Hallo erstmal,
Also ehrlich gesagt bin ich sprachlos! Diese Antwort auf meine
Bitte um Hilfe und Klarstellung ist echt unverschämt!
Nein, ist sie ganz sicher nicht. Sie ist angesichts deiner NIchtbeachtung der Forumsregeln und einer etwas zumindest „eigenartigen“ Sicht der Dinge, sogar noch sehr zurückhaltend formuliert und durchaus hilfreich (wenn man denn eine Hilfe annehmen will, die vielleicht nicht so aussieht, wie man sie erwartet hat, die tatsächlich aber viel wertvoller ist, da sie das Grundproblem in den Vordergrund stellt).
Leider wurde hier weder kostengünstig und professionell im
Vorfeld beraten, sondern sehr kostenintensiv und leider von
einem Steuerberater und einem Notar, deren „Professionalität“
zu wünschen übrig ließ - bedauerlicherweise dennoch mit
entsprechenden kostenintensiven Konsequenzen (Notar- und
Beratungsrechnungen)! Also nix mit kostengünstig…Insofern
sind diese Bemerkungen absolut unpassend und fehl am Platz!
Wo war dieser Hinweis im Ausgangsposting versteckt? Zu Dingen die nicht dargestellt werden, kann man sich nicht äußern. Und wenn solch wichtige Details vorenthalten werden, darf man sich auch nicht wundern, dass ein ggf. falsches Gesamtbild entsteht, was dann zu entsprechenden Reaktionen führt.
Leider schwimme ich nicht im Geld und kann mir keinen ganzen
Stab an Anwälten, Notaren und Steuerberatern leisten bzw. kann
kann nicht andauernd wechseln und muß mich nach unzähligen
Rechnungen mal nach einer kostengünstigeren - vielleicht zur
Abwechslung mal professionellen - Alternative umschauen.
Das ist aber ein ganz massiver Widerspruch. Du erwartest professionellere Hilfe als von Notaren und Steuerberatern, und wendest dich hierzu an ein von Laien dominiertes Forum? Nicht böse sein, aber da liege ich dann vielleicht doch nicht so falsch mit der Annahme, dass es hier in erster Linie um das Thema Kosten geht. Dies ist aber bei Beratungsleistungen nun mal kein brauchbarer Ansatz, zumal es gerade im Bereich der Rechtsanwälte, Steuerberater und Notare sogar Gebührenordnungen gibt, die den Angehörigen dieser Berufsstände vorschreiben, wie sie abzurechnen haben.
EINE
gute Alternative ist dieses Forum mit - in der Regel -
hilfsbereiten Fachexperten.
Nein, dass ist dieses Forum ganz sicher nicht. Es ist eine gute Hilfe, wenn man reine Wissensfragen loswerden will, deren Antwortqualität man dann leicht überprüfen kann (z.B. „Wo ist das Erbrecht geregelt“, Antwort BGB, …), oder wenn man „rein akademisch“ sich über Rechtsprobleme austauschen will. Vielleicht ist es auch noch brauchbar, wenn es um Kleinigkeiten geht, bei denen man nichts zu verlieren hat. Und wenn man Glück hat, lässt ein Antworter auch erkennen, dass er tatsächlich was von einer bestimmten Materie versteht und eine Qualifikation hierzu nachweisen kann.
Wenn Sie nicht helfen möchten bzw. Ihre Bemerkungen der
einzige Ratschlag war, dann ist das sehr bedauerlich und
dieses Forum für Sie wahrscheinlich Zeitverschwendung. Bitte
verschonen Sie dieses Forum dann mit Ihren äußerst
„nutzbringenden“ und „sinnvollen“ allgemeinen
Lebensweisheiten!
Doch, ich helfe im Rahmen der Forumsregeln sehr gerne, betreibe Erbrecht als Anwalt mit viel Engagement und nehme schon seit Jahren zu passend gestellten Fragen hier im Forum auch gerne Stellung. D.h. aber nicht, dass ich nicht auch das Rechtsberatungsgesetz achte (und daher ohne Mandat keine Beratung im konkreten Einzelfall leiste), entprechend pointiert vollkommen und grundsätzlich falsche Fragestellungen kommentieren werde, oder nur weil jemand hier im Forum schreibt, ihm ein Gratispaket an Beratung zukommen lasse, für das jeder Mandant, der bei mir an der Tür klingelt, entsprechend zahlen muss (auch für Anwälte wächst das Geld nicht auf Bäumen).
Sollte ich mich total geirrt haben, Sie etwas ganz anderes
meinten, dann bin ich sicher immer noch dankbar für jeden
VERWERTBAREN und ehrlichen Ratschlag!
Der ursprüngliche Ratschlag war durchaus verwertbar und auch ehrlich gemeint. Anständige erbrechtliche Beratung ist etwas für Spezialisten und ganz sicher nichts für Laien. Sie kostet viel Zeit und ist daher auch nicht für kleines Geld zu haben. Auch sind die Risiken in diesem Bereich ziemlich hoch. D.h. auch das Haftungsrisiko findet seinen Niederschlag in den Preisen (und Anwälte haften, können über eine entsprechende Pflichtversicherung auch im Zweifelsfall leisten, was auf ein x-beliebiges Forumsmitglied hier gerade eben nicht zutrifft).
Wenn jetzt nachträglich mitgeteilt wird, dass schon ein Steuerberater und Notar in die Sache involviert waren, dann möchte ich mich über die Qualität der Beratung ohne Kenntnis aller Details hier und zur Zeit nicht äußern. Klar geworden dürfte allerdings ja wohl sein, dass ich das Ergebnis für nicht besonders gelungen erachte, weil es nur bis zur Nasenspitze, sprich bis zum ersten und wahrscheinlichsten Ereignis gedacht wurde. Eine anständige erbrechtliche Beratung rechnet hingegen auch mit dem Unwahrscheinlichen und denkt insbesondere alle theoretisch denkbaren Fallkonstellationen mindestens zwei bis drei Ecken (sprich Ereignisse, Generationen, …) weiter und kommt dann zu einer Lösung, die dieser Betrachtung gerecht wird. D.h. man setzt sich zunächst mal mindestens eine Stunde zusammen und trägt Daten, Personen und Wünsche zusammen, weist auf gesetzliche Schranken hin, … macht dann einen Entwurf, spricht diesen erneut durch, … Da gehen einige Stunden bei drauf, und die müssen nun mal bezahlt werden.
Wenn hier jetzt schon Geld verbrannt worden ist, tut mir dies natürlich leid, ändert aber nichts an der Notwendigkeit jetzt noch einmal Geld für eine Beratung auszugeben, die dieser Bezeichnung auch gerecht wird. Ansprechpartner sind hierzu insbesondere spezialisierte Anwaltskollegen. Da diese deutlich mehr für die Gestaltung eines Testaments abrechnen dürfen als ein Notar, und auch Zeithonorare vereinbaren können, ist hier üblicherweise die Bereitschaft zu einer intensiven Beratung höher. Viele Notare ziehen sich leider gerne auf den Punkt der „Beurkundungsmaschine“ zurück, und ziehen einfach nur ein Formular aus dem PC, auch wenn jemand vor vollkommen falschem Hintergrund eine bestimmte Beurkundung wünscht.
Zum konkreten Fall nur noch einmal soviel: Die Überschreibung in der hier beschriebenen Form dürfte ein Fehler gewesen sein, der jetzt nur noch mit recht komplexen Maßnahmen und bei gutem Willen aller Beteiligten wieder auszubügeln sein dürfte. Weitere Anregungen wie und mit welchem Erfolg dies jetzt möglich ist, kann man aber nur bei vollständiger Kenntnis aller Details (was aber nur im Rahmen einer Mandatierung zulässig ist), wenn man dich jetzt nicht ggf. wieder (ohne bösen Willen) auf das falsche Gleis schieben will.
Gruß vom Wiz