Guten Tag und hallo an alle!
Wir sind zwischenzeitlich stolze Eltern eines Sohnes geworden. Zunächst lief alles prima, da unser Kleiner die Muttermilch gut vertrug. Allerdings mussten wir nach 4 Wochen zufüttern anfangen, da die Milch nicht mehr ausreichend war. Und da begann die Misere. Zunächst haben wir das vom Krankenhaus empfohlene Aptamil Pre HA verwendet, das jedoch zu Verstopfung und Blähung und schlaflose Tage und Nächte geführt hat. Wir haben dann auf HIPP HA Pre Probiotic gewechselt, was zwar schon wesentliche Besserung ergeben hat, aber noch nicht optimal ist. Jetzt wollen wir Beba Sensitiv auf Anraten von Freunden ausprobieren? Gibt es damit Erfahrungen? Vom Kinderarzt aus bekommt unser Kleiner noch reglemäßig Lefax Liquid. Aber trotzdem beehrt er uns alle 12 Stunden mit einer Schreiorgie.
Herzliche Gratulation zu eurem Kind!!! 
Ich weiß nicht, ob es für das Stillen schon zu spät ist oder ob ihr noch anschließen könntet und noch Milch da ist. Folgender Tee wirkt Wunder und man geht vor Milch förmlich über, egal ob man einen riesen Busen oder einen kleinen hat.
Ich habe mein Kind 18 Monate lang gestillt, davon die ersten 6,5 voll ohne Zufütterung. Flascherl hat unser Kind nie bekommen.
Milchfördender Tee:
2 Teile Anissamen
4 Teile Fenchelsamen
5 Teile Isländische Mossflechte
2 Teile Käsepappel
3 Teile Kümmelsamen
1 Teil Dillsamen
Zubereitung: 2 Teelöffel auf 1/4 l kochendes Wasser, 15 Minuten ziehen lassen. Früh und abends 1 Tasse. In eurem Fall vielleicht auch eine zwischendurch.
(Stilltee wäre jetzt damit die Milch beim Baby nicht so viele Blähungen verursacht, also hat jetzt mit Milchbildung oder so nichts zu tun:
10 dag Kümmel
10 dag Anis
10 dag Fenchel
5 dag Majoran
5 dag Dill
1 1/2 l täglich trinken).
An sich ist es ganz normal, dass die Babies immer wieder mal Weinphasen haben. Es ist die Entwicklung … Buch „Oje, ich wachse…“! Bzw. auch die Umstellung des Darmes in den ersten Wochen und Monaten. Die dann oftmals zu Blähungen führen. Das Lefax liquid kenne ich nicht, dafür Saab-Tropfen und Kümmelzäpfchen und Massagen sind für das Baby am Bauch ganz sanft gemacht auch oft sehr angenehm. Gut rülpsen lassen nach dem Trinken ist auch wichtig, aber das wißt ihr sicher.
Also vielleicht könnt ihr es mit dem Stillen noch hinkriegen!!? Ich halte fest die Daumen!
Ev. könnt ihr euch bei http://www.lalecheliga.de/ wo man oftmals gratis bei Beraterinnen einfach anrufen kann, auch gute Tipps holen.
Doch der Tee alleine sollte schon passen und der sollte helfen. Vielleicht könnt ihr euch die Zufütterei dieser zuckerhaltigen Babynahrungsprodukte noch ganz sparen.
Himbeersaft hilft auch ein wenig zur Milchbildung, m.M. nach aber kein Vergleich mit dem Tee!
Hallo heikman,
also erstmals alle Achtung vor Seranas Beitrag!
Sie spricht mir aus dem Herzen.
Beim stillen gibt es immer wieder unangepasste Situationen vom Angebot u. Nachfrage!" Natürlich kenne ich jetzt auch nicht die genauen Hintergründe!
Aaaber: gib nicht so schnell auf!
Auch jetzt noch kannst Du den Still-Modus erweitern u. wieder zum Voll-Stillen übergehen!
Beherzige den Rat mit der La-LeacheLiga.
Aber trotzdem beehrt er uns alle 12 Stunden mit einer
Schreiorgie.
Nur alle 12 Stunden???
Liegt da ein Tipfehler vor?
Der Tag hat ja bekanntlich nur 24 Stunden. Wie lange dauert dann so eine Orgie?
Grüßche Momi*
*die das alles schon 3 x hintersichhat
Ich weiß nicht, ob es für das Stillen schon zu spät ist oder
ob ihr noch anschließen könntet und noch Milch da ist.
Sie schreibt doch dass sie stillt, die Milch aber nicht reicht?
Hier auch der Rat sich ganz schnell mit einer Stillberaterin zu verabreden. La Leche Liga wurde ja schon genannt, es gibt auch den AFS
http://www.afs-stillen.de/cms/cms/front_content.php?..
Diese Beraterinnen werden auf Stundenbasis bezahlt - ist im Vergleich dazu, was Euch die Prenahrung noch kosten würde ein klacks. (und kann unter Kosten der Geburt als sonderausgabe von der Steuer abgesetzt werden)
Der Magen-Darm-Trakt von Neugeborenen paßt sich erst nach und nach an andere Nahrung als Muttermilch an. Obwohl Pre-Nahrung der Milch „nachgebaut“ wurde, ist es eben nicht dasselbe.
Das die Milch nicht reicht, ist ein leider weitverbreitetes Ammenmärchen. Mitunter verkürzen sich die Trinkzyklen, da das Kind eine Wachstumsschub hat, dann legt man öfter an und somit produziert der Körper der Mutter mehr Milch. Wichtig ist daher IMMMER ein Stillen nach Bedarf. Das kann mitunter auch alle Stunde der Fall sein. Das Baby ist keine Maschine und somit variieren die Stillabstände je nach Tagesform.
was hilft noch:
- Fliegergriff (Bauchmassage)oder Tragen des Babies im Tuch ist angenehmer und läßt den Eltern die Hände frei. Die Bewegungen massieren den Bauch, das Kind ist nahe der Eltern, vertraute Gerüche und Wärme beruigen
- Kind bäuchlings auf Wärmflasche legen. ACHTUNG: Verbrennungsgefahr, die Flasche darf nicht zu heiß sein!!!
- Kümmelzäpfchen
- Babymassage
Alles Gute
FS
Hallo,
ich schließe mich den anderen an. Wenn du noch stillst, versuche das Zufüttern wieder einzustellen, also das Baby zum Stillen anlegen, anlegen, anlegen. Durch gehäuftes Anlegen und Saugen des Kindes wird die Milchproduktion in der Brust stimuliert und erhöht sich normalerweise wieder. Nach 4 Wochen ist der erste übliche Wachstumsschub bei Babys, der für 1-2 Tage zu häufigerem Hunger - und damit häufigeren Stillen - führt und dann das Milchangebot anpasst. Diese Wachstumsschübe kommen in mehreren Intervallen und sollten mit viel Geduld und Ruhe behandelt werden.
Alles Gute Beatrix
Hallo, danke für die ausführliche Antwort. Stillen ist leider nicht mehr, da meine Frau nur noch 10 ml Milch in 4 Stunden hatte. War wahrscheinlich auch daraus resultierend, daß sie abpumpen musste. Natürliches stillen hat unser Kleiner nicht gemocht.
Viele Grüße
Hallo, es gab mal eine Phase, die mit Aptamil, da hat er im Schnitt 20 STunden verteilt auf den Tag geschrieben und 4 Stunden vor Erschöpfung geschlafen. Jetzt ist so ne Kolikzeit alle ca. 12 STunden mit einer Dauer von ca. 5 Stunden. Wobei auch da noch zwischendurch SChreiphasen sein können, jedoch nicht so häufig.
Danke für die Hilfe
Hallo Heikmann,
habt ihr mit Eurem Kinderarzt abgeklärt, ob es irgendwelche körperlichen Ursachen gibt?
20 Std. Schreien erscheint mir fast nicht glaubhaft. Ich will Dich gar nicht als Lügner hinstellen, es wär auf jeden Fall ungewöhnlich viel. Ferndiagnose ist immer schwierig, aber wieso schiebt ihr seine Unmutsäußerungen auf Koliken? Es gibt sognenannte 24 Std.-Babies, die immens viel Körperkontakt auf Aufmerksamkeit einfordern. Wie geht ihr ansonsten mit dem Kind um?
Evtl. solltet ihr eine Schreiambulanz aufsuchen?
Alles Gute
FS
Sowas liest man immer wieder und es ist so traurig, weil es mit ein wenig Unterstützung durch Stillberaterinnen vermeidbar ist.
Pumpen ist nie dasselbe wie das saugen eines kindes. Wahrscheinlich war es nur ein Anlegeproblem.
Ich will Euch gar kein schlechtes Gewissen machen. Ist eher so eine allgemeine Lamenterei, dass in den Kranbkenhäusern so wenig Zeit für den Aufbau von stillbeziehungen ist und die frauen mit dem Problem allein gelassen werden. Im Prinzip müßte jede Frau ne Stillberatung auf Krankenschein kriegen.
FS
Mir ist da noch was eingefallen, schluckt er evtl. zuviel Luft mit der Flasche? Ich würde trotzdem mal mit der La Leche liga reden, das sind ja die Expertinnen und die helfen auch Flaschenkindern.
Meiner Meinung nach ist es völlig egal, wie viel ml oder l oder cl oder so sie noch hat … Versucht es einfach!!! Die Brüste sind Wunderwerke!
) Einfach darauf vertrauen, es müßte gehen!!!
Hi,
Im Prinzip
müßte jede Frau ne Stillberatung auf Krankenschein kriegen.
Stillberatung gehört zur Arbeit von Hebammen, die ohnehin bis acht Wochen nach der Entbindung noch ins Haus kommen - und das wird von der Krankenkasse gezahlt. Weiß nur leider nicht jeder. Außerdem bieten viele Hebammenpraxen Stillcafes an, in denen man sich kostenlos treffen und austauschen kann (immer inkl. einer Stillberaterin vor Ort).
Ich möchte mich übrigens anschließen - egal wie viel Milch die Mutter noch hat: Kind anlegen anlegen anlegen. Der wird schon trinken, wenn man sich selber keinen Stress macht. Und es gibt immer noch die Chance, dass es wieder mehr wird.
Die langen Schreiphasen machen mich aber auch stutzig und ich fände eine Antwort auf die anderswo gestellte Frage interessant, wie sonst so mit dem Kind umgegangen wird.
Gruß
Cess
ganz ot
Das Problem ist aber, dass viele Hebammen vom Stillen und Stillproblemen keine Ahnung haben. Ich kenne in Berlin ne Handvoll mit der Zusatzausbildung. Die Hebamme darf aber stillberatung abrechnen. Eine wirkliche Stillberaterin ist dagegen nicht erechtigt dies als Kassenleistung anzubieten.
Ich hatte wirklich ne echt fitte Hebamme (sogar auf Hausgeburten spezialisiert), aber was da an Stilltipps kam war 70er Jahre tiefer Westen. Alle vier stunden anlegen, immer die seite wechseln, ruhig mal schreien lassen. Als ich nach 6 Wochen (auch noch wirklich die klassische Schubzeit) eine Stillkrise hatte - Kind nahm nicht nach Lehrbuch zu und ich war sehr verunsichert, kam der Rat dann mußt Du zufüttern. Ich stand tränenüberströmt in der Apotheke um PreNahrung zu kaufen und da hat sich eine Angestellte erbarmt und mit mir den AFS angerufen. Die Frau kam am Abend zu uns, hat sich 2 Std. Zeit genommen und siehe da nach zwei Tagen floß die Milch wieder in strömen und alles war prima.
Stillkrisen sind nicht ungewöhnlich, weiß ich nun auch. Ohne die Stillberaterin hätte es aber auch für uns eventuell ein Stillende gegeben. Mein Kind hat sich nun nach knapp zwei Jahren selbst abgestillt…
Stillfreundlich steht zwar mittlerweile fast über jedem Krankenhaus, die Realität macht es aber den Frauen schwer. Mein Kind hatte im so schnell die Glukose-Flasche im Mund und dabei hatte ich bereits mindestens vier schwestern informiert, dass ich das nicht möchte. (Kind mußte per Monitor überwacht werden, daher war ich nicht 100% an seiner seite) Ein Nuckel fand ebenso schnell seinen Weg in den Mund. Mich hat es in einer ruhigen Phase ins Krankenhaus verschlagen, wir waren 10 Frischentbundene, davon hatten 9 Anlaufprobleme beim Stillen. Die Schwestern hatten einfach keine Zeit um beruhigend und informierend zu wirken.
Für mich war immer klar, ich stille und ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich Probleme bekommen könnte. Deshalb hat mich das auch so unvorbereitet erwischt. Mir liegt das Thema einfach sehr am Herzen und wenn ich dann solche Geschichten lese, macht mich das traurig. Mit ein bißchen Zuspruch und Information würden mMn mehr Kinder länger gestillt werden.
FS