Hallo,
wenn eine Frau eine „Mehrlingsmutter“ hat, dann ist doch bekanntermaßen die Wahrscheinlichkeit höher als beim Durchschnitt der Bevölkerung, daß diese Frau auch Mehrlinge bekommt?!
Bezieht sich diese Tatsache nun nur auf eineiige Zwillinge (dachte ich), oder auch auf zweieiige Zwillinge?
Viele Grüße,
Christiane
Das könnte sein, muss aber nicht sein. Aus Erfahrung weiß ich, dass es häufig sogar nicht der Fall ist , und es mehrere Generationen dauern müsste.
Hi,
bin in der Hinsicht zwar Laie, aber ich denke, dass es sich nur auf eineiige Zwillinge beziehen kann, da m.E. nur die Veranlagung, dass ein befruchtetes Ei sich nochmal teilt, vererbt werden kann, aber nicht die „Wahrscheinlichkeit“, dass ein Ei von zwei Samenzellen befruchtet wird.
Gruß
Nelly
Guten Tag,
ich bin kein Experte auf dem Gebiet, ich denke aber, dass sowohl die Disposition zu ein- als auch zu zweieiigen Zwillingen erblich mitbestimmt ist. Beide Fälle müssten imho aber getrennt betrachtet werden, d.h. wenn eine Mutter eine Disposition zu eineiigen Zwillingen hat, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Tochter wiederum EZ bekommt. Jedoch nicht die, dass die Tochter ZZ bekommt. Der gleiche Fall gilt dann, wenn die Mutter eine Disposition zu ZZ hatte.
Begründen würde ich das mit der Tatsache, dass für EZ ja die Wahrscheinlichkeit einer Teilung des frühen Embryos in zwei omnipotente Strukturen Voraussetzung ist, für ZZ aber die gleichzeitge Befruchtung von zwei gesprungenen Eizellen.
Gruss,
Dr. med. Abraxas
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Hallo,
jetzt reihe ich mich mal ein in die Reihe der Poster, die nur mutmaßen können…
Ich habe immer gehört, dass das Ganze immer eine Generation überspringt; also Mehrlingsmutter - Tochter ohne besondere Wahrcheinlichkeit zur Mehrlingsschwangerschaft - Enkelin mit Wharscheinlichkeit zur Mehrlingsschwangerschaft.
Aber vielleicht findet sich endlich mal ein Mediziner, der eine fundierte Antwort geben kann…
Chrissie
Hi und danke für die Antworten bis jetzt,
der konkrete Fall ist folgender:
Eine Frau, deren Mutter ein Drilling ist, hat bereits ein Paar zweieiige Zwillinge und ist erneut schwanger mit zwei Fruchtblasen.
Auch ich habe gehört, daß immer eine Generation übersprungen wird, d.h. da sie selbst kein Zwilling ist, wär sie ja jetzt theoretisch auch dran.
Gruß,
Christiane
Hallo!
Es könnte aber sein, dass es Familien gibt, in denen die Frauen oft einen doppelten Eisprung haben, wenn z.B. beide Eierstöcke im Monat je eine Eizelle reifen lassen.
Viele Grüße
Anne
Es könnte aber sein, dass es Familien gibt, in denen die
Frauen oft einen doppelten Eisprung haben, wenn z.B. beide
Eierstöcke im Monat je eine Eizelle reifen lassen.
Stimmt, das leuchtet mir ein.
Gibt es die Möglichkeit, die ich erwähnte (2 Samenzellen befruchten eine Eizelle) überhaupt?
Gruß
Nelly
Hi Nelly,
Gibt es die Möglichkeit, die ich erwähnte (2 Samenzellen
befruchten eine Eizelle) überhaupt?
Nein, diese Möglichkeit gibt es nicht (zumindest würde das nicht zu Zwillingen sondern zu behindertem Nachwuchs führen - ob es das gibt, weiß ich aber nicht).
Der Fötus, der aus einer doppelt befruchteten Eizelle entstünde hätte einen dreifachen Chromosomensatz - daraus kann schon rein zahlenmäßig kein Zwillingspaar werden. Aus einer Eizelle kann nur ein Fötus entstehen. Dieser kann sich unter gewissen Umständen noch mal zu zwei Föten teilen (eineiige Zwillinge) es kann sich aber kein neuer zweiter Fötus (mit anderen Erbanlagen) entwickeln.
Gruß Stefan