Hallo,
im Rheinland hat ja die Erde ein klein wenig gewackelt.
Nun liest man heute in den Nachrichten, dass während des Erdbebens wieder etliche Notrufe bei Polizei und Feuerwehr eingegangen sind.
Nun ist es mir absolut psychologisch nicht klar, was die Leute mit diesen Anrufen bezwecvken wollen?
Ist es pure Angst und Panik?
Verstehen sie nicht, was ein Erdbeben ist?
Sind sie ernsthaft der Ansicht, Polizei und Feuerwehr wären in 5 Sekunden zu Stelle und würden das Beben ausschalten?
Will man die Stellen über was informieren, was die logischerweise sowieso auch mitkriegen?
Meinen die Leute, nur ihr Haus wackelt?
Also, was ist der psychologische Hintergrund dieser Anrufe?
Was erwarten die Leute in dem Moment, was ihr Notruf bewirkt?
Gruß
Lawrence
Ich glaube die Leute wollen einfach nur mal bescheid sagen, dass es etwas wackelig ist =)
Nein im ernst: die Leute, die Feuerwehr und Polizei anrufen haben Angst und sind in ihrer Angst völlig hilflos. Sie wissen nicht, was sie tun sollen und wenden sich somit „an den Freund und Helfer“: die Bullerei.
Hallo Lawrence,
ich könnte mir eher vorstellen, dass die Betroffenen sich durch diese Behörden Aufschluss über die Ursache des Bebens erhoffen.
Im Falle eines Erdbebens wäre man ja u. U. in der freien Natur besser aufgehoben, sofern es noch stärkere „Nachbeben“ geben sollte.
Es könnte aber auch einen Terroranschlag (9/11 ist ja gerade wieder in aller Munde) oder eine Explosion in einer Chemiefabrik oder in einem Atomkraftwerk gegeben haben, so dass es evtl. sicherer wäre, die Fenster zu schließen und das Haus erstmal nicht zu verlassen.
LG
siine
Hallo,
ich weiss nicht, ob Du schon mal ein Erdbeben erlebt hast, aber sofern es sich nicht um eine Gegend handelt, wo es ständig wackel, kommt man von jetzt auf nachher nicht sofort darauf, dass es ein Erdbeben sein könnte.
Es könnte sich ja auch um eine Explosion handeln (Bombe, Gas…). Ein Erdbeben kann sich auch entwickeln - also stärker werden.
Was liegt da nicht näher als die Notstellen darüber zu informieren?
Auch wenn ein Laster in ein Haus reinfährt, kannst Du natürlich damit argumentieren, dass die „Behörden“ das sowieso irgendwann erfahren. Es ist dann schon ganz gut und hilfreich, dass es Menschen gibt, die sich nicht in ihren Sessel zurücklehnen und sich einen Whiskey einschenken.
Auch ein „kleines“ Erdbeben kann beängstigend sein. Vielleicht möchte jemand schnell ein Signal schicken, oder aber auch einfach nur die Rückmeldung haben, dass alles in Ordnung ist.
Viele Grüße
Hi,
Nein im ernst: die Leute, die Feuerwehr und Polizei anrufen
haben Angst und sind in ihrer Angst völlig hilflos. Sie wissen
nicht, was sie tun sollen und wenden sich somit „an den Freund
und Helfer“: die Bullerei.
Oder ist es Geltungssucht?
Gruß,
Anja
Hallo,
genau das wollte ich auch schreiben:
Bei uns gab es vor einigen Jahren ein leichtes Erdbeben. Seitdem habe ich nur noch eines erlebt.
In dem Moment habe ich an alles gedacht, nur nicht an ein Erdbeben: alles wackelte, die Gläser in der Vitrine schepperten. Ich kann schlecht das Gefühl beschreiben, aber es war ungefähr so, als würde sich ein Knall langsam nähern und sich dann in einem Wackeln „entladen“.
Hätte mir mein Mann nicht gesagt, dass das ein (leichtes) Erdbeben war, hätte auch ich an eine Explosion irgendwo gedacht. Und dann ist es ja nicht so abwegig, bei einer Rettungsstelle anzurufen, um
a) das zu melden
b) herauszukriegen, wie man sich denn verhalten soll
(vielleicht auch: ist es wahrscheinlich, dass sich das wiederholt, soll man aus dem Haus erst mal lieber raus)
In solchen Momenten ist es ja auch tröstlich, wenn man von jemandem „Anweisungen“ bekommt… 
Gruß