zum anderen ziehe ich mir diesen Schuh „Dummgebrabbel“
einfach nicht an.
Dein neues Posting ist aber auch wieder arg polemisch; ich will nicht um Worte wie „Dummgebrabbel“ streiten, aber deine Ansichten solltest du wirklich mal einer tief gehenden Prüfung unterziehen.
Warum wohl bildet sich jeder (mehr oder minder fundiert) eine
Meinung zu Rechts-, Wirtschafts- oder Steuerfragen? Weil es
jeden betrifft, egal ob Laie oder Fachmann.
Das allein verleiht aber nun mal nicht die Kompetenz, sich dazu fachkundig zu äußern. Ich äußere mich z. B. nie über medizinische Themen, und wenn ich mal krank bin, geht mich das gleichwohl etwas an.
Anscheinend ist das aber nicht angekommen,
stattdessen wird dem Laien die Fähigkeit abgesprochen, sich
dazu zu äußern.
Das stimmt nicht. Aber manche Laien glauben, alles, einfach alles (besser) zu wissen. Das ist nicht mal die Mehrheit. Die meisten Laien, die hier im Forum auftreten, zeigen sich interessiert an allgemeinen Rechtsfragen, lassen sich bestimmte Dinge gern erklären und nehmen die Antworten dankbar an. Sie respektieren aber - im Gegensatz zu dir -, dass diese Welt viel zu kompliziert für ein Recht ist, das sich in jeder Hinsicht von selbst versteht, und dass man ergo Spezialisten dafür braucht. Die braucht man ja für viele Dinge, angefangen schon beim Haareschneiden. Das ist nun mal etwas, das man, wenn es gut aussehen soll, gelernt haben muss.
Es geht aber um seine>/b
Interessen, nicht um die seines Rechtsanwalts. Die Fähigkeit,
sein Problem zu verstehen
Nein, aber oft ist die Lösung nicht so einfach, dass man sie, nur weil man das Problem hat und auch versteht, finden kann.
wird ihm abgesprochen, und damit er
auch ja nicht auf die Idee kommt, sich auf eigene Faust Wissen
zu erwerben, ist das Wissen extrem schwer verständlich
formuliert.
Verzeihung, aber diesen Satz finde ich wirklich dümmlich! Wenn du dich nur ein paar Stunden lang mit den Grundlagen der Rechtswissenschaft befassen würdest, würdest du einsehen, dass Recht nicht so einfach sein kann, wie du es offenbar glaubst. Das auszuführen, würde den Rahmen dieses Postings sprengen, aber lies gefälligst ein Buch über Grundlagen der Jurisprudenz, ehe du herkommst und den hier anwesenden Juristen so einen Blödsinn vorwirfst!
Und um den Zugang für externe so schwer wie
möglich zu gestalten, darf konkreter Rechtsrat nicht
unentgeltlich (auch von Spezialisten) erteilt werden. Das
Gesetz dazu haben - wen wunderts - Juristen gemacht.
Das Gesetz hat - wen wundert’s - Politiker gemacht.
Ich habe mich zum einen für meinen Fehler entschuldigt
…und legst jetzt noch mal nach mit Fehlern.
außerdem fand ich es gut, etwas dazuzulernen, auch wenn der
Ton mir nicht ganz paßte. Egal, ich hab ja auch Mist erzählt.
Aber hallo! Und dieser Mist hätte theoretisch jemanden in den Ruin treiben können, wie die erklärt wurde.
Die juristische Sprache ist genau richtig für diejenigen, die
sie verwenden, nämlich Juristen.
Wunderbar - solange es nur Juristen betreffen würde. Leider
ist das BGB z.B. eine Vorschrift, die jeden Bürger betrifft.
Dann sollten die Vorschriften auch für jedermann verständlich
sein - ansonsten sind sie gar nicht zu befolgen, rein aus
Unkenntnis bzw. Unverständnis.
Nein, nein, und noch einmal nein! Schon unter Jurastudenten ist bekannt, dass, wenn man schwierige Rechtsfrage zu bearbeiten hat, man am besten mal einen Laien fragt. Denn die Laien wissen das richtige Ergebnis meistens (sogar bei schwierigen Fragen, bei einfachen erst recht). Niemand muss, um im Alltag zu bestehen, Ahnung von Gesetzen haben! Die wesentlichen Rechte und Pflichten, egal ob zivil-, straf- oder öffentlich-rechtlich haben die Menschen im Blut.
Für Spezialfragen muss man sich informieren, richtig. So wie in anderen Bereichen auch. Und dafür ist keineswegs immer der Gang zum Anwalt nötig, es gibt zum Beispiel (!) auch sehr viele Rechtsratgeber.
Und ein Gesetz, das für jedermann verständlich ist - wie viel Naivität muss jemand haben, um so etwas zu fordern? Wie soll denn so ein Gesetz aussehen? Der Vielgestaltigkeit des Lebens wird nur ein hoher Abstraktionsgrad im Gesetz gerecht. Hinzu kommt, dass Gesetze einige Fragen offen lassen und dass sie auslegungsbedürftig sind; das lässt sich nicht vermeiden. Wie soll dann der Blick ins Gesetz ohne Kenntnis der einschlägigen Judikatur zur Antwort auf eine Rechtsfrage führen? Versuch es doch mal: Schreib ein Gesetz, das jeder versteht, das gleichzeitig aber auch alle relevanten Fragen löst. Du wirst grandios scheitern!
Ich hab eine Vorstellung davon, wie kompliziert sich so ein
simpler Vorgang wie der Kauf eines Brötchens beim Bäcker aus
der Sicht eines Juristen darstell. Deiner Meinung nach ist es
also notwendig, dem Anwalt ein dreistelliges Honorar zu
zahlen, um ein Brötchen für 40ct zu erstehen?
Wo schreibt exc dergleichen? Es ist, wie ich dir schon gesagt habe: In der Situation weiß jeder schon vom Gefühl her, was Recht ist. Es bedarf überhaupt keines Anwalts.
Solange es billiger ist, auf sein Recht zu verzichten und den
Schaden selbst zu tragen - ja, da kann ich verstehen, daß man
spart. Es ist ganz einfach nicht absehbar, ob sich der Gang
zum Anwalt überhaupt lohnt.
Meine Rechtsschutzversicherung kostet mich im Monat 11 Euro (inkl. Mietrecht, sonst wäre sie billiger). Und bevor du jetzt sagst, 11 Euro, nein, das könnest du dir nicht leisten - wirklich nicht? Gibt es nicht viel unwichtigere Dinge, auf die man eher verzichten kann? Die letzte Frau, die beklagt hat, wie teuer so was sei, hatte zwar „kein Geld für eine Rechtsschutzversicherung“, aber viel Geld für Zigaretten.
Levay