Erfindung, wie vorgehen?

Hallo,
ich habe eine Erfindung gemacht, ernsthaft. Sektor Freizeit- und Leistungssport. Großes Potential.
Wie gehe ich jetzt am besten vor?
Selbst weltweite Patente anmelden? Oder besser gleich an Firmen wenden, die interessiert sein könnten?
Ich höre oft, dass Erfinder total über den Tisch gezogen werden und bin deshalb ein bißchen verunsichert.
Danke im voraus für Tipps
Heinz

Hi Heinz,
bin selber Erfinder,neudeutsch Innovator,und
kann Deine Verunsicherung verstehen. Zunächst mußt Du Deine Erfindung
patentamtlich registrieren lassen,weil nach
jedem Gespräch ohne amtliche Registrierung
niemand beweisen kann,in welche Richtung das
Know-How geflossen ist.
Als nächsten Schritt mußt Du Dir Freunde und
Partner(auf Gegenseitigkeit)beschaffen,die
Dich zu Vermarktungsgesprächen begleiten,am
besten soviele,wie Dir am Tisch der Firma gegenübersitzen.Das ist meist der Chef,der
zuständige Ingenieur,der kaufmännische Lei-
ter,ein Meister aus dem Betrieb usw.Also mit
4 Personen kannst Du immer rechnen,wobei die herangezogenen Mitarbeiter immer im Rechtfertigungszwange stehen,warum sie (bei
ihrer Gehaltslage und Auftragstellung)nicht
diese Innovation hervorgebracht haben,die
jetzt ein fremder Erfinder für teures Geld anbietet.
Altruistische Einstellungen,daß ein aufge-
klärter Chef den Wert einer Erfindung hono-
riert,sind sehr selten.Der Markt ist hart,
die letzte Kreativität und Innovationskraft
vieler Firmen wird noch gegen die Rechte,
sprich angemessene Vergütung,des Erfinders
eingesetzt.
Weltweite Schutzrechte können sich nur fi-
nanzstarke Unternehmen leisten,die Du dir
zum Partner suchen mußt.s.o.
Allein würde ich ein solches Vorhaben unter
"moderne Abenteuer"abbuchen.
Gern mehr über meine Adresse.
MFG Christian

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Hallo Heinz,

wichtig ist, daß Du Dir über die Herstellungskosten und Umsatzmöglichkeiten der Erfindung gedanken machst, da Du damit ein Gefühl dafür bekommen kannst, welche Beteiligung Du erhalten kannst. Evtl. jemanden fragen, der von den Fertigungsmöglichkeiten eine Ahnung hat, aber nicht aus der angesprochenen Branche kommt, da sonst nur abgeschaut wird.

Weiterhin solltest Du (wie bereits hier schon berichtet) mit verhandlungssicheren Leuten in das Gespräch gehen.

Nicht das erstbeste Angebot annehmen und vor allem mehrere Firmen ansprechen !

Viel Glück

Sven

Danke, Sven,

es werden eigentlich nur Sachen verwendet, die es bereits gibt, die Kombination und die Anwendung ist neu. Der Markt ist riesig, und wenn ich nur andeuten würde, um was es geht, würde mir bestimmt jemand zuvorkommen. Ich sehe halt das Problem, mit Firmen zu verhandeln, ohne ihnen zu sagen, was es gibt. :smile:

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Hi Christian, du bestärkts meine Bedenken. Aber ich will es diesemal durchziehen. Ich hab schon mal eine Erfindung gemacht, mangels Geld und Schlaffheit nicht weiterverfolgt, und heute sehe ich die Dinger überall.

Nach dem was ich so gehört habe, schützt mich auch ein Patent noch nicht davor, dass es ein Großunternehmen einfach rechtswidrig für sich fertigt, weil ich nicht die Mittel habe, dagegen anzugehen.

Na ja ich muss noch viel nachdenken…
Tschüs
Heinz

Hi Heinz,
bin selber Erfinder,neudeutsch
Innovator,und
kann Deine Verunsicherung verstehen.
Zunächst mußt Du Deine Erfindung
patentamtlich registrieren lassen,weil
nach
jedem Gespräch ohne amtliche
Registrierung
niemand beweisen kann,in welche Richtung
das
Know-How geflossen ist.
Als nächsten Schritt mußt Du Dir Freunde
und
Partner(auf
Gegenseitigkeit)beschaffen,die
Dich zu Vermarktungsgesprächen
begleiten,am
besten soviele,wie Dir am Tisch der Firma
gegenübersitzen.Das ist meist der
Chef,der
zuständige Ingenieur,der kaufmännische
Lei-
ter,ein Meister aus dem Betrieb usw.Also
mit
4 Personen kannst Du immer rechnen,wobei
die herangezogenen Mitarbeiter immer im
Rechtfertigungszwange stehen,warum sie
(bei
ihrer Gehaltslage und
Auftragstellung)nicht
diese Innovation hervorgebracht haben,die
jetzt ein fremder Erfinder für teures
Geld anbietet.
Altruistische Einstellungen,daß ein
aufge-
klärter Chef den Wert einer Erfindung
hono-
riert,sind sehr selten.Der Markt ist
hart,
die letzte Kreativität und
Innovationskraft
vieler Firmen wird noch gegen die Rechte,
sprich angemessene Vergütung,des
Erfinders
eingesetzt.
Weltweite Schutzrechte können sich nur
fi-
nanzstarke Unternehmen leisten,die Du dir
zum Partner suchen mußt.s.o.
Allein würde ich ein solches Vorhaben
unter
"moderne Abenteuer"abbuchen.
Gern mehr über meine Adresse.
MFG Christian

  1. gegenüber jedem Dritten, im Zweifel auch Ehepartner, den Schnabel halten, denn sonst ist die Erfindung keine Erfindung mehr!
  2. Lasse ich dich bei der IHK, dort werden manchmal alle zwei Monate, vielleicht auch weniger oft, sog. Erfindersprechtage abgehalten. Dort kannst (fast) offen reden.
  3. Anmelden beim Patentamt, aber bitte vorher genau recherieren (was ich selbst ganz gerne mache, weil ich gelegentlich mit dem Thema aus dem Familienkreis befaßt bin).
  4. Im Zweifel schalte einen Patentanwalt ein, denn der kennt die Schlichte besser als Du.

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Hallo Heinz,

hier stellt sich die Frage, ob es überhaupt möglich ist, einen Patentschutz zu erhalten, denn Du mußt nachweisen, daß es für diese Anwendung komplett neu ist.

Wenn es aber bereits alles schon gibt, dann kannst Du Dir die Komponenten zusammenkaufen und selbst montieren. Damit bleiben die Investitionen gering und damit bleibt der Vertrieb das einzig wahre Problem.

Gruß

Sven

Hallo Heinz

der erste Schritt sollte für dich der Weg zum Patentanwalt sein. Ein Erstgespräch ist dort oft kostenlos.

Der Anwalt kann dich beraten, in wiefern überhaupt Chancen auf ein Patent bestehen, oder ob für dich z.B. das sogenannte „Gebrauchstmuster“ in Frage kommt. Er kann dir auch sagen, welche Kosten auf dich zukommen, auch wenn z.B. eine Firma versucht deine Erfindung „illegal“ auszunutzen.

Gruss
Marion

1.) Schutzrecht anmelden (Überlegen, welches, Gebrauchsmuster, Patent)
2.) Überlegen, wer das Produkt zu welchem Preis kaufen kann
3.) Wie kann das Produkt verkauft werden,
such das gespräch mit Händlern, Marktin-
sidern …
4.) Stelle eine PROFESSIONELLE Präsentation
zusammen, nicht nur technisch, einschließlich Marketing, Zielgruppe,
Herstellkosten, Verkaufspreis, Weitere notwendige Entwicklungsaktivitäten, Prototyp, Stückzahlentwicklung etc
5.) Suche das Gespräch mit potentiellen Lizenznehmern / Herstellern, NOCH vor
3 - 6 Monate Ablauf der Prioritätsfrist
der Anmeldung
Zu bevorzugende Lizenznehmer:
Firmen mit guter Bonität
Firmen mit innovatiover Unternehmenskultur
Firmen mit Zugang zum Vertriebsweg!!!
Firmen mit wenig Gerichtsverfahren
(lokale Anwälte fragen)
6.) Vermeide vor Anmeldung bei Patentamt eine „Veröffentlichung“. veröffentlichung
ist es, wenn jedermann Zugang zur Infor-
mation haben könnte (zeitschriftenar-
tikel, Messebesuch, Kirchtag). Keine
Veröffentlichung ist eine Präsentation
bei einer Firma - Hier kann Hinz und
Kunz nicht hingehen.
7.) Erfolgswhrscheinlichkeit eines Lizenz-
vertrages: etwa 25 - 50 %
8.) Erfolgswahrscheinlichkeit, dass das
Produkt sich wirklich als verkäuflich durchsetzt: 25%
9.) Überlege vorab, ob der Aufwand wirklich
Sinn macht!

Streng die vorvertragliche Sorgfaltspflicht beachten!
Im LIZENZVERTRAG UND SCHRIFTVERKEHR KEINE ZUSAGEN MACHEN, ausser das, was Du wirklich genau weisst, schriftlich nachweisen kannst und gerichtsfest beweisen kannst. KEINE HAFTUNGEN / GARANTEIN übernehmen.
Immer im Auge behalten:
Wenn ein Projekt danebengegangen ist, ist es oft so, daß sich die Firmen auf Deine Kosten schadlos halten wollen!

Gruß

Harald, der Erfinder

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