Hallo Anne,
erstmal Dank für Deine Tips.
Aber ein paar Fragen hätte ich noch:
hast Du vielleicht wenigstens Rasenschnitt?
wenig bei dieser anhaltenden Trockenheit, und vor allem auch
nicht mehr viel Zeit.
für das Erdbeerbeet stimmt das allerdings
… Du kannst den Rasenschnitt auch als Mulch nach dem Pflanzen nehmen
niemals Katzenkloinhalt direkt in den Garten
- warum nicht? Bentonit ist für den Sandboden ohnehin angesagt
und Katzenmist ist doch auch Dünger - zumindest haben unsere
Katzen auf dem Land früher gern das Gemüsebeet als Klo benutzt
und keiner hatte etwas dagegen.
okay, das mit dem Bentonit habe ich überlesen.
Dann, und wenn Du keine Bedenken hast, natürlich.
Nur bedenke die Kürze der Zeit. Jede Form von Fäkalien sollte vor Einbringung in Beete organisch „umgesetzt“ worden sein. Hin und wieder von der Katze ein Häufchen im Beet, das ist kein Problem. Wenn Du massiv den Inhalt des Katzenklos dazu gibst, kommst Du vielleicht auf zu hohe Nitratwerte für neu gesetzte Erdbeerpflanzen. Neue Wurzeln sind gelegentlich empfindlich.
kombiniert mit Kartoffelkraut, anderen Pflanzenresten und
Lavamehl, sowie einem eher kargen Kompost?
woran erkennst Du das Karge im Kompost?
wenn er riecht wie gute Erde, fein krümelig in der Struktur
ist, dunkelbraun, dann ist er nicht karg
Ich gehe von karg aus, weil ich weiß, was so drauf landet -
Baum- und Strauchschnitt, Pflanzenreste und ein bißchen
Kompostkloinhalt, der überwiegend aus Rindenmulch besteht (ist
nur eine Datsche, da fällt sonst nicht viel an).
Der daraus entstehende Kompost ist mit Aststücken durchsetzt,
riecht lahm und ist eher dunkelgrau.
in diesem Fall:
Kompost mindestens einmal „umsetzen“, bevor Du ihn verwendest. Das heißt Du brauchst zwei, besser drei Kammern. Sobald ein Sommer vorbei ist, packst Du alles, was in diesem Jahr anfiel, mit Schaufel oder Grabegabel in eine leere Kammer, wirfst immer eine Handvoll Urgesteinsmehl dazwischen und vergisst es für ein Jahr. Danach muss man natürlich immer noch grobe Stücke aussieben oder -lesen. Aber der Kompost sollte deutlich besser aussehen und riechen.
wenn Du auf dem Beet eine Rotte anlegen möchtest, darfst Du
die zu kompostierende Streu nicht einarbeiten. Das gehört
locker oben auf die vorhandene Erde geschichtet
normalerweise brauchst Du nicht mal Mulchfolie.
Der „Kompost“ sollte allerdings beschattet und feucht gehalten
werden. Insoweit mag Folie helfen
Folie möchte ich vor allem gegen das Unkraut - funtioniert
prima. Meine Pflanzenreste reichen zum Mulchen gegen Unkraut
nicht annähernd und da ich meist nur Sonntags in den reicht
die Zeit schon eh nie.
ich bin ebenfalls Sonntags und Abends Gärtnerin, bei 100qm. Das geht schon.
Urgesteinsmehl sollte unbedingt
wieviel so ungefähr?
ich nehme normalerweise einfach eine Handvoll auf und werfe das wie Dünger schräg über das Beet. Kommt natürlich darauf an, wie lang das Beet ist. Das gute an Urgesteinsmehl ist, dass man schlecht überdosieren kann. „Steingrau“ sollte das Beet natürlich nicht aussehen.
wer es supergut meint, holt vom vorhandenen Komposthaufen ein,
zwei Schaufeln fertigen Kompost und verteilt ihn über dem
Beet, auf dem die zu verrottende Schicht liegt
ich habe über den Winter einfach alles, was ich an Unkraut aus
dem Gewächshaus gerissen habe und was sonst noch anfiel, wild
durcheinander auf ein leergeräumtes Hochbeet geworfen. Die
obersten zehn Zentimeter waren im April zwar noch nicht
verrottet, aber alles darunter war Komposterde. Es
funktioniert, und es funktioniert immer.
Ja, nur leider ist der Winter vorbei, in zwei Monaten muß ich
loslegen (mein Erdbeerbeet ist noch im Nachbargarten und muß
umgepflanzt werden), da ist leider nicht mehr viel mit Rotte.
täusche Dich nicht. Im Sommer geht das viel schneller, weil das gesamte Bodenleben aktiv ist. Im Winter schlafen die kleinen Kerlchen alle.
Klassische Rezepte gehen davon aus, dass man bei optimaler Schlichtung in 6 Wochen reifen Kompost hat. Das käme also noch hin. Außerdem kannst Du nicht Verrottetes problemlos abräumen und in den offiziellen Kompost werfen
Dazu fällt in meinem kleinen Gärtchen ohnehin nicht genug
Material an.
wer nicht viel hat, sollte gründlich zerkleinern. Je kleiner die Pflanzenreste, desto schneller zersetzt.
Soweit möglich werde ich Deine Ratschläge beherzigen und freue
mich, wenn Du meine Nachfragen noch beantworten kannst.
ich gebe mir Mühe
viele grüße
Geli