an und als Frau zahlt man sowieso mehr als ein Mann. Daher rate ich zu einer freiwilligen Mitgliedschaft bei einer Betriebskrankenkasse. Eine Übersicht mit Beitragssätzen gibt es bei www.bkk.de.
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Die meisten Krankenkassen stehen den alternativen Behandlungsmöglichkeiten positiv gegenüber, solange sie von zugelassenen Kassenärzten durchgeführt werden. Naturheilpraktiker sind meistens keine zugelassenen Kassenärzte und diese Behandlungen werden nicht übernommen.
Hallo Moni,
einen generellen, allgemein gültigen Rat gibt es nicht. Ich schließe mich aber dem anderen Artikel an. Laß Dir halt einfach mal von einem unabhängigen MAkler ein Angebot über eine private KV unterbreiten und vergleiche es dann mit der BKK.
Die gesetzlichen stehen zwar Naturheilverfahren etwas aufgeschlossener gegenüber - mit den Privaten (dort aber auch nicht allen, man muß schon das Kleingedruckte lesen, was inklusive ist) fährst Du aber sicher besser.
Gruß Markus
- Du scheinst wirklich nicht mehr die
Jüngste zu sein. Nein, Spaß beiseite.
Das hört sich ja fast so an, als seiest du noch gar nicht auf der Welt gewesen vor 30 Jahren? Aber stimmt schon: die Scheidungsrate früher war auch so gering, weil die Leute schon mit 35 ins Gras bissen. Heute fängt man mit 50 eine neue selbständige Existenz an, weil die Arbeitgeber die älteren rausschmeißen, um die Arbeit den verbliebenen Jüngeren aufzubürden. Die fliegen dann auch, sobald sie sich aufgearbeitet haben. Zynisch? Stimmt auch.
Danke dir aber für den Tip mit bkk.de!
Gruß, Moni
Die
Beiträge zur privaten Krankenversicherung
steigen natürlich mit dem Alter rapide an
und als Frau zahlt man sowieso mehr als
ein Mann. Daher rate ich zu einer
freiwilligen Mitgliedschaft bei einer
Betriebskrankenkasse. Eine Übersicht mit
Beitragssätzen gibt es bei www.bkk.de.
- Die meisten Krankenkassen stehen den
alternativen Behandlungsmöglichkeiten
positiv gegenüber, solange sie von
zugelassenen Kassenärzten durchgeführt
werden. Naturheilpraktiker sind meistens
keine zugelassenen Kassenärzte und diese
Behandlungen werden nicht übernommen.
Ich entschuldige mich!
Aber (leider) ist es ja nun mal so, daß die Beiträge in der privaten Krankenversicherung mit dem Alter ansteigen. Dieses „schlechtere Risiko“ müssen die PKV-Unternehmen ja durch höhere Beiträge ausgleichen.
Hi Moni!
Du schreibst, daß du in Deiner Selbständigkeit zunächst keinen Verdienst hast? Dann kannst Du vielleicht Deiner Krankenkasse plausibel machen, daß Du „Hausfrau“ und nur nebenberuflich selbständig bist - das ist wesentlich günstiger als hauptberuflich selbständig zu sein. (Funktioniert natürlich nicht, wenn Du ein Ladengeschäft hast und 40 Std. in der Woche hinter dem Tresen stehst) Sprech Deine Krankenkasse mal drauf an. (und erzähl mir was das gegeben hat
).
Einige Private Krankenversicherungen (PKV) leisten sehr gut für alternative Behandlungsmethoden. Allerdings gilt hier: Auf das Kleingedruckte achten. Und die Top-Tarife kosten auch Top-Preise (der Umkehrschluß wäre allerdings falsch!)
So wie ich Deine Situation sehe, würde ich Dir eher raten in einer gesetzlichen Krankenkasse zu bleiben. Allerdings haben die Privaten vielr Vorteile (Aber das Weißt Du wohl durch Deinen Mann) und wenn Dein Gewerbe in Schwung kommt, wird’s in der PKV sogar günstiger (oder wesentlich bessere Leistungen zum gleichen Preis). Allerdings hat die PKV ihre „Tücken“. Eine Entscheidung muß da sehr gut überlegt sein und du solltest den Rat möglichst unabhängiger un kompetenter Fachleute suchen .
Du bist zwar noch nicht alt (Sorry, daß ich da rumhacke, aber in der PKV spielt das ALter eine ganz wichtige Rolle) - aber wenn Du noch in die PKV willst, wir es Zeit. (Aber natürlich nichts überstüzen!!!)
Folgende Faktoren müssen aber definitiv erfüllt sein, sonst kannst Du die PKV gleich aus Deinen Überlegungen streichen:
- Vor allem wenn die o.g. „HAusfrauen-Lösung“ zum tragen kommt wird’s in der PKV erst mal teurerer, du mußt also bereit sein zunächst einen höheren Preis zu zahlen.
- Keine chronischen Krankheiten
- Keine schwerwiegenden Erkrankungen
- Keine psychotherapeutische Behandlung in den letzten drei Jahren
- Du hast die realistische Erwartung, daß entweder Du in Deinem Gewerbe gut verdienst (Gewinn > 60.000 DM p.a) oder Dein MAnn weiterhin zu den Topverdienern zählt (Brutto-Gehalt > 100 TDM)
- Du hast eine gute Versorgung für den Fall der Berufsunfähigkeit und für das Alter
- Du bist bereit"jetzt" viele Stunden für intensive Beratung zu investieren und auch im weiteren Verlauf Deine Krankenversicherugn aktiv zu handeln. (Mt ein paar Tips per Internet ist es nicht getan!)
- Du bist bereit auch bei Deinem Krankenversicherungsschutz eine betriebswirtschaftliche Abwägung von Chancen und Risiken durchzuführen.
So - hoffe das hilft Dir weiter
Viel Glück
Gero
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nachtrag - Sorry
Sorry für die vielen Rechtsschreibfehler in obigem Posting - bin sehr im Zeitdruck …
Es muß natürlich „… und kompetenten Fachleute“ heißen und nicht „unkompetent“.
Hoffe meine Überlegungen sind trotzdem verständlich.
Gero
Hallo
ich möchte Dir folgende Anregungungen geben, die es vielleicht wert sind, einmal darüber nachzudenken:
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Wenn ich davon ausgehe, dass Dein zeitlicher Anspruch auf Arbeitslosengeld noch nicht ausgereizt ist, aber durch die Selbständigkeit beendet wird, dann prüfe doch einmal, ob Dir seitens des Arbeitsamtes als Unterstützung für die Existenzgründung das gesetzlich vorgesehene Überbrückungsgeld zusteht bzw. gezahlt wird. Wenn ja, dann zahlt das Arbeitsamt auch einen nicht unerheblichen Zuschuss für Deine persönlichen Versicherungen bzw. Deine soziale Absicherung incl. der Krankenversicherung, egal ob gesetzlich oder privat.
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Wenn Dein Mann freiberuflich tätig ist, hat er die Möglichkeit, mit Dir einen Ehegatten-Arbeitsvertrag abzuschliessen. Er zahlt Dir für Deine Mitarbeit (die Du sicher auch bisher schon so einfach nebenher geleistet hast wie z.B. Erledigung allgemeiner Büroarbeiten etc.) ein Gehalt (z.B. 1.000 DM mtl.). Dann bist Du in allen Sparten der Sozialversicherung pflichtversichert, also auch in der Krankenversicherung. Die persönlichen Einnahmen Deines Mannes aus dem Geschäft werden um Deinen Gehaltsanteil gekürzt, so dass es zu keiner finanziellen Mehrbelastung kommt. Zusammen habt Ihr dann wieder ein Einkommen, dass dem bisherigen Einkommen Deines Mannes in etwa entspricht. Dein Gehalt und die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Lass das Euren Steuerberater einmal durchrechnen.
Warum soll bei Euch nicht auch das klappen, was bei zigtausenden von Selbständigen funktioniert!?
Das Thema Ehegatten-Arbeitsvertrag ist ein ‚heisses Thema‘ für alle Finanzbeamten und unterliegt sehr kritischen Prüfungsgesichtspunkten. Dennoch, wenn man es richtig macht, gibt es keine Probleme.
Bitte habe Verständnis dafür, dass ich hier nicht auf alle Einzelheiten eingehen kann, dafür ist das Thema einfach zu komplex.
Jedenfalls ist es eine Möglichkeit, Dein ‚vorübergehendes Versicherungsproblem fast kostenneutral zu lösen‘, vorausgesetzt, es wird richtig gemacht.
Gruss
WALTER HUETTENHAIN