Das Folgende ist weniger als Frage denn als Erfahrungsbericht gemeint. Verbesserungsvorschlaege sind natuerlich sehr willkommen.
Ich bin ca. 2 Meter gross, und mein „Wunschgewicht“ liegt bei 95 kg. Vor drei Monaten hatte ich mein Rekordgewicht von 113 kg erreicht und beschloss, innerhalb eines Jahres auf 95 kg runter zu kommen.
Mittlerweile, also nach 3 Monaten, bin ich bei 105 kg angelangt. Geschafft habe ich das durch folgende Massnahmen:
Im ersten Monat Kalorien gezaehlt anhand einer Kalorientabelle, um besser einschaetzen zu koennen, was ich eigentlich taeglich so zu mir nehme.
Kantinenessen gestrichen. Mittags esse ich ein Sandwich, eine Erbsensuppe oder sonst was Kleines.
Fruehstueck eingefuehrt. Frueher habe ich morgens nie was gegessen und hatte dann mittags einen Baerenhunger. Das hat sich geaendert.
Auto stehen lassen. Kurze Fahrten in der Stadt und zur Arbeit (ca. 7 km einfache Strecke) mache ich nur noch mit dem Fahrrad. Mittlerweile, nach einer gewissen Gewoehungsphase, habe ich ueberhaupt keine Lust mehr, ins Auto zu steigen und mich durch den Berufsverkehr zu quaelen.
Teller nicht unbedingt leer essen. Wenn ich satt bin, hoere ich einfach auf und schmeisse den Rest ungeniert weg.
Taeglich auf die Waage. So kann ich unerwuenschten Ausschlaegen gleich gegensteuern.
Selbstverstaendlich gibt es Ausrutscher (Festessen etc.). Ich versuche deshalb, mich jetzt bei 105 kg zu stabilisieren, d.h. meine Gewohnheiten so zu festigen, dass ich nie wieder ueber diese Grenze komme. Nach Weihnachten beginnt dann die naechste Phase, in der ich in etwa 6 Monaten von 105 auf 95 kg runter will. Mein Plan ist, zusaetzlich zu den bisherigen Massnahmen den Alkoholkonsum einzuschraenken und das Abendessen etwas abzuspecken (d.h. keine fetten Desserts mehr und eher mageres Fleisch statt Schweineruecken). Wenn ihr mir dazu noch ein paar Tips habt, waere ich sehr dankbar. Sollten aber nur Massnahmen sein, die sich auch langfristig einhalten lassen.
Du hast gar nicht geschrieben was und wieviel du trinkst. Hast
du Lust dazu auch noch kurz was zu schreiben?
Hallo Samira,
Falls du den Alkohol meinst: im Moment noch sehr regelmaessig, etwa 1 bis 2 Glaeser Wein am Tag. Deshalb der Vorsatz, in der naechsten Phase den Konsum zurueckzuschrauben. Der Kaloriengehalt von Wein ist zwar nicht so dramatisch, aber immerhin: „Kleinvieh macht auch Mist.“
Ansonsten trinke ich praktisch ausschliesslich Leitungswasser nach Durst, also nicht bewusst viel. Schaetze, das werden ca. 2 Liter am Tag sein. Gelegentlich, wenn ich grossen Durst habe, bereite ich das Wasser „isotonisch“ auf, d.h. ich mische ein bisschen Kochsalz bei. Ich trinke keinerlei Saefte oder Softdrinks.
Morgens trinke ich meist 3 Tassen Espresso gezuckert.
Bei der Milch (zum Muesli) bin ich auf halbvolle Milch umgestiegen. Am Anfang hat mir das etwas duenn geschmeckt. Mittlerweile habe ich mich dran gewoehnt und finde normale Milch fast schon zu fett im Geschmack.
Was das Essen angeht, habe ich noch was vergessen: Da mir die Zubereitung von Gemuese/Salat immer zu aufwendig war, kaufe ich jetzt oefter mal fertig geschnittenes Gemuese (auch Tiefkuehl), das ich einfach nur in die Pfanne werfen muss, oder geputzten und gewaschenen Feldsalat - Vinaigrette drauf und fertig.
Fuehle mich sehr gut. Natuerlich muss ich mich manchmal beherrschen, um nicht zu sehr ueber die Straenge zu schlagen. Dafuer kneift der Guertel nicht mehr so, ich sehe besser aus und fuehle mich - vor allem durch das Radfahren - entspannt und ausgeglichen.
Fuer mich persoenlich ist es entscheidend, nur solche Massnahmen zu ergreifen, die langfristig und auf Dauer umsetzbar sind und ich mich nicht eingeschraenkt fuehle.