Hallo!
Nach ewiger Googelei muss ich mich mal frustriert an die Experten hier wenden.
Mein Problem ist, dass ich wegen Baumassnahmen demnächst eine neue Erdung für eine Blitzschutzanlage erstellen muss.
Ich war leider nicht rechtzeitig darüber informiert, dass ich auch die Armierungseisen in der Bodenplatte des Anbaues verwenden kann, aber das ist nicht schlimm. Ich muss dort noch eine Einfahrt bauen, und werde ca. 50 cm. tief das Erdreich abgraben, und will die Erdung dort mit einbauen. Der Boden ist lehmig und immer etwas feucht.
Das Gebäude hat eine überdimensionale Blitzschutzanlage, diese wurde ca. 1915 erstellt.
Auf dem Dach befinden sich 2 Blitzableiter,
und es führen 2 Ableitungen in die Erde. (eine davon muss ich verlegen)
Da ich den Zustand der anderen Erdung nicht kenne, würde ich lieber etwas grosszügiger bauen.
Hat jemand einen Vorschlag für mich,
bezüglich Material und Dimensionierung?
Tiefe wäre also 50 cm, auf einer Fläche von 5 x 5 m.
Wenn das nicht reicht, könnte ich auch eine Tiefenerdung machen.
Grüße, Steffen!
Hallo Steffen
Auf jeden Fall ist ein Tiefenerder vor zu ziehen , wichtig ist das auch beide Erder mit ein ander verbunden sind um keine Spannungen zwischen den Erdern zu erzeugen .
Am ende deiner Instalation sollte auf jeden Fall der Erder auch Mestechnisch nachgewiesen werden .
M.f.G Horst
Hallo Horst!
Auf jeden Fall ist ein Tiefenerder vor zu ziehen
Ist kein Problem, kann ich machen.
das auch beide Erder mit ein ander verbunden sind um keine
Spannungen zwischen den Erdern zu erzeugen .
Das ist der Fall, auch wenn die Anlage sehr alt ist, sieht die richtig professionell aus.
Am ende deiner Instalation sollte auf jeden Fall der Erder
auch Mestechnisch nachgewiesen werden .
Hast Du da Sollwerte ?
Einige Info´s konnte ich beschaffen.
Der spez. Erdwiederstand dürfte lt. Bodenbeschaffenheit bei mir so 200 Ohm m sein.
Die Mindestquerschnitte der Erder habe ich auch, in Abhängigkeit vom Material.
Nur die Berechnung der Erderlänge fehlt mit…
Grüße, Steffen!
Hallo Steffen,
Erder:
Der Gesamterdungswiderstand aller Erder eines Niederspannungsanschlusses
soll 2Ω nicht überschreiten. (DIN VDE 0100-Teil 540, DIN VDE 0151)
Berechnung: RB / RE ≤ UL / U0 – UL
- RB = Gesamterdungswiderstand aller Betreibserder
- RE = angenommener kleinster Erdübergangswiderstand
- U0 = Nennspannung gegen geerdeten Leiter
- UL = Grenze der dauernd zulässigen Berührungsspannung (50VAC ,120VDC)
Blitzschutzanlagen:
Im allgemeinen wird ein niedriger Erdungwiderstand empfohlen, so z.B. im nationalen Anhang zu VDE 0185 Teil 100 ein Erdungwiderstand von ≤ 10Ω.
Einige Info´s konnte ich beschaffen.
Der spez. Erdwiderstand dürfte lt. Bodenbeschaffenheit bei mir
so 200 Ωm sein.
ρE für Lehm nach Tabelle: Bereich 90 – 150 / Mittelwert 100
Ausbreitungwiderstand für Lehm, Staberder Rundstahl 26…60mm Ø:
3m ≈ 33 Ω
6m ≈ 17 Ω
Die Mindestquerschnitte der Erder habe ich auch, in Abhängigkeit
vom Material.
Nur die Berechnung der Erderlänge fehlt mit…
Berechnung: Ausbreitungwiderstand
Faustformel: RA = ρE/l (Staberder)
Berechnung: Stoßerdungswiderstand
wirksame Erderlänge: leff = 0,2√î ρE
Faustformel: RSt = ρE/ leff
- RA = Ausbreitungswiderstand
- RSt = Stoßerdungswiderstand
- ρE = spezifischer Erdungswiderstand (Ωm)
- l = Länge des Erders
- leff = wirksame Erderlänge
- î = Scheitelwert des Blitzstromes (kA)
Hinweise/Info’s
Ich möchte mich über die Inhalte der DIN V VDE V 0185 informieren.
Als Privatmann ist mir aber der Kauf der Normblätter zu teuer.
Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Norm einzusehen?
Die Normen stehen in den Normenauslegestellen zur Einsicht zur Verfügung.
Die nächste Auslegestelle findet man
nach Eingabe der Postleitzahl in die Suchmaske beim Beuth-Verlag.
http://www.beuth.de/php/partner.php?typ=Auslegestelle
http://www.vde.com/blitzschutz-publikationen
http://www.vde.com/VDE/Ausschuesse/Blitzschutz/Links…
http://www.dehn.de/www_DE/PDF/BLITZPLANER_2005/BBP_s…
http://www.dehn.de/www_DE/PAGES_D/technology/tech_wo…
mfg
W.
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Danke, sehr hilfreich! *owT*
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