Hallo auch,
ich bin zwar kein Psychologe, möchte mich aber dennoch zu Wort melden.
Erstens, was denn nun: morden oder töten? Du verwendest beide Begriffe äquivalent, dabei besteht da ein himmelweiter Unterschied! „Töten“ ist der allgemeine Begriff für Leben nehmen, „Morden“ nennt man den Vorgang erst bei bestimmten, niederen Beweggründen (wie z.B. Gier). Juristisch ist das sogar noch feiner unterteilt, zB fahrlässige Tötung, Totschlag oder Mord.
Ein Soldat im Krieg mordet nicht, sondern er tötet! Ein Soldat, der im Krieg tötet, macht seine Arbeit. Ein Soldat, der im Krieg mordet, ist hingegen ein Kriegsverbrecher und ein Fall fürs Kriegsgericht.
Zweitens, eine männliche Erektion muß nicht unbedingt etwas mit (sexuellem) Lustempfinden zu tun haben. Die Schlußfolgerung, daß man bei einer Erektion erregt sein muß, ist nicht unbedingt richtig. Männer bekommen zB auch Erektionen im Schlaf, wenn sie auf Toilette müssen. Man hört auch, das manche Männer bei Anspannung und Angst Erektionen bekommen.
Drittens ist es doch absolut vorstellbar, daß ein Kampf auf Leben und Tod tatsächlich stimulierend und erregend sein kann. Der Kampf ums Überleben und damit verbundenes Töten ist ein jahrmillionenaltes, eigentlich „normales“ Verhaltensschema, ein tiefsitzendes Ur-Programm, gekoppelt mit extremen Emotionen und Instinkten, von außerordentlicher Erregung bis panische Angst. In extremen Situationen, die wir nicht gewöhnt sind, reagieren wir sicher völlig anders, als wir uns vorstellen können (Filmtip „Lawrence von Arabien“). Zahllose Gräuel- aber auch Heldentaten in allen Kulturen und Epochen dieser Welt beweisen das doch.
Es ist für mich absolut vorstellbar und wundert mich kein bischen, daß Männer beim Kampf auf Leben und Tod auch Erektionen bekommen können. Das ist ja ein Vorgang, der nicht der Willenskontrolle unterliegt.
Gruß
Moriarty
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