ich versuche gerade, herauszufinden, ob unser Grundstück für Erdwärme geeignet ist, oder nicht.
Ich kann aber wirklich absolut gar keine Infos dazu ergoogeln.
Ich habe mal gelesen, dass für einen Flächenkollektor ein ziemlich großes Grundstück nötig ist, und für Bohrungen ein Mindestabstand nötig ist.
Weiß da jemand was (vielleicht mit Link) ?
Außerdem kann man ja nicht einfach so in die Tiefe bohren.
Es gehört einem das Grundstück ja nicht bis zum Erdmittelpunkt sondern nur bis einige Meter unter der Erde.
einen Link kann dir niemand nennen, solange deine Adresse nicht bekannt ist.
Gehe zum Rathaus, Bauamt. Die wissen es, alles. Auch ob es geologisch sinnvoll ist auf deinem Grunstück zu bohren.
Außerdem kann man ja nicht einfach so in die Tiefe bohren.
So ist es. Dazu braucht man das Bergrecht. Oder eine Genehmigung vom Bauamt.
So eine Bohrung kann aber schnell mal 20.000 Euro kosten. Und die Umwälzpumpe/Förderpumpe muss Tag und Nacht laufen, das kostet Strom. Unter 200 Euro/Jahr werden die Verbrauchskosten nicht liegen.
Hallo Miri,
zu den baurechtlichen Fragen in Deiner Wohngegend kann ich auch nichts sagen. Aber da hilft Dir beispielsweise ein erfahrener Wärmepumpenbauer in Deiner Nähe.
Zu den anderen Dingen:
Ja, Flächenkollektoren brauchen Fläche. Bedenke, eine WP läuft nur dann ökonomisch, wenn das Medium eine gewisse Temperatur nicht unterschreitet. Klar kann man aus -10 Grad kaltem Wasser Wärme gewinnen,nur steht der Aufwand an Elektroenergie in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Dazu kommt, wenn Du nur 1,5 m tief verlegst, entziehst Du dem Boden viel Wärme, die im Frühjahr den Boden nur langsam wieder warm werden lässt. Insofern ist es da mit Gartennutzung möglicherweise Essig.
Bohrungen bis zu 50m Tiefe sind da eine bessere Alternative.
Ich selbst betreibe eine WP mit 4 Erdspießen zu je 50m Tiefe. Die Brunnen für die Erdspieße liegen alles in allem auf einer Fläche von ca 60qm.
Für einen 3 Personenhaushalt in einem sehr gut wärmegedämmten Haus habe ich Jahreskosten von rund 550 Euro für Heizung und Warmwasser.
Moderne WP mit 2 oder 3 Kompressoren laufen noch günstiger.
Hallo,
für Bayern gibt es einen Geothermieatlas, vielleicht auch in euerer Region (einfach googeln). Ich hätte bei ca. 1000m Chancen auf angemessene Temperaturen zu kommen.
Für den Betrieb einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe (auch googeln) braucht man aber viel weniger.
falls du in NRW wohnst, gehst du zur Stadt (bei uns (MS) zum Umwelt und Grünflächenamt) und fragst da nach.
Die effektivste Art einer Wärmepumpe ist über Bohrungen. Die ganze Beantragung macht der Bohrfachbetrieb. Das ist ein ziemlicher Aufwand, weil die Stadt alles wissen will und auch nur zertifizierte Unternehmen zulässt.
In der Regel bohrt man nicht tiefer als 100m. Das heisst, du musst dir keine bergrechtliche Genehmigung holen.
Das Bohren der Sonden war bei mir der teuerste Part: 4 Löcher á 70m - ca. 16.000€.
Und der Garten muss nachher auch wieder neu gemacht werden: Löcher, Bohrgerät, Gräben, Hauseinführung… bei uns sah es wie nach einem Bombenanschlag aus.
Die Bohrungen benötigen einen Mindestabstand von 6 m.
Aber wenn das alles überstanden ist, kannst du ziemlich günstig heizen. Etwas Idealismus gehört trotzdem dazu. Ist ja nicht ganz billig so eine Anlage.