Hallo Siro,
einem Arzt darüber sprechen. Finasterid = Propecia, richtig?
Ja.
Diese Frage ist durchaus berechtigt und im Moment ergibt sich
für mich die oberflächliche Antwort, dass ich ein Haarverlust
mit einer Minderung der Attraktivität gleichsetze.
So ähnlich ging es mir am Anfang auch und Du bist noch um einiges jünger als ich war. Ich habs noch nichtmal selbst bemerkt, sondern ein sehr auf Äußerlichkeiten bedachter Kollege sprach mich damals darauf an. die folgende Zeit beobachtete ich meinen Haarverlust eine Weile konnte aber keine nennenswerten bzw übertriebenen Verluste erkennen. Dennoch…jedesmal beim Friseur schien der vordere Bereich (Pony) weniger Haare zu haben…daraufhin ließ ich ein Trichogramm anfertigen und dann hatte ich es schwarz auf weiß.
War für mich auch ein Schock…früher hatte ich einen Albtraum…dass mir büschelweise die Haare ausgingen…tja und nun?
Ich hab auch div.Mittelchen ausprobiert, hab mich aber geweigert mich von dem HA unterkriegen zu lassen.
Wahrscheinlich sitzen tiefer auch andere Gründe. Doch wenn ich
es jetzt beurteile, dann könnte ich mit Sicherheit sagen, dass
wenn ich keine Behandlung vornehmen würde, und tatsächlich die
Haare innert kurzer Zeit lichter werden, würde ich depressiv
werden.
Das kann ich nachvollziehen, aber ich kann Dich nur daran erinnern, Du bist nicht das Gestrüpp auf Deinem Kopf, Deine Persönlichkeit bilden ganz andere Dinge und die gehen ja nicht mit den Haaren verloren…schwer sich selbst verständlich zu machen ich weiß.
Für mich ist es schwirieg das Ausmass abzuschätzen des
Haarausfalls. Mein Vater zum beispiel hat mit 57 Jahren kein
Glatze, sondern mit auf Ecken an der Stirn durchaus noch
volles Haar. Jedoch sein Bruder und mein Grossvater
mütterlicherseits haben ein ziemlich ausgeprägte Glatze.
Beim Dermatologen habe ich ähnliche Fragen gestellt, als Antwort bekam ich zu hören, dass man nicht zwingend von den Eltern auf seine eigene haarsituation schliessen könne, Fakt wäre in meinen Genen wäre es eben vorgesehen, dass mit 30 mein Haarausfall beginnt…
Haaranalyse hat ergeben, dass ich teils an einem erblichen,
teils an einem difussen HA litt.
Du wirst den erblichen Haarausfall durch die Mittelchen nur hinauszögern, aber nicht heilen…bei diffusem HA kommt es eben auf die Ursache an, ob sich da etwas tun lässt.
Kann man weitere Rückschlüsse
aus dieser Analyse ziehen, beispielsweise wie stark der
erbliche Haarausfall auftritt oder auf was basiert diese
Analyse?
Da wird das Vorhandensein div. Substanzen zB. Hormone gemessen. Das Haar unterliegt unterschiedlichen Wachstumsphasen die eben durch Hormone gesteuert werden. Dazu findest Du auch allerhand Infos im Netz.
Mein Vater erzählte mir, dass er in meinem Alter ein
Situation erlitt, wo er sehr viele Haare aufeinmal verlor und
er dachte, dass er eine Glatze bekommen würde (was nicht der
Fall war).
Ich hab mal von einem Mann gelesen, der aufgrund eines Schocks sämtliche Körperbehaarung verlor…auch bei Streß wäre ein vorübergehender verstärkter HA denkbar…deshalb ja auch die zusätzliche Versorgung mit Vitaminen vor allem Biotin.
Ich zähle auch etwas auf die Fortschritte in der Forschung.
Mein Gefühl sagt mir, dass es in einigen Jahren weitere
Entwicklungen gegen den erblichen HA geben wird. Denn es ist
ein Problem, dass so viele Männer betrifft…
Nicht nur Männer sind davon betroffen…
Demnach bist du männlich (Maja?)?
Nein, ich bin weiblich…
Mein HA dominiert und
blockiert mein Leben durchaus. Vor einem Jahr äusserst krass
sogar. Ich bin daran diese falschen Verknüpfungen und
Blockaden zu lösen. Es ist mein argstes Problem (und dafür
schäme ich mich schon fast).
Ich verstehe Dich durchaus, aber so wie Du schreibst steigerst Du Dich da selbst in eine für Dich sehr ungünstige Position hinein…zumal Du ja derzeit anscheinend keinerlei sichtbare Anzeichen des HA hast.
Naja nebst einer ansprechen
Äusserlichkeit braucht es natürlich noch einige Faktoren mehr,
damit man für andere Leute interessant ist.
Eben.
Behandelst du den HA?
Nicht mehr, nachdem Nebenwirkungen des Produktes aufgetreten sind, das ich mehr als 4 Jahre mit eher mäßigem Erfolg benutzt habe. Im Moment kaschiere ich (denn bei mir sieht man den HA durchaus), bis mir etwas besseres eingefallen ist…
Diese habe ich vor 2 Monaten getan. Organisch, resp. Medizin
ist alles i.o.
Dann freue Dich, dass Du gesund bist! 
In Situationen wie diesen, denke ich immer daran, dass es auf der Welt immer einen gibt, der schlimmer dran ist als ich…
Einfacher gesagt als getan : ). Dies ist nun gesehen, da ich
merke wie störend die Erektionsprobleme sind. Es gab sozusagen
eine Problemverschiebung. Die Errektionsstörungen sind in den
letzten 2.5 Jahren aufgetreten (und das zeitgleich mit dem
Aufkommen der Problematik mit dem HA). Mit dem Aufwärtstrend
in dem letzten halben Jahr hat sich die Situation auch
stabilisiert (z. B wieder Spontane Errektionen). Und die
Störrungen sind halt auch ein Teufelskreis, weil man sich gar
nicht recht Entspannen kann… Aber es stört mich gerade
jetzt, wo ich mir wieder ein Beziehung vorstellen könnte schon
stark…
Deshalb finde ich es besonders wichtig, das mit einer kompetenten Person in Angriff zu nehmen, denn so wie das aussieht, brockst Du Dir einige Deiner Probleme selbst ein…
Physische Störrungen sind eben ausgeschlossen. Ich möchte mich
nicht vom HA beherrschen lassen, aber es ist in der jetzigen
Situation wirklich schwirieg…
Mach Dich nicht verrückt. Freue Dich, dass sich eine neue Situation in Deinem Leben ergeben hat und sich eine Veränderung anbahnt. Geniesse Dein Leben ohne ständig auf irgendwelche Zeichen Deines Körper zu horchen…manchmal findet man da sogar Sachen, die gar nicht da sind, da weiß ich Bescheid. 
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Deine Flamme erobert kriegst 
Gruß, guten Rutsch und alles Gute
Maja