Erdfreier symmetrierter Ausgang, wie beschlaten?

Hallo,
ich habe einen RIM Mischverstärker (Bausatzt aus den 60ern) mit einem Din 5 pol Ausgang der erdfrei und symmetrisch ausgelegt ist. Die links zeigen den Schlatplan und die tatsächliche Schlatung.
Das eigentliche Problem dahinter besteht in dem Wunsch, den symmetrischen Ausgang in einen unsemetrischen Eingang zu speisen (http://www.hifi-online.net/hifi-wissen_symmetrischun… , der letzte Absatz gibt hierzu Vorschläge)
Wenn ich recht invormiert bin, ist das Cold Signal phasenverdreht und Hot nicht. Daher mein Verdacht, dass der Anschluß, der direkt von der Röhre (ecc82) kommt (an der Din Busche Anschluß pin 1) Cold ist (Röhre als Phasendreher?). Folglisch müsste der pin 5, welcher zum Trafo?/Kondensator? geht der Hot anschluß sein? Masse dürfte ja pin 2 sein, oder?

Vielen Dank schon mal

http://www.fotos-hochladen.net/mischverstaerkersgbrq…

http://www.fotos-hochladen.net/dsc09336cw7pt0rq.jpg pin 5 geht direkt zum Bauteil oben links

http://www.fotos-hochladen.net/dsc09334r3bk7tao.jpg

Hallo Stefan,

an drei verschiedenen Stellen Stellen „schlaten“ statt „schalten“ scheint kein Zufall mehr zu sein :smile:

Dank eines echten, trafogekoppelten Ausgangs ist es ganz einfach: Den einen Anschluss vom Trafo an Masse des umsymmetrischen Eingangs, der andere ist dann automatisch das Signal. Es ist egal, welchen Du wofür verwendest, denn die Polung spielt selten eine Rolle und wird in Fällen wie diesen nicht beachtet. Auch die Pegel und die Impedanzen stimmen.

Grüße

Uwe

Hallo Uwe

Ja es war wohl noch etwas zu früh oder mein Tippen war mal wieder zu schnell :wink: @schlaten

Irgendwie geht mir deine Antwort etwas zu schnell. Du sagst, ich solle den Anschluß vom Trafo an die Masse des unsym. Eingangs legen.
Doch welcher der Pins ist denn der vom Trafo? (die beiden von der Röhre werden es nicht sein, daher bleibt der pin ganz links mit dem roten Kabel. Das ist aber das Bauteil, was ich von oben gezeigt habe (etwas rundlich neben der ecc82)und nicht identifizieren kann, ist das auch ein Trafo? Hier sehe ich nicht durch!

Und dann sagst du es ist egal ob ich jetzt Hot oder Cold nehme? Dann wäre doch das Gerede um Ausgang vom Trafo doer nicht hinfällig, oder?

Das heißt du würdest von den unteren Möglichkeiten die 1. bevorzugen? Ist die 2. gar nicht möglich?

" Jetzt zu den Ausgangsschaltungen.

  1. Trafosymmetrischer Ausgang

Analog zum Eingang ist ein Übertrager eingebaut. In diesem Fall sind Hot und Cold mit der Sekundärwicklung des Übertragers verbunden.

Wenn damit ein unsymmetrischer Eingang angesteuert werden soll, dann verbindet man wieder Cold mit der unsymmetrischen Masse und Hot mit dem Signaleingang. Der Schirmanschluss (Pin 1) bleibt unbeschaltet, es sei denn man verwendet Triaxialkabel, wie oben bei trafosymmetrischen Eingängen beschrieben. Alternativ kann man auch ein einfach geschirmtes Adernpaar nehmen, wobei Hot und Cold ans Adernpaar gelegt werden. Der Schirm wird nur auf der Ausgangsseite mit Pin 1 verbunden.

Auch hier machen kommerzielle Adapter wieder Probleme.

  1. Vollsymmetrischer Ausgang

Das sind im Grunde zwei Ausgänge, von denen einer das umgekehrte Signal des anderen führt. Auf Hot liegt das normale Signal, und auf Cold das invertierte Signal. Die Differenz ist also das doppelte normale Signal.

Für rein symmetrische Verbindung ist dieser Ausgangstyp eigentlich der Beste. Leider kann man diesen Typ von Ausgang nicht völlig korrekt mit einem unsymmetrischen Eingang verbinden. Es bleibt nur, die Gehäusemasse des Ausgangs mit der Masse des unsymmetrischen Eingangs zu verbinden. Der Cold-Ausgang bleibt unverbunden. Das ist nicht völlig befriedigend, weil die Gehäusemasse keine gute Signalreferenz für ein unsymmetrisches Signal ist.

Ironischerweise hat man hier einen Vorteil, wenn der Hersteller fälschlicherweise die Signalmasse auf Pin 1 gelegt hat.

Käufliche Adapter, die den Cold-Anschluss mit dem Schirm verbinden, sind hier sogar gefährlich, weil sie den Cold-Ausgang kurzschließen, wodurch dieser beschädigt werden kann, wenn er nicht kurzschlussfest ist. "

Grüße Stefan

Hallo Stefan

lies doch mal in
http://www.hifi-online.net/hifi-wissen_symmetrischun…
den Unterschied zwischen symmetrisch und unsymmetrisch nach. Das Prinzip ist ganz einfach und dient letzlich nur der störungsfreien Übertragung. Wie Uwe schon schrieb, ist die Trafolösung ideal, vor allem, wo bei Deinem Gerät der Trafo schon existiert. Beim Trafoausgang oszilliert das Signal um eine fiktive Mitte, geht die Spannung an einem Pin hoch, geht sie am anderen Pin runter. Die Differenz beider Signale ist das volle Signal. Legst Du einen Pin vom Trafo auf Masse, oszilliert das Signal zwischen Null Volt (Masse) und dem vollen Signal (anderer Pin). Drehst Du die Pinbelegung um, hast Du dasselbe, jedoch mit umgekehrter Phase.
Die Belegung eines DIN-5 kannst Du in Wiki nachsehen.

Gruß
Günther

Hallo Stefan,

ich glaube, Dir scheint das alles zu kompliziert und ich sehe das so einfach.

Du hast doch eine Schltung (den Tippfehler lasse ich jetzt mal stehen!!) mitgeschickt. Rechts ist der Ausgang, der geht auf eine Buchse, Pins 2 und 3. Das ist die DIN-Ausgangsbuchse vom Mischer. Im Inneren hast Du gar nichts zu suchen, deswegen habe ich mir die Fotos auch gar nicht erst angesehen, und alle Texte, die sich darauf beziehen, fragen nach einem Holzweg.

An diese Buchse schließt Du das folgende Gerät an. Das hat eine Eingangsbuchse: Ein Masse- und ein Signalanschluss. Die verbindest Du mit Pin 2 und 3 der Ausgangsbuchse (das sind die beiden äußeren Pins der DIN-Buchse). Welchen du wofür nimmst, ist egal. Fertig!

Ich hoffe, nun ist’s klar.

Grüße

Uwe

OK hat geklappt, DANKE ! … war ja doch nicht so schwer :wink: