Erdung von HONDA Wechselstromgenerator 230V~ 3,5KW

Ein Wochenendhaus soll mit einem schallgedaemmten HONDA Generator 230V AC 3500W versorgt werden.
Es soll angeschlossen werden:
Licht + Schuko - Steckdosen
E-Herd
Hauswasserwerk
Elektr. Werkzeuge, Maschinen
Der Generator hat 2 Schukosteckdosen als Ausgang.
Ueber eine dieser Schukosteckdosen moechte ich die neue UV einspeisen.
Ich moechte nun in der UV den einen Pol der Steckdose mit dem Schutzleiter bruecken und ueber einen Kreuzerder erden.
Somit muesste die Spannungsversorgung Erdpotential haben und der nachgeschaltete 30mA FI im Fehlerfall ausloesen.
Die 2. Steckdose am Generator moechte ich totlegen.
Ist meine Vorgehensweise richtig oder muss ich noch etwas beachten ???

Hallo,
ich bin zwar kein Elektriker, aber die Vorgehensweise scheint
mir nicht richtig bzw. nicht notwendig zu sein.

Begründung:
Bei Strom aus dem Kraftwerk dient die „Erde“ als Leiter!
Bei dem Generator ist das nicht der Fall.
Der N, L liegen ja am Generator als Kontakt an.
Im Haus sind normalerweise auch PE-Leitungen verlegt.
-> Eine Erdung ist nicht nötig, aber der PE vom Generator
muß mit PE der Installation verbunden werden, falls da überhaupt
sowas dran ist.

Der FI-Schalter kontolliert ja den Fehlstrom zwischen
L und N und löst alao aus, wenn ein Fehlstrom über PE
nach Erde (durch den Körper) abfließt.

Eigentlich ist der Generator sicher wie ein Trenntrafo,
weil man da keine gewischt bekommt, solange man nur einen
Leiter anfasst (vorausgesetzt man hat nichts geerdet).
Durch das Erden wird’s erst gefährlich.
Also braucht man auch keinen FI-Schalter.
Ansonsten mal in Betriebsanl. studieren. Da sollte auch was
zum sicheren Betrieb drin stehen.
Gruß Uwi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Richtig! Der Generator wirkt wie ein Trenntrafo. Solange man nur einen Verbraucher anschliesst ist er auch sicher. Wenn aber 2 Fehler auftreten ist er nicht mehr sicher. Aus diesem Grund moechte ich ja einen 30mA FI einsetzen. Dieser wiederum funktioniert nur wenn das Netz geerdet ist!

Eigentlich ist der Generator sicher wie ein Trenntrafo,
weil man da keine gewischt bekommt, solange man nur einen
Leiter anfasst (vorausgesetzt man hat nichts geerdet).
Durch das Erden wird’s erst gefährlich.
Also braucht man auch keinen FI-Schalter.
Ansonsten mal in Betriebsanl. studieren. Da sollte auch was
zum sicheren Betrieb drin stehen.
Gruß Uwi

Richtig! Der Generator wirkt wie ein Trenntrafo. Solange man
nur einen Verbraucher anschliesst ist er auch sicher. Wenn
aber 2 Fehler auftreten ist er nicht mehr sicher. Aus diesem
Grund moechte ich ja einen 30mA FI einsetzen. Dieser wiederum
funktioniert nur wenn das Netz geerdet ist!

Hallo,

  1. Wie sollen die 2. Fehler aussehen bzw. welche
    Fehlerfälle hast Du da im Sinn?

  2. Ein FI-Schalter macht nur bei einem System Sinn, wo durch
    Isolationfehler gefährliche Spannungen zwischen einem
    Gerätegehäuse bzw. anderen berührbaren leitenden Teilen
    und dem Bezugzpotential der Person =Erde!!! entstehen.
    Der FI-Schalter sichert also einen Problemfall ab, den man
    durch Erdung erst erzeugt.

Wenn der Generator nicht geerdet ist, statt
dessen gegen Erde mögl. schön isoliert ist, dann kann an jedem
beliebigen fehlerhaften Gerät zwar die volle Spannung anliegen,
aber Du merkst es nicht (wie bei Trenntrafo). Es kann ja kein
Fehlstrom über Erde zurückfließen, oder?

Die einzigste Möglichkeit der Gefährdung besteht dann, wenn Du
in einer Hand die eine Leitung vom Generator hast und in der
anderen Hand die andere Leitung.
Nun könnte man natürlich solchen Fehlerfall simulieren, bei dem
an einem schadhaften Gerät die eine Phase vom Generator am
Gehäuse anliegt und bei einem anderen defekten Gerät genau die
andere Phase.
Und wenn nun diese beiden Geräte auch noch dicht nebeneinander
stehen, so daß man sie gleichzeitig berühren kann, dann bekommt
man tatsächlich eine gewischt.
Aber nun mal ehrlich? Ist so ein Fehlerfall wahrscheinlich?
Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit kann an einem Gerät
der Schutzkontakt und gleichzeitig der FI-Schalter fehlerhaft
sein.
Ich denke, die sicherste Installation ist immer noch die mit
einem Trenntrafo.
Das heißt nicht, daß man deshalb mit der elektrischen Sicherheit
schlampig umgehen kann und sich defekte Geräte leisten darf.

Prinzipiell besteht nun aber auch die Möglichkeit der Nutzung
eines FI-Schalters. Dazu mußt Du nur den PE=Schutzkontakt von
der Hausinstallation als 3. Leiter zum Genrator zurückführen
und dort an eine Phase anklemmen, die dann als Nulleiter
definiert ist. Das erfordert aber auf jeden Fall eine
Festinstallation des Generators. Anschluß mit einem Stecker
wäre dann unzulässig.
Selbst in diesem Fall würde die Erdung des Schutzleiters die
Sache nur verschlimmern.

Ob das allerdings zu empfehlen ist,müßte jemand sagen, der sich
wirklich damit richtig auskennt.Ich bezweifle, daß sowas jeder
normaler Elektriker richtig beantworten kann, weil solche auto-
nomen Installationen viel zu selten sind. Selbst bei sonstigen
Notstromsystemen wird ja an die normale geerdete Installation
angeschlossen und somit gelten die üblichen Normen.
Wenn man die VDE-Normen daraufhin mal abklopft, sollte man eine
Antwort bekommen.
Gruß Uwi

Hallo!

Ich habe heute in den VDE-Vorschriften nachgeschaut, wurde aber nicht fündig (Zeit war halt knapp bemessen). Auch für einen Elektriker ist so ein Problemfall ja eher selten. Da kam mir aber eine andere Idee. Ich habe im Internet unter Veranstaltungstechnik gesucht. Deren Ausbildungsinhalte beziehen sich auch auf den Aufbau und die Vorschriften bei der Inbetriebnahme von Aggi´s. Zu den Vorschriften selbst findet man vermutlich nichts im Netz, aber ein freundlicher Anruf bei einer Firma für Veranstaltungstechnik könnte doch etwas bringen. Wenn das nicht hilft, schau doch mal genauer in die VDE-Vorschriften, ich hatte nicht die Zeit um dem nachzugehen. Wenn du nicht selbst alle Teile (du bist ja Elektro-Meister) hast, kannst du doch bestimmt über die Handwerkskammer darauf zugreifen.

mfG

Michael

Hallo!

Wenn der Generator nicht geerdet ist, statt
dessen gegen Erde mögl. schön isoliert ist, dann kann an jedem
beliebigen fehlerhaften Gerät zwar die volle Spannung
anliegen,
aber Du merkst es nicht (wie bei Trenntrafo). Es kann ja kein
Fehlstrom über Erde zurückfließen, oder?

Genauer: Durch Verbinden des Gehäuses mit einem der Leiter entsteht keine Spannung gegen Erde.

Die einzigste Möglichkeit der Gefährdung besteht dann, wenn Du
in einer Hand die eine Leitung vom Generator hast und in der
anderen Hand die andere Leitung.

Das sogenannte „direkte Berühren“.

Nun könnte man natürlich solchen Fehlerfall simulieren, bei
dem
an einem schadhaften Gerät die eine Phase vom Generator am
Gehäuse anliegt und bei einem anderen defekten Gerät genau die
andere Phase.

Das ist eine Fehlerkombination, die durchaus betrachtet werden muss!

Und wenn nun diese beiden Geräte auch noch dicht nebeneinander
stehen, so daß man sie gleichzeitig berühren kann, dann
bekommt
man tatsächlich eine gewischt.
Aber nun mal ehrlich? Ist so ein Fehlerfall wahrscheinlich?
Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit kann an einem Gerät
der Schutzkontakt und gleichzeitig der FI-Schalter fehlerhaft
sein.

Das führt aber noch nicht zu einer Gefährdung. Es muss erst noch ein Isolationsfehler dazukommen.

Ich denke, die sicherste Installation ist immer noch die mit
einem Trenntrafo.
Das heißt nicht, daß man deshalb mit der elektrischen
Sicherheit
schlampig umgehen kann und sich defekte Geräte leisten darf.

Prinzipiell besteht nun aber auch die Möglichkeit der Nutzung
eines FI-Schalters. Dazu mußt Du nur den PE=Schutzkontakt von
der Hausinstallation als 3. Leiter zum Genrator zurückführen
und dort an eine Phase anklemmen, die dann als Nulleiter
definiert ist. Das erfordert aber auf jeden Fall eine
Festinstallation des Generators. Anschluß mit einem Stecker
wäre dann unzulässig.

Ich bin mir nicht sicher, ob das erlaubt ist, ohne einen Erder anzuschließen.

Selbst in diesem Fall würde die Erdung des Schutzleiters die
Sache nur verschlimmern.

Naja, es macht die Vorzüge des I-Netzes zunichte.
Es gibt übrigens nur ein IT-Netz, also nicht ohne „T“!

Ob das allerdings zu empfehlen ist,müßte jemand sagen, der
sich
wirklich damit richtig auskennt.Ich bezweifle, daß sowas jeder
normaler Elektriker richtig beantworten kann, weil solche
auto-
nomen Installationen viel zu selten sind. Selbst bei sonstigen
Notstromsystemen wird ja an die normale geerdete Installation
angeschlossen und somit gelten die üblichen Normen.
Wenn man die VDE-Normen daraufhin mal abklopft, sollte man
eine
Antwort bekommen.

Wenn ich mich richtig entsinne, gab es für solche Fälle früher „FU-Schutzschalter“. Die heissen jetzt anders, glaube ich. Ausserdem gibt es Isolationswächter, die bei einer Verbindung zwischen einem aktiven Leiter und Erde alarmieren aber noch nicht abschalten.

Gruß
Arndt