wir haben in der kalten Jahreszeit immer Probleme mit Schimmel an den Wänden. Wir versuchen zwar häufig zu lüften, aber immer ist das zeitlich einfach nicht möglich.
Im Moment versuchen wir mit vielem Heizen das Problem in den Griff zubekommen, wobei ich bei den hohen Heizkosten immer das Heulen bekomme, wenn wir selbst in der Küche und im Schlafzimmer die Heizung auf Hochtouren laufen lassen müssen.
Nun hat mir ein Freund den Rat gegeben, mal einen Raumentlüfter auszuprobieren. Hat jemand Erfahrung mit den Dingern? Bringen die etwas…?
Meinst du so ein Ding mit granulat was man für ein paar Euros bei Aldi oder Lidlkaufen kann, dann lass die da liegen taugen nichts.
Gruß freckle die es damit schon mal probiert hat.
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es gibt auch elektronische Luftentfeuchter, die bringen eine ganze Menge. Sind aber recht teuer, filtern in der Stunde bis zu 2 Liter Wasser aus der Luft (je nach Preisklasse).
im Keller wo sonst nix anderes funzt, nutzen wir solche Dinger.
Bringen aber nicht viel.
Grundproblem sind bei Dir wohl, wie bei uns auch, die kalten Wände.
Das heisst, bei Zimmerlufttemperatur von 18 bis 21 Grad hat eure Luft etwa 50% Luftfeuchte, an den kalten Aussenwänden (und an den Fenstern eventuell auch) schlägt sich die Feuchte der Luft nieder, weil die Luft beim Kontakt mit der kalten Wand / Fensterfläche abkühlt.
Wenn ihr die Luftfeuchte auf 20% oder weniger (Wüstenklima!) senken könntet, würde sich nicht mehr viel Wasser niederschlagen können, aber die Zimmerluft wird sehr trocken (ungesund für Augen, Nase, Rachen).
Besser, ihr isoliert die kalten Aussenwände durch Bekleben (Styropor-Kleber, etwa 2,35 Euro pro m²) mit 4 mm starker Styropor-Dämmtapete (gibts für etwa 2,20 Euro pro m²), am Besten doppellagig.
Dann schlägt sich an den nicht mehr so kalten Aussenwänden kaum mehr Wasser nieder.
wir hatten vor kurzem einen Wasserschaden im Keller, dazu eh noch viel Wasser in den Wänden und der Luft wegen Neubau.
Wir haben im Keller elektrische Entfeucher. Bekommt Du im Baumarkt für ca. 150,- - wir haben davon drei Stück laufen und die bringen eine ganze Menge.
Vorher hatten wir ebenfalls diese kleinen Teile mit Granulat, auch aus dem Baumarkt, die auch schon ein bißchen was gebracht haben, aber lange nicht soviel wie die elektrischen.
Musst Du sehen wie schlimm es ist, ansonsten mein Tip - tagsüber den Entfeuchter laufen lassen und nachts die Fenster aufreißen. Im Winter kannst Du es auch anders rum machen - da ist es ja draußen auch tagsüber kühl genug.
Bei uns hat es jedenfalls sehr gut funktioniert.
Grüße, Cora
Besser, ihr isoliert die kalten Aussenwände durch Bekleben
(Styropor-Kleber, etwa 2,35 Euro pro m²) mit 4 mm starker
Styropor-Dämmtapete (gibts für etwa 2,20 Euro pro m²), am
Besten doppellagig.
Dann schlägt sich an den nicht mehr so kalten Aussenwänden
kaum mehr Wasser nieder.
Stimmt, das Wasser schlägt sich dann nicht mehr an den Wänden nieder. Dafür hat man nur leider das Problem mit Schimmel nicht beseitigt, sondern verschärft. Was meinst Du, was sich in/auf der Wand hinter dieser tollen Konstruktion abspielt?
Davon kann man nur abraten!
Gruß
loderunner
also Entfeuchten und Dämmtapete kannst Du vergessen.
Schreibe dochmal etwas mehr über die betroffenden Wände. Sind es Außenwände? Aus was bestehen die? „Gehören“ die Euch?
In welchen Zimmern passiert das? Nur in Küche und Schlafzimmer?
Besser, ihr isoliert die kalten Aussenwände durch Bekleben
(Styropor-Kleber, etwa 2,35 Euro pro m²) mit 4 mm starker
Styropor-Dämmtapete (gibts für etwa 2,20 Euro pro m²),
Stimmt, das Wasser schlägt sich dann nicht mehr an den Wänden
nieder. Dafür hat man nur leider das Problem mit Schimmel
nicht beseitigt, sondern verschärft.
Genau das ist das Problem…
ersteinmal: die Wände sind Außenwände und es ist eine Mietwohnung. Ein Vormieter hat an diese Außenwände Styropormatten von innen angesetzt. Laut Aussage einer „Techniker“ , die die Hausverwaltung zu uns geschickt hat, sammelt sich halt an diesen Wänden wegen der Matten die Feuchtigkeit, weil sie nicht durch die Wände durch kann. Ebenso sind die fenster immer sehr nass von innen. Wir befürchten jedoch, wenn wir die Matten wegnehmen, das es dann saukalt hier in der Wohnung wird, weil das Mauerwerk sehr dünn ist. Wir bekommen ja so schon die außenliegenden Räume kaum richtig warm geheizt.
Ein Vormieter hat an diese Außenwände
Styropormatten von innen angesetzt. Laut Aussage einer
„Techniker“ , die die Hausverwaltung zu uns geschickt hat,
sammelt sich halt an diesen Wänden wegen der Matten die
Feuchtigkeit, weil sie nicht durch die Wände durch kann.
Ebenso sind die fenster immer sehr nass von innen.
die Feuchtigkeit kann weder mit noch ohne Matten „durch die Wand“. Wände können eine gewisse Feuchtigkeitsmenge aufnehmen und später wieder abgeben, aber bestimmt nicht durchlassen.
Ihr erzeugt offenbar viel Feuchtigkeit in der Wohnung. Gibts da Besonderheiten? Wäsche trocknen, viele Pflanzen, viel kochen? Auf jeden Fall muss die Feuchtigkeit raus, und das geht nur durch Lüften.
Außerdem darf sie zwischendurch nicht an den Wänden und Fenstern kondensieren, und das geht nur, indem die Temperatur dieser Bauteile erhöht wird. Und das geht erstmal durch besseres Heizen und besser natürlich durch eine fachgerechte Außendämmung der Wände. Und das muss dann wohl der Vermieter tun.
Dafür hat man nur leider das Problem mit Schimmel
nicht beseitigt, sondern verschärft.
Ach?
Was meinst Du, was sich in/auf der Wand hinter dieser tollen
Konstruktion abspielt?
Die Styropor-Dämmtapeten sind wasserdicht und praktisch dampfdicht, also kommt keine Luftfeuchte durch bis zur Wand.
Die Wand ist zwar hinter der Dämmtapete noch kälter als an den ungedämmten Stellen, aber auch viel trockener.
Was soll sich also hinter dieser Konstruktion abspielen?
Natürlich wäre es besser, die Wärmedämmumng und die Dampfsperre aussen statt innen an die Wände anzubringen, das ist aber erstens eindeutig Sache des Hausbesitzers und zweitens viel teurer.
etwas off topic: Ich komme selbst auch immer nur sehr unregelmäßig zum Lüften. Und meine Heizrechnung ist - ebenso wie bei Dir - deswegen astronomisch hoch. *seufz*
Habe mir deshalb jetzt ein Gerät gekauft, das automatisch lüftet.
Schau mal hier: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=26…
Dafür hat man nur leider das Problem mit Schimmel
nicht beseitigt, sondern verschärft.
Ach?
Ach!
Was meinst Du, was sich in/auf der Wand hinter dieser tollen
Konstruktion abspielt?
Die Styropor-Dämmtapeten sind wasserdicht und praktisch
dampfdicht, also kommt keine Luftfeuchte durch bis zur Wand.
Nee, aber von außen rein. Durch die Isolierung ist die Wand kälter, der Taupunkt wird anch innen verschoben, Wasser kondensiert in der Wand, diese wird feucht.
Die Wand ist zwar hinter der Dämmtapete noch kälter als an den
ungedämmten Stellen, aber auch viel trockener.
Eben leider nicht. Die Feuchtigkeit in der Wand kann nicht nach innen abgegeben werden wegen der Tapete, aber auch nicht nach außen, wo die Luft dafür zu feucht ist. Ergo: Schimmelbildung.
Was soll sich also hinter dieser Konstruktion abspielen?
Es schimmelt.
Behaupte ich nicht einfach so, sondern aus eigener Erfahrung - wir hatten fürher mal eine Styroportapete.
Natürlich wäre es besser, die Wärmedämmumng und die
Dampfsperre aussen statt innen an die Wände anzubringen, das
ist aber erstens eindeutig Sache des Hausbesitzers und
zweitens viel teurer.
Tja, gar keine Lösung ist leider manchmal besser als eine Verschlimmbesserung.
Gruß
loderunner