Erbsenzähler

Hallo,

neulich beim Mittagessen:

Es gab Suppe mit Karottenstückchen die meine Tochter (7) gar nicht mag.
Tochter: „Mamaaa, da sind Karotten drin.“
Ich: „Die fünf Dinger sind doch nicht schlimm, tu sie einfach an den Tellerrand.“
Einen Augenblick später:
Tochter: „Das waren aber 7 Stück.“
Ich: „Mädl, sei doch kein Erbsenzähler!“
Tochter (frech grinsend): „Ich bin kein Erbsenzähler, ich bin eine ErbsenzählerIN.“

in diesem Fall KarottenstückchenzählerIN

LG
Doris

Tochter (frech grinsend): „Ich bin kein Erbsenzähler, ich bin
eine ErbsenzählerIN.“

in diesem Fall KarottenstückchenzählerIN

LG
Doris

Super Doris! Du ziehst dir eine korinthenkackende Feministin heran!
*erheitertschmunzel*

lg & alles Gute
Kate

Super Doris! Du ziehst dir eine korinthenkackende Feministin
heran!
*erheitertschmunzel*

Hallo Kate,

ist doch in einem gewissen Maße nicht schlecht,
solange die Jungs keine „Angst“ vor ihr bekommen :smile:)

LG
Doris

Hallo beieinander,

Also zu meiner Zeit war das ganz normal, dass wir Mädchen in Latein eine auf den Deckel bekamen, wenn wir in der ersten Person Singular nicht das Femininum nahmen.

Super Doris! Du ziehst dir eine korinthenkackende Feministin
heran!
*erheitertschmunzel*

Und unsere Lehrer (vor allem die in Latein) waren alles andere als Anhänger der damals noch recht anrüchigen Emanzipation.

Gruß, Karin

Hallo Doris,
da wirst Du ja in Zukunft noch Deine helle Freude haben:
Zählen kann sie, Erbsen von Möhren unterscheiden kann sie, und den Unterschied zwischen Männlein und Weiblein kann sie ebenfalls schon phonetisch widergeben.
Was beklagst Du Dich? Mit der Bildung und dem Humor wird sie keine Probleme mit Pisa-Studie und sonstigem Quatsch haben.
Im Gegenteil: Das sind die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Politikerinnen-Karriere.
Schmunzelnde Grüsse zum Abend von BM (müsste eigentlich korrekt Bommelmopsin heissen)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo Karin,

ich hatte zugegebenener Maßen nie Latein, aber zwangsweise benutzen mussten wir die feminine Form nur in der Schriftsprache (weil es sonst ein Fehler war). Vor allem können viele Berufsbezeichnungen auch Frauen miteinschließen, es ist genauso gut zu sagen „Die Schornsteinfeger kommen“ wie „Die Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen kommen“ (FegerInnen geht im Sprachgebrauch nur schwerlich).

Allerdings bin ich mit einigen militanten Damen aufgewachsen, die auf das „-in“ Suffix immer und überall bestanden.
Ich sag nur Pudinzuckin :wink:

Und das kann nervig sein. War auch nur ein Witz, mein Kommentar sollte nicht zu ernst genommen werden.

lg
Kate

Hallo Bommelmopsin :smile:

da wirst Du ja in Zukunft noch Deine helle Freude haben:

ja, das stimmt.

Zählen kann sie, Erbsen von Möhren unterscheiden kann sie, und
den Unterschied zwischen Männlein und Weiblein kann sie
ebenfalls schon phonetisch widergeben.

das stimmt auch

Was beklagst Du Dich? Mit der Bildung und dem Humor wird sie
keine Probleme mit Pisa-Studie und sonstigem Quatsch haben.

das muss man noch abwarten :smile:

Im Gegenteil: Das sind die besten Voraussetzungen für eine
erfolgreiche Politikerinnen-Karriere.

das stimmt auch.
Nachdem sie mich mit vielen Versprechungen überredet ein Eis zu kaufen, scheinen diese nach dem Eis vergessen zu sein :smile:)

Schmunzelnde Grüsse zum Abend von BM (müsste eigentlich
korrekt Bommelmopsin heissen)

ebenso schmunzelnde Grüße
Doris

Ich sag nur Pudinzuckin :wink:

Und das kann nervig sein. War auch nur ein Witz, mein
Kommentar sollte nicht zu ernst genommen werden.

oh, dann hätt ich wohl Inbsenzählin schreiben müssen…
(auch nicht ernst nehmen)

Hallo,

oh, dann hätt ich wohl Inbsenzählin schreiben müssen…
(auch nicht ernst nehmen)

Nein, weil es eine Anfangssilbe ist.
Siebsenzählerin wäre die richtige Form.

Gruß
Elke

*die sich beinah dafür schämt, dem Mee Arbeit zu machen*

Nein, weil es eine Anfangssilbe ist.
Siebsenzählerin wäre die richtige Form.

*gröööhl*

das muss ich mir für die nächste Suppe merken

Hallo Kate,

Vor allem können viele Berufsbezeichnungen auch Frauen miteinschließen,

Papst auch? Jeder kann Papst werden, sind da Frauen mitgemeint?

es ist genauso gut zu sagen „Die Schornsteinfeger kommen“ wie
„Die Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen kommen“
(FegerInnen geht im Sprachgebrauch nur schwerlich).

Nun ja, da bei den Schornsteinfegern zumindestens hierzulande die Frauen in der Unterzahl sind, weil sogar dieser Beruf als technisch gilt, sollte man sie nicht unterschlagen.

Allerdings bin ich mit einigen militanten Damen aufgewachsen,
die auf das „-in“ Suffix immer und überall bestanden.
Ich sag nur Pudinzuckin :wink:

Und das kann nervig sein. War auch nur ein Witz, mein
Kommentar sollte nicht zu ernst genommen werden.

Mal abgesehen davon, dass ich das auch eigentlich mit einem Augenzwinkern geschrieben hatte (eben weil keiner das sehr patriarchalische Latein bei solchen Bemerkungen auf der Platte hat), kann ich mich schon an Formulierungen stoßen, wie: „Das muss jeder von uns selbst entscheiden“, wenn es sich um eine Gruppe von drei Frauen handelt.

Gruß, Kairn

Hallo Kate,

Mal abgesehen davon, dass ich das auch eigentlich mit einem
Augenzwinkern geschrieben hatte (eben weil keiner das sehr
patriarchalische Latein bei solchen Bemerkungen auf der Platte
hat), kann ich mich schon an Formulierungen stoßen, wie: „Das
muss jeder von uns selbst entscheiden“, wenn es sich um eine
Gruppe von drei Frauen handelt.

Gruß, Kairn

Weißt du Karin, mir ist sowas ziemlich egal… Emanzipation fängt woanders an. Und sie ist noch weit, weit, weit weg. Wenn da mal Distanz eingenommen haben, können wir uns immer noch über sprachliche Kleinlichkeiten bekleckern… aber momentan habe ich das Gefühl, das alle Feministinnen (und damit meine ich keine militanten Irren, sondern ganz normale) mit dem Schnabel über ihrem Duden kleben und lieber Pudinzuckin und Siebsen :wink: einführen.
Klar hat Sprache Macht, aber ich sehe die primären Probleme woanders

lg
Kate

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Hallo Kate,

Weißt du Karin, mir ist sowas ziemlich egal… Emanzipation
fängt woanders an.

leider hast Du nicht mehr mitgekriegt, wie das war, als akribisch „geprüft“ wurde, ob eine Frau noch ein Fräulein ist, oder ob sie sich kraft eines Ehemannes den Titel „Frau“ erheiratet hat. Das war ein gutes Beispiel, wie Sprache das Denken verändern kann: Kaum einer fragt nach, ob eine Frau verheiratet sei.

Und sie ist noch weit, weit, weit weg.

Da geben ich Dir durchaus recht, gerade aus den Erlebnissen meiner Tochter heraus.

Wenn da mal Distanz eingenommen haben, können wir uns immer noch
über sprachliche Kleinlichkeiten bekleckern…

Das aber ist der Irrtum: Die Sprache ist keine Kleinigkeit, sondern unser wichtigstes Kommunikationsmittel.

Gruß, Karin