hat irgendwer von euch schon mal Erfahrungen mit der Migräne-Prophylaxe mit Beta-Blockern gemacht? Hat es gewirkt oder sind die Kopfschmerzen wiedergekommen?
Natürlich bin ich auch an Alternativen zu den Beta-Blockern interessiert - Akupunktur, div. Entspannungstechniken etc. habe ich allerdings schon erfolglos ausprobiert. Trigger vermeide ich, den Haupttrigger (Stress) kann ich jedoch nicht komplett vermeiden
Ich leider massiv unter Migräne und Triptane wirken kaum noch. Daher führe ich z. Zt. ein detailliertes Kopfschmerztagebuch und die Prophylaxe wurde vom Hausarzt ins Gespräch gebracht. Nachdem ich mich jetzt (gefühlt) durch das halbe Internet gelesen habe, wäre ich mal an ein paar tatsächlichen Erfahrungen interessiert.
Das muss ja sehr heftig bei dir sein! Bei uns ist die Migräne in der Familie. Allerdings bei mir nicht so schlimm wie bei meiner Mutter und mir hilft es, wenn ich gleich am Anfang was dagegen mache. Da ist heißes Bad, möglichst mit nicht zu intensivem Geruch. Oder auch (ist etwas merkwürdig, aber mir hilft es!), eine Plastikflasche mit kaltem Wasser füllen, sich grade hinlegen und die Flasche auf die Stirn stellen. Danach konzentriere ich mich auf die Kälte, die sich verbreitet und nach höchstens 30min ist alles vergessen. Hilft leider nur, wenn man’s rechtzeitig erwischt:frowning:
Meine Mutter hatte Akupunkturbehandlung, die ihr sehr gut geholfen hat: seit Jahren hatte sie nicht ein Mal einen Migräneanfall!
Auch wenn ich nicht wirklich helfen konnte, wünsche ich dir gute Besserung!
ich habe eine Migräne-Prophylaxe mit Beta-Blockern gemacht. Meine Erfahrungen waren insgesamt sehr gut. Man muss dazu sagen, dass ich ein Mann bin, ich weiß nicht, inwieweit es da Unterschiede gibt.
Ich leide zwar immer noch unter Migräne-Attacken. Sie sind aber etwas seltener geworden, und besonders schwere Migräne-Attacken, die ich vorher gelegentlich hatte, gibt es gar nicht mehr. Man darf sich aber nicht zuviel versprechen, denn die Krankheit verschwindet auf keinen Fall ganz.
Das Medikament (P.) habe ich gut vertragen. Es hat auch dazu geführt, dass Nervosität und Tremor zurückgegangen sind. Unter guter ärztlicher Betreuung ist eine solche Prophylaxe aus meiner Sicht empfehlenswert. Dein Hausarzt wird sicherlich Blutdruck messen und ein EEG machen, und wenn dann nichts dagegen spricht, kann man es auf einen Versuch ankommen lassen.
Er wird dir auch sagen, dass man mit einer kleinen Dosis anfangen muss, die dann langsam gesteigert wird. In den ersten Tagen wirst du dich ein bisschen „erschlagen“ fühlen, doch das geht bald weg.
Viele Grüße
Ultra
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich selbst leide nicht unter Migräne, daher nur Erfahrungswerte aus dem Klinikalltag:
Dem überwiegenden Teil der Pat. hilft es ganz gut, daher wäre ein Versuch durchaus ratsam. Gerade, weil Betablocker kaum Nebenwirkungen haben bzw. die meisten innerhalb der ersten Wochen auftreten, dann aber entgültig verschwinden (Müdigkeit u.ä.)
danke für deine Info. Mir ist schon klar, daß die Migräne nicht ganz verschwindet, jede Besserung ist mir aber gelegen. Hatte seit 01.10.08 10 Tage schwerste Migräne mit allem drum und dran und jetzt das Gefühl, daß die Stressschwelle bei jeder Attacke weiter sinkt So kann es nicht weitergehen, sonst kann ich demnächst gar nichts mehr.
danke für deine Tips. Ich habe schon vieles ausprobiert: Akupunktur, div. Entspannungstechniken, Meditation etc. Leider alles ohne nachhaltigen Erfolg, allerdings manchmal, in Fällen ganz leichter Migräne hilft die Meditation und Konzentration auf den Schmerz um ihn verschwinden zu lassen.
Damit du dir aber ungefähr vorstellen kannst, wie es mir bei Grimäne üblicherweise geht, stell dir vor, du rennst mit vollem Anlauf mit dem Kopf zuerst gegen eine massive Steinwand und merkst nichts, weil der Schädel eh am brummen ist
auch dir vielen Dank für deine Erfahrungswerte. Den Versuch werde ich starten, aber erst muss ich noch weiter ein Kopfschmerztagebuch führen. In der letzten Zeit ist es halt viel schlimmer geworden.
Von den Nebenwirkungen habe ich auch schon gehört, aber nicht, daß die nur in den ersten Wochen auftreten.
ich bin ein Fan der Migräneprophylaxe mit Topamax. Zum einen wirkt es schneller als andere Medis, die zur Prophylaxe eingesetzt werden, zum anderen wird es i.a. gut vertragen. Die üblichen Nebenwirkungen bei Betablockern (Blutdruckabfall, Müdigkeit, Depressionen) führen oft zum Therapieabbruch bevor überhaupt ein Effekt abgrenzbar ist.
Neben Betablockern können auch Magnesium oder Flunarizin (ein Calciumantagonist) als Prophylaxe versucht werden. Mit beidem habe ich keine Erfahrung.
Alles Gute!
aureel
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Natürlich bin ich auch an Alternativen zu den Beta-Blockern
interessiert
Hallo,
mal hier gelesen?
Zitat:
Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Gerade für Migräne-Patienten ist die richtige Ernährung wichtig. http://www.migraene-klinik.de/de/migraene-klinik/mig…
Gruss Helmut
Akupunktur, div. Entspannungstechniken etc. habe ich allerdings
schon erfolglos ausprobiert. Trigger vermeide ich, den Haupttrigger
(Stress) kann ich jedoch nicht komplett vermeiden
Falls es dich interessiert, ich mache schon seit Jahren abends nach der Arbeit Tai Chi und entspanne mich dabei auch wunderbar. Meine Migräne interessiert es allerdings nicht
Noch etwas zur Ernährung, es scheint mittlerweile erwiesen, daß z. B. Käse definitv kein Migräne-Trigger ist.
ich bin ein Fan der Migräneprophylaxe mit Topamax. Zum einen
wirkt es schneller als andere Medis, die zur Prophylaxe
eingesetzt werden, zum anderen wird es i.a. gut vertragen. Die
üblichen Nebenwirkungen bei Betablockern (Blutdruckabfall,
Müdigkeit, Depressionen) führen oft zum Therapieabbruch bevor
überhaupt ein Effekt abgrenzbar ist.
Hmm, interessant. Allerdings würde ich die Wahl des Medis doch meinem Hausarzt überlassen. Er erwähnte bisher nur Beta-Blocker allgemein, aber, wie gesagt, erst mal muss ich noch ein wenig Kopfschmerztagebuch führen…
Neben Betablockern können auch Magnesium oder Flunarizin (ein
Calciumantagonist) als Prophylaxe versucht werden. Mit beidem
habe ich keine Erfahrung.
Magnesium habe ich, wie so vieles, probiert - leider ohne wirkliche Wirkung.
Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Gerade
für Migräne-Patienten ist die richtige Ernährung wichtig. http://www.migraene-klinik.de/de/migr…
Ich schrieb:
Noch etwas zur Ernährung, es scheint mittlerweile erwiesen,
daß z. B. Käse definitv kein Migräne-Trigger ist.
Hi,
ich denke nicht an Trigger. Schau mal auf das Bild. Ich interpretiere es so, das Dargestellte ist zu essen. Kaese ist nicht im Bild.
Sie machen uebrigens auch Vortraege fuer Patienten und Jedermann.
Gruss Helmut