Erdwärme

Moin,
da ich mir sehr gut vorstellen könnte mein Eigenheim mit Erdwärme zu geheizen, hier ein paar grundsätzliche Fragen:

  • ist für die Bohrung(en) eine Genehmigung erforderlich?
  • ist diese evtl. Genehmigung von der Tiefe der Bohrung abhängig?
  • wie tief darf ich maximal bohren lassen?

Danke,
Paul

Moin,
da ich mir sehr gut vorstellen könnte mein Eigenheim mit
Erdwärme zu geheizen, hier ein paar grundsätzliche Fragen:

  • ist für die Bohrung(en) eine Genehmigung erforderlich?

Ja.

  • ist diese evtl. Genehmigung von der Tiefe der Bohrung
    abhängig?

In Bergsenkungsgebieten gibt es keine Genehmigung.
http://www.geothermie.de/schnelle_tipps_f_hauslebaue…
http://www.geoenergie-konzept.de/erdwaerme/wissenswe…

  • wie tief darf ich maximal bohren lassen?

Bis Australien :smile:

Gruß
Holger

Moin Paul,

da ich mir sehr gut vorstellen könnte mein Eigenheim mit
Erdwärme zu geheizen, hier ein paar grundsätzliche Fragen:

da Du mit der Ausführung derartiger Vorhaben ohnehin ein Unternehmen beauftragen musst, sollten Dir Fachbetriebe alle diesbezüglichen fragen beantworten (können), zumal der Aufwand/die Kosten derartiger Aktionen für eine solide Rentabilitätsberechnung unabdingbar sind.

Bevor Du Dich allerdings auf diese eine Art der Wärmegewinnung festlegst, halte ich eine ausführliche Beratung durch einen UNABHÄGIGEN kompetenten Fachmann (möglichst auch kein Umweltaktivist) für ratsam, damit es keine Aktion wird „Sparen - koste es, was es wolle“.

Moin Paul,

Erdwärme ist längst nicht überall eine sinnvolle Variante des Heizens.
Wenn der Untergrund bzw. dessen Tempertur ungeeignet ist, wird es doppelt teuer. Erstens für die Installation der (sinnlosen) Löcher und zweitens teurer Betrieb, da die Pumpen mit Strom laufen.

Laß Dich also im Vorfeld unabhängig! beraten, ob es bei Dir lohnend ist, denn es gibt nur wenige Stellen in D, wo eine ökologisch sinnvolle Erdwärmenutzung möglich ist.

Gandalf

Moin,

Bevor Du Dich allerdings auf diese eine Art der Wärmegewinnung
festlegst, halte ich eine ausführliche Beratung durch einen
UNABHÄGIGEN kompetenten Fachmann (möglichst auch kein
Umweltaktivist) für ratsam, damit es keine Aktion wird "Sparen

  • koste es, was es wolle".

ja, allerdings sollte der Berater auch genau die Entwicklung der Energiepreise in den nächsten 20 Jahren wissen, also jemand mit ner Glaskugel oder ein Kartenleger…

Wenn Du vor Energiepreissteigerungen sicher sein willst, dann solltest Du das Haus so gut wie nur möglich dämmen, am besten ein Nullenergiehaus draus machen.

Ansonsten finde ich die Bohrungen immer eine gute Investition. Selbst wenn der Strompreis ins unermessliche steigt, kannst Du den Kompressor der Wärmepumpe auch mit Biogas antreiben oder ne Adsorptionswärmepumpe anschliessen.

Olaf

Erdwärme ja
Hallo,

da ich mir sehr gut vorstellen könnte mein Eigenheim mit
Erdwärme zu geheizen, hier ein paar grundsätzliche Fragen:

Es ist immer gut, vorher zu fragen.

  • ist für die Bohrung(en) eine Genehmigung erforderlich?
  • ist diese evtl. Genehmigung von der Tiefe der Bohrung
    abhängig?
  • wie tief darf ich maximal bohren lassen?

Du musst wohl anders herangehen.
Die Installation der Wärmekraftanlagen wird wie schon bemerkt, nur von Fachfirmen ausgeführt. Hierbei werden Dir alle obigen Fragen beantwortet und die Einholung von Genehmigungen auch abgenommen.
Richtig ist auch, dass die geologischen Gegebenheiten eine Erdwärmeheizung auch ökonomisch sinnvoll zulassen müssen. Dazu gibt es aber regionale Dateien die Dir das beantworten.
Neben den Bohrungen btw -ich habe 4 Erdspieße mit je 50 m Tiefe und darin je 2 Schleifen also 8 mal 50 m- gibts ja noch die Option der Flächenkollektoren, wenns Erdwärme sein muss.
Neuerlich gibts Innovationen die die Wärme aus der Luft gewinnt.

Meine Erfahrungen sind mehr als positiv, wenn man das überhaupt so sagen kann.
Inklusive der Verteuerungen beim Strom vor 2 Jahren zahle ich für ein Haus mit 150 qm Fläche und einem 4 Personenhaushalt für Heizung und Warmwasserbereitung 700 Euronen im Jahr.
Die Ölheizungsfraktion vergleichbarer Verbraucher in meiner Umgebung kann mit diesem Betrag 3 bis 4 Monate auskommen. Bei Gas ist es nicht viel anders.

Schlußwort: Lass Dich von mehreren Anbietern beraten.

Mit freundlichen Grüßen
Rumburak

Vielen Dank an alle !!!

Hallo,

Inklusive der Verteuerungen beim Strom vor 2 Jahren zahle ich
für ein Haus mit 150 qm Fläche und einem 4 Personenhaushalt
für Heizung und Warmwasserbereitung 700 Euronen im Jahr.

In der Größenordnung liegen auch die Kosten für Gasheizung bei
meinem Haus (auch incl. Warmwasser).
Dabei hat meine Gasheizung mit Sicherheit einen ganz Batzen
geringere Investitionskosten gehabt.

Die Ölheizungsfraktion vergleichbarer Verbraucher in meiner
Umgebung kann mit diesem Betrag 3 bis 4 Monate auskommen.
Bei Gas ist es nicht viel anders.

Was sind „vergleichbare Verbraucher“ und welche Monate nimmst du
als Vergleich. Bei mir schlagen die Monate Nov/Dez.-Feb/März
mit mehr als 2/3 des Jahresverbrauch zu Buche.
Wenn ich also deinen Jahresverbrauch in diesen 3-4 Monaten hätte, wäre
mein Verbrauch trotzdem nicht dreifach, sondern nur ca. 30% höher .

Für Vergleichbarkeit muß also die tatsächlich aufgebrachte
Energiemenge mal genannt werden. Alles andere ist beliebig
interpretierbar.
Wieviel KWh hat die Wärmepumpe also für die ca. 700€ real geliefert?
Gruß Uwi

Hallo,

In der Größenordnung liegen auch die Kosten für Gasheizung bei
meinem Haus (auch incl. Warmwasser).

Noch ist das so.

Dabei hat meine Gasheizung mit Sicherheit einen ganz Batzen
geringere Investitionskosten gehabt.

Das ist sehr schön für Dich.

Was sind „vergleichbare Verbraucher“ und welche Monate nimmst
du

Das sind Verbraucher, die sich mit meinen Verhältnissen vergleichen lassen.

als Vergleich. Bei mir schlagen die Monate Nov/Dez.-Feb/März
mit mehr als 2/3 des Jahresverbrauch zu Buche.
Wenn ich also deinen Jahresverbrauch in diesen 3-4 Monaten
hätte, wäre
mein Verbrauch trotzdem nicht dreifach, sondern nur ca. 30%
höher .

Mir ist völlig egal was Du zum Vergleich heranziehst.

Ich habe Kosten von 700 Euro im Jahr. Wenn die Anderen diese Kosten in 3 Monaten haben, dann haben sie im Jahr 4x 700 Euro.

Für Vergleichbarkeit muß also die tatsächlich aufgebrachte
Energiemenge mal genannt werden. Alles andere ist beliebig
interpretierbar.

Ein guter Interpret ist was für die Ohren.

Mit freundlichen Grüßen
Rumburak

Hallo,

Noch ist das so.

Und Elektroenergie wir natürlich nicht teurer.

Mir ist völlig egal was Du zum Vergleich heranziehst.
Ich habe Kosten von 700 Euro im Jahr. Wenn die Anderen diese
Kosten in 3 Monaten haben, dann haben sie im Jahr 4x 700 Euro.

Alles klar, die Rechnung ist extrem plausibel.
Gruß Uwi