Erfahrungsbericht mit Energiesparlampen und Fernbe

Hallo,
ich habe eine kuriose Feststellung gemacht:
Viele Energiesparlampen gleichzeitig können die Fernbedienung Stören!

Alles begann so:
Mein Vater hat kurz vor Weihnachten seine Satelitenanlage von mir auf Digital umgerüstet bekommen.
Die bestehende analoge Anlage wollte er so lange wie möglich behalten (never change a running system), aber mit der Umstellung war es eben nötig und ich hatte auch glein noch ein passendes Geschenk :wink:.
Dazu hat er sich dann auch gleich noch einen neune Fernseher gegönnt.
Soweit so gut.
Die Anlage wurde ein paar Tage später montiert und funktionierte Problemlos, doch am nächsten Tag rief er mich an und sagte, dass die Fernbedienung des Recievers Blödsinn macht und wenn er ein Programm umschaltet läuft der Reciever alle Programme durch.
Naja – Skymaster eben.
Kein Problem, gleich einen Reciever (Hirschmann) mit HDMI und USB und und und hingebaut.
Alles Problemlos funktioniert.
Ein paar Tage drauf, ein Anruf – gleiches Problem.
Ich bin dann am Freitag Nachmittag hingefahren, hab es ausprobiert – keine Probleme.
Samstag Morgen kam ein Anruf – geht nicht.
Reciever getauscht – geht wunderbar.
Sonntag morgen – Anruf geht nicht, Einladung zum Mittagessen.
Sonntag Mittag – keine Probleme, Fernseher und Reciever bis 16 Uhr laufen lassen, keine Probleme. Kaffe getrunken verabschiedet aber dann noch mal probiert und siehe da: Das Gerät spinnt.
Ein bisschen rumprobiert, da fällt mein Blick auf die Wohnzimmerlampe. – Ein Kristallleuchter mit 9 oder 10 Lampen, natürlich alles Energiesparlampen wegen der Umwelt und so. Ich meint nur: Schalt mal das Licht aus – und siehe da, alles funktionierte.
Es hat sich rausgestellt, dass die vielen Energiesparlampen so viel Infrarot-Störstrahlung abgaben, dass die Fernbedienung nicht mehr richtig funktionierte. Mit der Hälfte der Lampen ging es noch, nur eben nicht mit der vollen Anzahl.
Da die Störung natürlich nur Abends und Nachts auftraten, weil da das Licht eingeschaltet war und ich natürlich nur immer tagsüber probierte hat sich die Aktion bis Anfang Februar hingezogen.
Falls jemand ein ähnliches Problem hat, sollte er doch vorher mal das Licht ausschalten.

Viele Grüße
Uli

Hallo,

ich habe eine kuriose Feststellung gemacht:
Viele Energiesparlampen gleichzeitig können die
Fernbedienung Stören!

Man kann es noch verallgemeinern.
Helles Licht kann die IR-Fernbedienung stören.

Ansonsten ist auch noch möglich, dass Geräte mit
rel. starken elektromagnetischer Störabstrahlung
auch alles mögliche stören können.

Wohnzimmerlampe. – Ein Kristallleuchter mit 9 oder 10
Lampen, natürlich alles Energiesparlampen

alles funktionierte. Es hat sich rausgestellt, dass die
vielen Energiesparlampen so viel Infrarotstörstrahlung
abgaben, dass die Fernbedienung nicht mehr richtig
funktionierte.

Dieser Hypothese kann ich persönlich wenig abgewinnen.
Da wäre Glühlampen die deutlich stärkeren IR-Strahler.
LED und ESL haben einen eher schwach ausgeprägtes IR-Anteil.

Es kann aber sein, dass

  1. die Helligkeit an sich zu hoch war oder dass
  2. die ESL flackern (außerhalb der wahrnehmbaren Frequenz)
  3. die ESL zu starke elektromagnetische Störungen abgeben.

Im ersten Fall wird der Empfänger einfach übersteuert.
Dagegen sollte eigentlich der IR-Filter schützen, aber
wie wirksam dieser ist, wissen wir nicht.
Das bekommt man raus, in dem man den Empfänger abschattet.
Die 2) Ursache sollte auch durch Abschatten behoben werden.

Falls Ursache 3) in Frage kommt, wird Abschatten nicht helfen.
Dann sollte man statt dem billigen Chinaschrott ordentliche
ESL kaufen, wo die CE-Kennzeichnung nicht nur erfunden ist.

Falls jemand ein ähnliches Problem hat, sollte er doch vorher
mal das Licht ausschalten.

Dass Lampen eine optische Fernbedienung stören können,
ist nicht wirklich neu, obwohl es selten vorkommt.
Die Technik ist an sich gut ausgereift.
Aber bei IR-Fernbedienungen sind die Unterschiede in Bezug
auf Empfindlichkeit, Reichweite und Störempfindlichkeit
sowieso sehr groß.
Was nun tatsächlich die Ursache war, ist vorläufig offen.
Gruß Uwi

IR-Strahlung von ESL
Hallo Uli,

das Farbspektrum der Kompakleuchtstofflampen ist in bestimmten Wellenlängen besonders stark ausgeprägt. Das wird wohl die schwache IR-LED der Fernbedienung überlagern.

Mit LED-Lampen habe ich sehr gute Erfahrungen bezüglich Nutzbarkeit von Fernbedienungen gemacht. Die haben im Gegensatz zu ESL ein kontinuierliches Farbspektrum, bessere Farbwiedergabewerte und weder UV- noch IR-Strahlung.

Warum Kompaktleuchtstofflampen als Umweltfreundlich deklariert werden, frage ich misch schon lange. Die sind genau so ökologisch wie Kernkraftwerke, die Endprodukte landen in beiden Fällen in stillgelegten Salzstöcken.

Gruß
angerdan

Stammtischgeschwätz?
Hallo Uli,

das Farbspektrum der Kompakleuchtstofflampen ist in bestimmten
Wellenlängen besonders stark ausgeprägt. Das wird wohl die
schwache IR-LED der Fernbedienung überlagern.

Das ist eine pseudowissenschaftliche Erklärung, die im Prinzip
nur eines aussagt: „Nix genaues Weiß ich nicht, da kann ich
auch irgend eine Humbug zur Wissenschaft machen“.

Mit LED-Lampen habe ich sehr gute Erfahrungen bezüglich
Nutzbarkeit von Fernbedienungen gemacht. Die haben im
Gegensatz zu ESL ein kontinuierliches Farbspektrum, bessere
Farbwiedergabewerte und weder UV- noch IR-Strahlung.

Und ich habe gute Erfahrungen mit Glühlampen und ESL
bezüglich Nutzbarkeit von Fernbedienungen gemacht.
Überhaupt, können wohl 99,9% der Leute sagen, dass sie
völlig unabhängig von der Beleuchtung schon mal gute
Erfahrungen mit der Nutzbarkeit von Fernbedienungen
gemacht haben. Na so was?
Was bringt und das, außer genau die Methode nutzen,
welche Esoteriker dann als die Wahrheit deklarieren?

Warum Kompaktleuchtstofflampen als Umweltfreundlich deklariert
werden, frage ich misch schon lange. Die sind genau so
ökologisch wie Kernkraftwerke, die Endprodukte landen in
beiden Fällen in stillgelegten Salzstöcken.

Dein Vergleich von ESL mit Atomkraftwerken ist einfach nur
purer Stumpfsinn. So was argumentieren Leute, um unbekannte
Zusammenhänge auf Stammtischniveau zu bringen und damit
ihre Antipathie gegen irgend welche Massnahmen, die sie eh
nie verstehen werden zu begründen.

Das Schlechtmachen der ESL ist insofern völlig sinnfrei, als
das Gasentladungslampen mit Quecksilber schon seit
Jahrzehnten üblich sind und in früheren Zeiten auch mit
weitaus höheren Quecksilbergehalt fabriziert wurden.
Diese wurde auch völlig enthemmt in die Tonne gekloppt,
wenn sie defekt waren. Nun gibt es extra Lampen mit einem
vergleichweise winzigen Quecksilberanteil, deren quailifizierte
Entsorgung auch noch organisiert ist, aber dem Stammtischschwätzer
fällt nix weiter ein, als den Schwachsinn aus der Eso-Ecke,
und Bild-Nichtzeitung nach zu plappern.

Wenn allerdings 50 Leuchtstoffröhren in einer Schulturnhalle
oder 20 Röhren im Klassenzimmer der Grundschule oder im der
KITA leuchten, ist das natürlich was anderes als im privaten
Wohnzimmer, wo sich er deutsche Michel gleich unendlich
gegängelt fühlt, nur weil eine Regierung nach 30 Jahren Reden
über Energieeinsparen sich dann irgend wann dazu durchringt,
Nägel mit Köpfen zu machen.

Natürlich ist es keine optimal Lösung, aber dass für die
5 mal höhere Strombilanz der Glühlampe in der Lausitz ganze
Landstriche umgebuddelt werden müssen und dabei auch ganz
nebenbei paar Tonnen mehr Quecksilber mit durch den Schornstein
in die Umwelt geblasen werden, wird den braven Bürger weiter weg
natürlich wenig berühren. Dem gilt nämlich nur ein Grundsatz:
"Wasch mich, aber mach mich nicht nass!"
Gruß Uwi

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Oberflächliche Sichtweisen
Hallo Uli,

das Farbspektrum der Kompakleuchtstofflampen ist in bestimmten
Wellenlängen besonders stark ausgeprägt. Das wird wohl die
schwache IR-LED der Fernbedienung überlagern.

Das ist eine pseudowissenschaftliche Erklärung, die im Prinzip
nur eines aussagt: „Nix genaues Weiß ich nicht, da kann ich
auch irgend eine Humbug zur Wissenschaft machen“.

Schau dir die Spektralmessungen diverser ESL an, wenn du es nicht glaubst.
Da es auch bei ESL unterschiede gibt, lässt sich das nicht verallgemeinern, aber die Tendenz ist da.
Auch der Lichtstom heller Lampen kann den IR-Anteil der Fernbediungung überdecken.

Mit LED-Lampen habe ich sehr gute Erfahrungen bezüglich
Nutzbarkeit von Fernbedienungen gemacht. Die haben im
Gegensatz zu ESL ein kontinuierliches Farbspektrum, bessere
Farbwiedergabewerte und weder UV- noch IR-Strahlung.

Und ich habe gute Erfahrungen mit Glühlampen und ESL
bezüglich Nutzbarkeit von Fernbedienungen gemacht.
Überhaupt, können wohl 99,9% der Leute sagen, dass sie
völlig unabhängig von der Beleuchtung schon mal gute
Erfahrungen mit der Nutzbarkeit von Fernbedienungen
gemacht haben. Na so was?
Was bringt und das, außer genau die Methode nutzen,
welche Esoteriker dann als die Wahrheit deklarieren?

Entgegen deiner Erfahrungen habe ich bei Glühlampen über 100W eine deutlich verringerte Reichweite der Fernbedienung festgestellt.

Warum Kompaktleuchtstofflampen als Umweltfreundlich deklariert
werden, frage ich misch schon lange. Die sind genau so
ökologisch wie Kernkraftwerke, die Endprodukte landen in
beiden Fällen in stillgelegten Salzstöcken.

Dein Vergleich von ESL mit Atomkraftwerken ist einfach nur
purer Stumpfsinn. So was argumentieren Leute, um unbekannte
Zusammenhänge auf Stammtischniveau zu bringen und damit
ihre Antipathie gegen irgend welche Massnahmen, die sie eh
nie verstehen werden zu begründen.

Andere ohne genaue Hintergrundkenntnisse zu kritisieren, ist oberflächlich und geht genau dahin, wo die Stammtische schon sind.
Egal ist es trotzdem, denn am Ende kommt der Staat eh für die Kosten der Entsorgung auf (Nicht der Stammtischler, sondern von Sondermüll).
Unbekannt sind Informationen aus den Nachrichten wohl nur für die, welche sich nicht über das aktuelle Zeitgeschehen umfassend informieren.

Das Schlechtmachen der ESL ist insofern völlig sinnfrei, als
das Gasentladungslampen mit Quecksilber schon seit
Jahrzehnten üblich sind und in früheren Zeiten auch mit
weitaus höheren Quecksilbergehalt fabriziert wurden.
Diese wurde auch völlig enthemmt in die Tonne gekloppt,
wenn sie defekt waren. Nun gibt es extra Lampen mit einem
vergleichweise winzigen Quecksilberanteil, deren
quailifizierte
Entsorgung auch noch organisiert ist, aber dem
Stammtischschwätzer
fällt nix weiter ein, als den Schwachsinn aus der Eso-Ecke,
und Bild-Nichtzeitung nach zu plappern.

Die gleiche Argumentation lässt sich auf KKwerke anwenden. Dadurch ändert sich nichts an der Tatsache, dass die Fehler von damals den Steuerzahler teuer zu stehen kommen werden.
Und die Organisierte Entsorgung sagt nichts über deren Rücklaufquote aus. Denn die ist je nach Quelle sehr bescheiden bis verbessungswürdig.

Wen es interessiert, die Informationen stammen aus dem Nachrichtenmagazin Spiegel.

Wenn allerdings 50 Leuchtstoffröhren in einer Schulturnhalle
oder 20 Röhren im Klassenzimmer der Grundschule oder im der
KITA leuchten, ist das natürlich was anderes als im privaten
Wohnzimmer, wo sich er deutsche Michel gleich unendlich
gegängelt fühlt, nur weil eine Regierung nach 30 Jahren Reden
über Energieeinsparen sich dann irgend wann dazu durchringt,
Nägel mit Köpfen zu machen.

Das ist richtig, die Lebensdauer von Leuchtstoffröhren ist aber auch deutlich höher als von Kompaktleuchtstofflampen.
Im gewerblichen Bereich klappt die Entsorgung des Sondermülls ja sehr gut, gegen Leuchtstoffröhren ist da kaum etwas zu sagen.

Natürlich ist es keine optimal Lösung, aber dass für die
5 mal höhere Strombilanz der Glühlampe in der Lausitz ganze
Landstriche umgebuddelt werden müssen und dabei auch ganz
nebenbei paar Tonnen mehr Quecksilber mit durch den
Schornstein
in die Umwelt geblasen werden, wird den braven Bürger weiter
weg
natürlich wenig berühren. Dem gilt nämlich nur ein Grundsatz:
"Wasch mich, aber mach mich nicht nass!"

So ist es.

Gruß
angerdan