Erfahrung mit Sprachreisen

Hallo Forumbesucher!

Wer kann mir über seine Erfahrungen bezüglich einer Sprachreise berichten u. wie weit es geholfen hatte. Auch Erfahrungen der Bekannten sowie Freunden wäre sehr interessant oder auch ihr kennt eine Website eines Anbieter, den ihr sehr empfehlen könnt.

Freue mich auf Eure Antworten

Liebe Grüße

Esra

Hi Esra,

meine Erfahrungen sind zwar schon etwas her, aber trotzdem gut. Wichtig ist, dass die Unterkunft in einer Privatfamilie stattfindet und dass Du alleine dort wohnst. Sonst redest Du die ganze Zeit in Deiner Muttersprache.

Sehr gute Anbieter sind m.E. ALFA Sprachreisen, Dr. Steinfels, Studiosus, wenn Du ernsthaft an die Sache rangehen willst. Wenn es eher Schülermäßig sein soll, ist FEE eine ganz gute Adresse.

BYe
Rolf

Hallo Rolf!

Danke für die Antwort, ich werde mich dem annehmen. Schülerreise soll es auf jeden Fall nicht werden.

Gruss Esra

Hallo,
ich war vor 5 Jahren mit dem Sprachcaffe auf Malta, war ganz toll,zwar keine Familienunterbringung, sondern eben auf dem Campus, aber durch das Internationale Publikum haben wir auch den ganzen Tag Englisch gesprochen, auch die Deutschen untereinander.
Qualitativ wirklich gut. Superschöne Anlage!

Grüße
Simone

Hallo,

ich habe vor ein paar Jahren eine Studiosus-Reise nach Nerja/Spanien gemacht. 3 Wochen, Unterbringung im Appartment, jeden Tag 4 Schulstunden Kleingruppe und 2 Stunden Einzelunterricht. Das war nicht billig (erträglich, weil in der absoluten Nebensaison) aber hat mir sehr viel gebracht. Ich hatte verschüttete Vorkenntnisse (2 Jahre Grundkurs Spanisch in der Schule) und fühlte mich nach dem Kurs Alltagssituationen und Smalltalk gewachsen. Es wurde auch speziell auf die Anforderungen meines damaligen Berufes eingegangen (Hotel), mit Fachvokabular usw.

Gruß,

Myriam

Hallo!

Meine Erfahrungen sind schon ziemlich lange her, aber mit den „Privatfamilien“ ist das so eine Sache!

Meine Familie damals hat sämtliche Schlafzimmer geräumt und an Sprachschüler vergeben. Die Eltern schliefen selbst auf einer Schlafcouch im Esszimmer, die Kinder im Wohnzimmer. Im Haus ging es zu wie in einer Pension. In einem Schlafzimmer logierten Schweden, im zweiten eine Spanierin und im dritten ich. Durch diesen „Massentourismus“ hatten die Familienmitglieder kein wirkliches Interesse an ihren Gästen, nur zur Gastmutter kam etwas Kontakt zustande. Dem Rest der Familie ging Mutters Hobby wohl etwas auf die Nerven.

Dafür war das Essen ziemlich schlecht und mit der Benutzung des einzigen Badezimmer war es manchmal etwas schwierig bei sovielen Leuten im Haus. Die Schweden waren ziemlich arrogant und redeten nicht mit den anderen Schülern. Im Endeffekt hatte ich mich mit der Spanierin angefreundet und den Rest der „Familie“ konnte man vergessen.

Zu dem „Zwangsunterricht“ möchte ich jetzt kein Urteil abgeben. Wenn man an ihm nur wegen mäßiger Englischnoten zwangsweise teilnimmt ist das sicher nicht mit einem freiwilligen Sprachkurs vergleichbar. Trotzdem ist mein Englisch durch diese Reise flüssiger geworden. Aber das lag wohl auch an den sonstigen Kontakten, die bei Freizeitveranstaltungen zustande gekommen sind.

Mein Fazit: Ich wäre mit einem Zimmer mit eigenem Bad und professionell zubereiteten Mahlzeiten ohne Familienanschluss glücklicher gewesen. Oder eben in einer richtigen Familie, die nur gelegentlich mal einen Gast aufnimmt.

Viele Grüße

Anne

Hallo Anne,

da kommt einiges zusammen. Erstens sind die etablierten Sprachreisenveranstalter mittlerweile in der Auswahl der Gastfamilien deutlich besser geworden. Ausserdem kommt es natürlich auch darauf an, ob Du als Schüler zwangsverschickt wirst oder ob Du als junger Erwachsener die Sprache wirklich lernen willst.

Die Familienunterbringungen werden meistens durch die Schule oder eine Agentur gemanagt. Wenn man damit nicht zufrieden ist, ist es in 99% der Fälle problemlos möglich, die Familie zu wechseln. Allerdings wäre es mir eben auch wirklich wichtig, eine Einzelunterbringung in der Familie zu haben.

Viele Grüße
Rolf

Hallo Anne!

Danke für deinen Beitrag. Es ist gut auch mal die kritischen Seiten lesen zu können als immer alles lief gut u. wunderbar. Letztendlich kann man also schon sagen das es etwas brachte ausser die Verpflegung u. Unterkunft.

Gruss Esra

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Hallo!

Natürlich, heute würde ich das ganz anders sehen! Damals wollte ich einfach nur schöne Ferien verleben. Das Ziel wurde ja auch erreicht (von der Verpflegung mal abgesehen), der mangelnde Kontakt zur Familie hat mich ja nicht so wirklich gestört. Wenn man bei ihnen aber lernen will, ist das schon ärgerlich! Und dass englisches Essen nicht so besonders ist, war ja auch damals schon klar.

Der Aufenthalt in England hat bei der praktischen Anwendung der Sprache schon etwas gebracht. Ich habe mich endlich mal getraut, überhaupt etwas zu sagen. Zur Verbesserung der Schulnote war es aber nötig, zusätzlich zu Hause mehr zu lernen. Insgesamt ist es mir damit denn gelungen, die Note von 4 auf 3- zu verbessern, was auf dem Abschlußzeugnis natürlich besser aussah :wink:.

Möglicherweise hat sich durch die Sprachreise auch die generelle Einstellung zu Fremdsprachen verbessert. Inzwischen lerne ich gerne Fremdsprachen - in der Realschule habe ich es gehasst. Aber durch die Reise wurde klar, dass man sie auch wirklich gebrauchen kann. Durch die entstandenen Brieffreundschaften nach England und Spanien habe ich dann Englisch auch mal privat genutzt. Vorher gab es doch überhaupt keine Veranlassung, die Sprache zu benutzen - ohne Internet, ausländische Sender im Kabelanschluß etc… Das gab es damals ja noch nicht. (Hört sich irgendwie wie Steinzeit an - ist aber doch noch nicht so lange her :wink:)

Viele Grüße

Anne