erdöl in der wüste?

Ich schreibe an einem Fantasy-Roman, der in einer Wüste vergleichbar dem australischen outback spielt, und würde gerne ein natürliches Feuer vorkommen lassen. Gibt es in einer Wüste Erdöl, Erdgas, oder tätige Vulkane?
bb

Hallo Barbara,

von Vulkanen in der Wüste weiß ich nichts (will nichts heißen), aber Erdöl und Erdgas kommen z.B. im hauptsächlich aus Wüste bestehenden Saudi Arabien in rauhen Mengen vor. Und nicht nur dort, sondern in etlichen Wüsten.

Jetzt habe ich beinahe meine kompletten Geographie-Kenntnisse preisgegeben.

Gruß

Wolfgang

Gib mal in irgendeine Suchmaschine „Erdöllagestätte“ oder „Erdölvorkommen“ ein. Zu diesen Stichworten gibt es sehr viele Einträge, die Du aber auf ihre Brauchbarkeit überprüfen mußt.
Gruß, Alexander

Hi Barbara
klingt ja hochinteressant, würde ich gerne mal lesen, wenn Du damit fertig bist. Öl in der Wüste wie in arabischen Ländern ist kein Problem, es muss aber am Erdboden austreten, das gab es in der Antike als Waffe, man benutzte erstarrtes Erdöl in Wurfmaschinen als Brandbombe, das bengalische Feuer. Von allein brennen wird es wohl nicht, da musst Du Dir noch einen Kniff einfallen lassen :wink:
Gruss
Rainer

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Ich schreibe an einem Fantasy-Roman, der
in einer Wüste vergleichbar dem
australischen outback spielt, und würde
gerne ein natürliches Feuer vorkommen
lassen. Gibt es in einer Wüste Erdöl,
Erdgas, oder tätige Vulkane?

Ist das in einem Fantasy-Roman nicht
voellig schnuppe? Ich wuerde ihn schreiben,
wie er meinen Vorstellungen genuege tut.

Nunja. In der Gegend des Himalaja-Gebirges
gibt es Hochebenen, die sind wuestenhaft
und haben auch Vulkane. Ansonsten fiele
mir noch Chile ein - Wueste und Vulkane…

MEB

Gibt es in einer Wüste Erdöl,
Erdgas, oder tätige Vulkane?

Falls Du mal nach Wien kommst :smile: , kannst Du ja die Experten im Erdölmuseum fragen:

http://www.wien.gv.at/ma53/museen/omv.htm

Ich schätze allerdings, dass bei erdöl, das natürlich an der Erdoberfläche vorkommt, die leicht flüchtigen Bestandteile verdunstet sind, so dass es schwer entzündlich ist. In der Antike ist sowas als Erdharz zum Bauen verwendet worden und auch um Wasserfahrzeuge wasserdicht zu bekommen.

Von brennenden Kohleflözen hab ich auch mal gehört. Das wird allerdings nicht großartig lodern, sondern eher schwelen, da im Bergwerk die Luftzufuhr sicher nicht ausreichend ist. Warum nicht im Tagebau? Warum nicht brennende Kohlehalden? Irgendeiner hat mal auf dem Gebiet, wo unterirdische Kohleflöze brannten, Gewächshäuser gebaut und Südfrüchte wachsen lassen. Erdwärmeheizung auf Steinkohlebasis.

Viele Grüße
Stefan

Hi Barbara,
klar gibts das, aber nix davon im australischen Outback. In Arabien kein Problem, oder in Sibirien (Erdgas).
Andere Möglichkeit wäre natürlich immer Feuer durch Blitzschlag…so fing ja mal alles an. Dazu solltest Du aber wenigstens ein bisschen Vegetation haben *grins*

Viel SApass noch beim Schreiben…

Hallo Barbara,

schau Dir mal an, was mein Lexikon hergibt:

Erdöl: (…) Bei natürl. Austritt von Erdöl an die Erdoberfläche bilden sich Asphalt oder Erdwachs, durch Erdgasaustritt Schlammvulkane. Noch kaum genutzt sind die Ölsande. (…)

Asphalt: (…) erweicht bei Temperaturen über 64° (…) auch seenartig an der Erdoberfläche, z.B. im Pitch Lake (je einem Drittel Bitumen, Wasser und feinste Mineralteilchen) bei Lea auf Trinidad (…) Die Entstehung von Naturasphalt ist eng mit der des Erdöls verbunden und geschieht durch Verdunsten der leichtflüchtigen sowie durch Oxidation und Polymerisation der schwerflüchtigen Bestandteile. (…)

Schlammvulkan: Schlammsprudel, Salse, Maccaluba, Macaluba, engl. Mudlump (…), Stelle an der Erdoberfläche mit brodelnd oder eruptionsartig austretendem Schlamm-Gas-Gemisch. Schlammvulkane sind nicht vulkan. Ursprungs, sondern an Gasquellen (bes. Methan) in Erdölgebieten gebunden. Dabei wir das durch Grundwasser zu Schlamm aufgeweichte tonige Gestein mitgerissen. Die hierdurch entstehenden Schlammkegel sind meist klein, können jedoch wie auf Sizilien, bei Modena, im Mississippidelta, auf Trinidad und Neuseeland über 100m, in der Kaspiregion bis zu 300m hoch werden und Schlammkrater tragen. Von größeren Schlammvulkanen gehen Schlammströme aus. Die Schlammvulkane haben außer in Vulkangebieten nur Ortstemperatur, jedoch kommt es bei Entzündung des Methans zu Feuererscheinungen. (…)

Jetzt fehlt nur noch ein Blitz, oder ein paar herumliegende Feuersteine, die achtlos aufeinandergekickt werden, und schon hast Du ein schönes naturbelassenes Feuerwerk.

Erzähl aber dann auch, wann und wo das Werk herauskommt und wie es heißt.

Viele Grüße
Stefan

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