Erfahrung mit Stückholzheizung gesucht

Hallo!

Wir überlegen momentan unsere Ölheizung durch eine Stückholzheizung zu ersetzen. Haben uns schon recht intensiv mit dem Thema beschäftigt, suchen aber immer noch Erfahrungswerte.
Wir planen damit unser 130 qm Einfamilienhaus komplett zu heizen. Das Haus ist fast 40 Jahre alt. Bislang heizen wir den kompletten unteren Wohnbereich mit einem Kaminofen. Wir brauchen dafür etwa 9 Raummeter Holz. Alle Fachleute haben uns nun gesagt,daß wir mit der neuen Heizung dann etwa das Doppelte brauchen.
Im Winter soll eine Anfeuerung von 2 mal täglich ausreichend sein. Im Sommer wohl nur alle 2-3 Tage.
Eine ganz wichtige Frage: ist es einigermaßen geruchsneutral? ODer riecht der ganze Keller wie eine Räucherbude wenn der Ofen wieder mal aufgefüllt wird?

Die Arbeit und Lagerung, die oft als Argument gegen eine solche Heizung vorgebracht wird, ist für uns kein Problem und auch keine Überlegung wert!

Ich würde mich freuen, wenn sich jemand findet, der vielleicht ähnliches plant oder aber eben schon in Angriff genommen hat!

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!

Gruß
Kiki

(Vollzitat entfertn MOD))

Hallo Kiki,

wir heizen jetzt das vierte Jahr nur mit der Stückholzheizung und heizen knapp 300qm mit dem Holzvergaser. Vorher Ölverbrauch ca 5000Liter, Holz 20-30 Ster.
Wir haben aus Kostengründen einen 50KW Atmoskessel installiert und sind damit sehr zufrieden.
Grundsätzlich wichtig: Pufferspeicher ausreichend dimensionieren und den Kessel übergroß wählen, das gibt deutlich mehr Heizkomfort und größere Intervalle (wir heizen alle 2 Tage). Wir haben jetzt 3000Liter heizungs und 400 Liter Warmwasserspeicher, werden aber nochmal 1500 Liter erweitern. Für den Sommer Solar für das Brauchwasser

Der Heizraum riecht eher selten nach Abgasen, hier sollte man auf ein Saugzuggebläse achten, dann kommen keine Abgase in den Raum beim Nachlegen.

Auch kommt meine Frau prima mit dem Kessel zurecht, fast besser als ich :smile:

im www.atmos-forum.de wird sehr nett geholfen, was den Holzvergaser angeht

Gruß claus

Hallo,
toll, wir stehen grade vor derselben Entscheidung. Dankje für Deine Antwort, aber ich habe da noch ein paar Rückfragen:

  • Wie oft legt ihr nach? Ich dachte, ihr heizt nur alle zwei Tage? Macht man dann nicht den Schacht voll und lässt ihn heizen, bis er leer ist? Wie groß ist der Holzschacht in Eurem Gerät, wie lange brennt er damit?
  • Lasst ihr den Ofen ausgehen, vor sich hin glühen oder zündet das Ding selber nach Bedarf?
  • Was macht ihr im Urlaub, speziell im Winter? Gibt es einen Ölbrenner als Alternative oder eine Elektro-Heizpatrone?
  • Habt ihr ganz normale Heizkörper oder Fussbodenheizung?
  • Was hat das ganze ungefähr gekostet?
    Gruß
    loderunner

Hallo loderunner,

also mit einer Füllung brennt der ofen ca 4 Stunden, dann wird auf das Glutbett wieder nachgelegt. In dieser Zeit heizt der Ofen das Haus und die nicht verbrauchte Energie geht in die Puffer.

Das ganze funktioniert bei uns mit einem 2 Tageszyklus, also einen Tag 2x schüren den anderen Tag nicht. Es ist effektiver den schon heißen ofen weiter zu schüren als am nächsten Tag neu zu entzünden. Denn ca. 700 Kg (Ofengewicht + Wasser) muß auch erstmal erwärmt werden.

Die Größe des Füllraums kann ich garnicht sagen, so 100-150Liter vielleicht. Es wird mit 50cm Scheiten geschürt. Angezündet wird manuell, allerdings gibts auch öfen mit autmatischer Zündung und lambdageregelte, die nur soviel Energie erzeugen wir auch gebraucht wird. Sind allerdings störungsempfindlicher und viel teurer.

Unser Kessel hat so ca. 10.000 € komplett mit Einbau gekostet - ist aber auch ein 50kw Kessel. BAFA Förderung gibts ja auch noch

Wir haben überwiegend normale Heizkörper und ca 10% FB Heizung

Im Winter wenn wir nicht da sind, dann haben wir noch unseren alten Ölbrenner als Notheizung.

Auch kann bei uns der Schlotfeger nicht mehr so abzocken, der Kessel ist nur einmalig meßpflichtig. Dafür kommt er 2x im Jahr zum Kehren

Gruß

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Herzlichen Dank und *! (owt)
-nix-