Erfahrungen mit Hörsturz und Therapie

Hallo,

hat jemand ERfahrungen mit dieser Infusionstherapie bei Hörsturz und die langfristigen Aussichten?

Mein Sohn hat in der Silvesternacht einen erlitten (Polenböller eines Freundes vor die Füße).
Jetzt bekommt er erstmal 5 Infusionen - dann Kontrolle, und ggf. weitere 5 Infusionen. Die Kosten von 100 bzw. 200 € zahlt die Kasse natürlich nicht.

Da mein Sohn seinen Gleichgewichtssinn beruflich dringend braucht und noch in der Ausbildung ist, machen wir uns natürlich Sorgen …

Danke für Tipps,

Maren

Hi, die Kassen zahlen das -wie so vieles- nicht mehr, weil der Erfolg nicht gewährleistet ist.
Sprich: bei manchen hilft´s, bei manchen nicht.
Schwindel deutet auf einen Innenohrschaden hin.
Wer ´hat das eigentlich festgestellt, HNO- oder Hausarzt?
MfG ramses90

Der HNO Arzt hat das festgestellt - durch verschiedene Tests.

Hi

Da bin ich skeptisch, die Infusionstherapie wird v.a. angeraten wenn z.B. Durchblutungsstörungen im Ohr vorliegen, wenn also Tebonin nicht mehr genug wirkt…

Ich habe aber auch bei meinem vorigen Ohrenarzt mitbekommen, dass er die Infusionen quasi jedem aufgeschwatzt hat.

Ich würde mir bei sowas wie einem geplatzen Böller am Ohr doch lieber ne Zweitmeinung holen.

lg
Kate

Hallo Maren,

bei derartigen Symptomen ist die Infusionstherapie mit
durchblutungsfördernden Mitteln oft in Kombination mit
Kortison Standard.
Meist bilden sich die Symptome auch nach einiger Zeit wieder
zurück aber schnelles Handeln ist angesagt.

Siehe zB auch:
http://www.qimeda.de/lexikon/krankheiten/akustisches…
http://symptomat.de/Akustisches_Trauma_%28Knalltraum…

Ich habe persönlich Erfahrungen mit einer Arte dieser
Infusionstherapien, damals mit Dusodril und Haes
(Hydroxyethylstärke) allerdings aufgrund eines Tinnitus ohne
erkennbare Ursache.
Er wurde dadurch leiser, aber komplett weg ist er nicht. Ich
muss aber dazusagen, dass ich erst spät realisiert hatte, dass
der Ton wirklich nicht von aussen kam.

Gruß
M.

Hallo!

Ich hatte vorletztes Jahr einen Hörsturz linksseitig - morgens aufgewacht, nichts mehr gehört. Bekam auch die Infusionen. Habe mein komplettes Hörvermögen zurück. Das Problem ist halt, dass einem niemand sagen kann, ob das auch zurückkommen würde, wenn man die Infusionen NICHT bekäme…
(Bei mir kam als „Gewissensgrund“ hinzu, dass ich noch stillte und dies über mehrere Tage nicht mehr konnte - das fällt bei deinem Sohn ja weg…)

Bleibt der Kostenaspekt. Meine Therapie wurde bezahlt (PKV). Ich weiß nicht, ob ich es ohne Kostenübernahme gemacht hätte. Wahrscheinlich schon…

Grüße!

Hallo sonne,

danke für die Antwort. Nun, die Kosten von 100 € für 5 x kann ich bezahlen und für meinen Sohn (bzw. allgemein die Kinder) ist einem nichts an Hilfe zu teuer. Allerdings würde ich schon alleine aus Gründen, dem Verursacher seine Verantwortung klar zu machen, das Geld von ihm wieder fordern (aber da läuft eine andere Sache dazu parallel).

Das Wichtigste ist, dass es hilft - denn wenn er Probleme im Job bekommen würde - wo er endlich seinen Wunschberuf gefunden hat - das wäre wirklich schlimm.

LG Maren