Tach!
bin am überlegen mir im Münchner Süden eine Wohnung als
Kapitalanlage zu kaufen.
Wenn man sich in Immobilienscout die Wertentwicklung anschaut,
dann kann man sehen, dass es hier zwischen 2008 und 2010
teilweise einen Wertzuwachs über 40% gab.
Es gab häöchstens eine Zuwachs der Angebotspreise im Web von 40%.
Was dann wirklich erzielt wird/wurde, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Münchens Süden stagniert, ich habe 13 Jahre Harlaching-Erfahrung. In 10 Jahren hat man bei tip-top gepflegten Wohnungen mit sehr viel Glück 5-10% „Plus“ machen können.
http://news.immobilienscout24.de/aktuelle-marktdaten…
Der momentane qm preis liegt bei 3100 - 3700€ und ich kann mir
aber nicht vorstellen das es hier weiterhin eine so positive
Wertentwicklung nach oben geben kann.
So ist es.
Die Preise in München werden langfristig auf dem aktuellen, hohen Niveau stagnieren.
Der eine holt mal 5-8% heraus, andere verlieren 3%.
40% in 2 Jahren gab, gibt und wird es in München nicht geben.
Andererseits habe ich Angst vor Inflation und vor einen stetig
sinkenden Euro.
…weshalb eine Immobilie als Anlageform durchaus vernünftig sein kann.
Gibt es hier Mitglieder die über ihre positiven aber auch
negativen Erfahrungen im Bezug auf den Erwerb einer Immobilien
berichten können?
Positiv:
- Sachwert, nicht so stark abhängig von Währungsschwankungen
- In guten lagen (wie M Süd) stabile Renditen von 2-5% möglich.
Negativ:
- nicht volatil, d.h. die Bude flüssig zu machen kann dauern.
- Gefahr von Mietausfällen durch restriktive deutsche Mieterschutz-Gesetzgebung.
Welche Tipps könnt Ihr dazu geben ?
Nur top-of-the line und 3 Zimmer oder größer kaufen.
Schrottwohnungen kosten viel Geld für Renovierungen und ziehen eine wenig solvente Klientel an. Ferner droht die Insolvenz anderer Eigentümer und man bleibt ggf. auf teuren, sofort fälligen repraturen 8wie z.B. Dach) alleine sitzen.
Kleine Wohnungen werden von Singles bewohnt und man hat häufige Mieterwechsel.
Daher lohnt es sich in meinen Augen als Privatmann, 3-4 Zimmer zu kaufen und an solvente Familien zu vermieten.
Allerdings hatte ich in meinen Wohnungen auch schon Ärger mit vordergründig solventen Mietern und die schlimmsten „Möchtegerns“ als Interessenten.
Will man vermieten, muss die Finanzierung auf sicheren Beinen stehen und auch mal 6 Monate Mietausfall verkraften. Rechne solche Ausfälle durch Mieterwechsel / MIetnomaden in Deine Renditeberechnung mit ein. Ich würde bei 20 Jahren Finanzierung 2 Jahre Leerstand rechnen.
In D ist man als Vermieter von vorne herein unter Verdacht, zu viel Geld zu haben, vor Gericht sieht man oft erstaunlich alt aus, also vorsicht…
Ich habe das Vermieten aufgegeben und anderweitig investiert.
In Deutschland lohnt sich für mich persönlich(!) der Zeitaufwand angesichts der Rendite nicht.
Gruß,
M.