Hier stellen sich folgende Fragen zur Erdwärmepumpe:
Werden beim Neubau Fenster verwendet die man nicht
öffnen kann wenn mit Wärmepumpe geheizt wird?
Kann mit Wärmepumpe auch gekühlt werden ähnlich
wie eine Klimaanlage im Sommer?
Was genau ist ein Niedrigenergiehaus dass sich
idealerweise anbietet für eine Wärmepumpe?
Wie dick sollte die Isolierung der Wände sein
wenn man eine Wärmepumpe betreibt?
Welches Verfahren ist am besten in Kombination
mit einer Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung?
Gibt es immer Wandventile durch die die warme Luft
strömt oder gibt es nur die Fussboden- oder Wandheizung
in die die Heizrohre verlegt werden?
Hallo Yvonne,
dann wollen wir doch mal schauen:
Werden beim Neubau Fenster verwendet die man nicht
öffnen kann wenn mit Wärmepumpe geheizt wird?
Nein, nicht zwingend. Die Wärmepumpe ist nur eine weitere Art von Wärmerzeuger, neben den althergebrachten Heizungsarten. Welche Art von Fenstern drin sind, oder rein kommen ist egal.
Kann mit Wärmepumpe auch gekühlt werden ähnlich
wie eine Klimaanlage im Sommer?
Ja, das geht durch Umdrehung des Wärmepumpenbetriebs.
Was genau ist ein Niedrigenergiehaus
Ein Niedrigenergiehaus ist ein Haus, das durch besonders gute Dämmung und Ausnutzung von z.B. Sonneneinstrahlung und intern entstehender Wärme fast keine zusätzliche Energie mehr benötigt.
dass sich idealerweise anbietet für eine Wärmepumpe?
Welche Art von zusätzlicher Heizung im Niedrigenergiehaus betrieben wird ist im Prinzip „wurscht“ . Es ist nicht zwingend notwendig Wärmepumpe und Niedrigenergiehaus zu koppeln.
Wie dick sollte die Isolierung der Wände sein
wenn man eine Wärmepumpe betreibt?
Grundsätzlich ist zu sagen, Je dicker die Dämmung, desto besser. Das ist aber immer so und nicht speziell bezogen auf eine Wärmepumpe. Sondern gilt grundsätzlich auch für andere Heizungen. Dir nützt die tollste, neueste, modernste Heizung nichts, wenn die produzierte Wärme mangels Dämmung verloren geht.
Welches Verfahren ist am besten in Kombination
mit einer Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung?
Es gibt keinen pauschalen Idealfall, Du benötigst immer eine individuelle lösung. Für Heizung, Warmwasser, Dämmung. Jedes Haus ist anders. Geht es denn um Neubau oder Bestandsimmobilie?
Gibt es immer Wandventile durch die die warme Luft
strömt
Nein, ist nur eine Planungsvariante.
oder gibt es nur die Fussboden- oder Wandheizung
in die die Heizrohre verlegt werden?
Nein, ist auch nur eine Planungsmöglichkeit.
Du siehst, letztlich gilt, alles kann, nichts muß, alles ist sehr individuell zu planen, aber auch planbar.
Es kommt ganz auf den Architekten an, je nachdem, wie gut er in der Materie steckt.
Gruß,
frank Scholtysek
Hallo Frank,
vielen Dank für die guten Antworten
und Deine Mühe damit. Es sellt sich mir
nun noch eine Frage: Empfiehlt sich
für eine Erdwärmepumpe ein Zusatzofen
(Pal…irgendetwas heisst er glaube ich)
oder zusätzlich Solar auf dem Dach?
Oder genügt auch nur die Erdwärmepumpe
allein? Viele Grüsse und danke
P.S. Es handelt sich um die Planung für
einen Neubau
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Und noch eine Frage:
Welche Variante bringt eine schönere
Wärme, die Fussbodenrohre oder die Wandrohre?
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Hallo Yvonne,
eine schönere Wärme bringt eindeutig die Wandheizung.
Gruß,
Frank Scholtysek
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Hallo Yvonne,
das lässt sich nicht pauschal beantworten.
Sagen wir mal so: Es gibt sehr gute Öfen, die bei kleiner Bauart ordentlich einheizen. Die Frage ist nur, wozu noch zusätzlich etwas zur Wärmepumpe? Für den Fall, dass sie mal ausfällt?
Solar würde ich persönlich dann empfehlen, wenn rein rechnerisch noch etwas herausgeholt werden muß, um z.B. dem KfW Förderprogramm zu entsprechen.
Da bringt Solar eine Menge.
Alles andere ist reine Geschmackssache.
Viele Grüße,
Frank Scholtysek
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Hallo,
ich heize selber mit Erdwärme. Eine Zusatzheizung ist meist im Kessel der Wärmepumpenanlage integriert. Sie springt dann an, wenn die gewünschte Heißwassertemperatur nicht mehr erreicht werden kann, z.B. in einem kalten Winter. Insofern muss im Haus keine Zusatzheizung vorgesehen werden. Die Solaranlagen auf dem Dach rechnen sich sehr wohl, wenn man sie als netzgekoppelte Photovoltaikanlagen betreibt, also nicht zur Warmwasseraufbereitung. Durch die Einspeisevergütung, die Du von Deinem Energieversorger erhältst, wird der erhöhte Stromverbrauch, den eine Erdwärmeheizung mit sich bringt, mehr als kompensiert, wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben sind.
Hallo Hakky,
Du schreibst:
Die Solaranlagen
auf dem Dach rechnen sich sehr wohl, wenn man sie als
netzgekoppelte Photovoltaikanlagen betreibt, also nicht zur
Warmwasseraufbereitung. Durch die Einspeisevergütung, die Du
von Deinem Energieversorger erhältst, wird der erhöhte
Stromverbrauch, den eine Erdwärmeheizung mit sich bringt, mehr
als kompensiert, wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben
sind.
Genau, wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben sind.
Sprich, wenn die optimale Himmelsrichtung vorhanden, wenn genug Fläche vorhanden, wenn die Einspeisevergütung über die Gesamtarmortisationszeit gegeben ist und wenn an der Anlage nicht zwischenzeitlich etwas kaputt geht.
Ich behaupte, dass die wenigsten Menschen z.B. die Wartungs- und Reparaturkosten von Solaranlagen berücksichtigen. Und was die Fläche angeht, gut, wer ein altes Gehöft oder ähnliches hat und dementsprechend große bis riesige Dachflächen und ausserdem ohnehin ein Gewerbe betreibt und dementsprechend noch mal wieder die immensen Anschaffungskosten für eine große Solaranlage als Kosten steuerlich gegenrechnen kann…, für denjenigen mag es sich wirtschaftlich lohnen.
Ansonsten: derzeit und bei derzeitigen Energiepreisen kommen wir einem wirtschaftlichen Betrieb einer Solaranlage schon näher. Aber für eine Mini-Anlage auf einem Einfamilienhaus lohnt es sich nicht. Nicht aus wirtschaftlicher Sicht.
Gruß,
Frank Scholtysek
Hallo Yvonne
Hallo Samira
zum gesagten von Frank folgende ergänzung:
Eine Wärmepumpe macht mehr sinn, wenn die Heiz- bzw Vorlauftemperatur möglichst tief ist. Je besser das Haus isoliert ist, desto tiefer kann die Vorlauftemperatur zusammen mit Boden und Wandheitzung gewählt werden. Eine Kombination ist nebenbei das Behaglichste.
Wenn das Haus sehr gut isoliert ist (Niedrigenergiehaus) dann muss es auch künstlich belüftet werden, da die Verluste durch normales Lüften sonst viel zu gross im vergleich zu den erlusten durch die wand ist. D.h dann kann es aus Investitiopnskostensich sinnvoll sein, mit der Belüftung gleich nocht die beheizung zu lösen. Auch wird dann manchmal eine schlechtere Luft-WP gewählt, weil sie presigünstiger ist und der Verbrauch ja sowieso schon sehr klein