ich bin gerade dabei, Musikstücke zu digitalisieren und zu MP3-komprimieren und habe da verschiedene z.T. überraschende Erfahrungen gemacht, wie gut oder der schlecht die Kompression arbeitet. Zum Beispiel:
„M.U.L.E.“ (alte relativ „billige“ C-64 Synthesizermusik): Dieser Art Musik verzerrt die Kompression recht auffällig, wohl wegen der „harten Anschläge“ der Computertöne?
„One of The Living“: Tina Turner singt mit Halleffekt: Der Halleffekt macht offenbar auch Schwierigkeiten bei der Kompression
Alte digitalisierte Cassetten mit noch relativ unauffälligen Störgeräuschen durch die Cassettenmechanik (diese klingen bei stärkerer Ausprägung besonders am Cassettenende wie eine Art „Quieken“): Der noch relativ unauffällige Effekt wird durch die Kompression deutlicher!
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Und gibt es irgendwo eine Erfahrungssammlung Motto „Dos and Don’ts bei der Audio-Kompression“?
in verschiedenen Tests (zum Beispiel durch Zeitschrift c’t) wurde festgestellt, daß man die Auswirkungen der Kompression nicht hört, insbesondere auch nicht im direkten Vergleich mit unkomprimierter Musik von CD. Die Art der Musik spielt dabei keine Rolle.
Voraussetzung ist allerdings, daß man eine bestimmte Kompressionsrate einhält. Die Grenze liegt hier bei ca. 128kBit/s, wodurch Musik auf ungefähr ein Zehntel… Zwölftel komprimiert wird. Bei höheren Kompressionsraten (Datenübertragungsrate 96kBit/s und kleiner) hört man zum Teil deutliche Artefakte, Rauschen etc. Ich vermute daher, daß Du die Kompressionsrate zu hoch gewählt hast. Setze die Datenübertragungsrate auf mindestens 128kBit/s und probier’s noch einmal.
Viele Grüße und viel Erfolg,
Snubbelfoot.
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Alte digitalisierte Cassetten mit noch relativ unauffälligen
Störgeräuschen durch die Cassettenmechanik (diese klingen bei
stärkerer Ausprägung besonders am Cassettenende wie eine Art
„Quieken“): Der noch relativ unauffällige Effekt wird durch
die Kompression deutlicher!
nun ja. ein immer wieder gern diskutiertes thema
die von dir geschilderten seltsamen artefakte, die zum teil wie zwitschern klingen, habe ich ebenfalls bemerken koennen. sie treten bei ausgewaehlten musikstuecken auf, was genau der ausloeser ist weiss ich nicht. abhilfe in gewissem rahmen kann ein anderer encoder liefern, und eine ausreichende datenrate. ich bevorzuge 192kibt/s
Was die nicht alles Schreiben! Die C’T IMHO hat KEINE Ahnung von Audio!
Die Grenze liegt hier bei ca.
128kBit/s, wodurch Musik auf ungefähr ein Zehntel… Zwölftel
komprimiert wird.
Das ist KÄSE! Ich höre 128kBit/s Stereo in aller Regel noch raus! bei mir geht es so ab 192 kBit/s los, dass ich es nicht mehr unterscheiden kann. Aber selbst da gibts ausgesuchte Stücke, da höre ich es trotzdem!
Entscheident kann auch der Musikstil sein. Nicht Das MP3 vorlieben hätte, aber in manchen Sparten sind Bearbeitungen (zB Dynamikkompression) üblich die, die es den Mechanismen des Encoders leichter machen!
wohl wegen der „harten Anschläge“ der Computertöne?
„One of The Living“: Tina Turner singt mit Halleffekt: Der
Halleffekt macht offenbar auch Schwierigkeiten bei der
Kompression
das dürfte daran liegen, daß bei diesen stücken sehr viele hohe frequenzen („schärfen“) schnell hintereinander vorkommen. der halleffekt hat sicher viel schärfe und computermusik hat ja sehr mechanisch klingende, superscharfe hihat-sounds. bei solchen stücken tritt das zwitschern sehr stark auf, und 128 ist unerträglich! du mußt weniger stark komprimieren oder noch besser variable bitrate benutzen. bei jeder starken schärfe-ansammlung wird die bitrate hinaufschnellen.
Alte digitalisierte Cassetten … Der noch relativ unauffällige Effekt wird durch
die Kompression deutlicher!
natürlich! das bandrauschen hat erstens eine hohe frequenz und tritt außerdem ständig auf (wie ein dauerschlagzeug). logisch daß es zwitschert! also bei cassetten müßtest du vor der kompression einen rauschfilter drüberlaufen lassen.
in verschiedenen Tests (zum Beispiel durch Zeitschrift c’t)
wurde festgestellt, daß man die Auswirkungen der Kompression
nicht hört, insbesondere auch nicht im direkten Vergleich mit
unkomprimierter Musik von CD. Die Art der Musik spielt dabei
keine Rolle.
Voraussetzung ist allerdings, daß man eine bestimmte
Kompressionsrate einhält.
Bla, ich habe hier alte Aufnahmen von eigenen Aufnahmen, die ich auch mit 192kbps nicht befriedigend in MP3 verwandeln kann, obwohl sie so okay klingen.
Bla, ich habe hier alte Aufnahmen von eigenen Aufnahmen, die
ich auch mit 192kbps nicht befriedigend in MP3 verwandeln
kann, obwohl sie so okay klingen.
Ja und ich hab Schallplatten, an den Sound kommt eine CD nie ran
, zur Sache alles unter 160 KB/s kannste komplett vergessen, 128
ist vielleicht ganz ok wenn man die Musik nur als
Hintergrundberieselung benutzt oder wenn man eh nur billige
Lautsprecher hat.