Hallo Frosch,
hoffe du bist wieder auf Normaltemperatur 
Danke für deinen Beitrag, hat mir sehr gut gefallen, vor allem der Vergleich mit den Tabletten und dem Dosenöffner.
Ich bin mir sicher, dass sie das noch nicht verstanden hat. Die Tabletten sind das Allheilmittel, und wenn es mit einer Sorte nicht hinhaut muss eine andere probiert werden (mal krass ausgedrückt).
Ja, es ist schwierig sachlich mit ihr zu sprechen. Wenn es ihr nicht gut geht ist sie für fast gar nichts empfänglich, wenn sie einen guten Tag hat versucht sie das Ruder an sich zu reißen und über andere zu bestimmen wie es schon immer ihre Art war. In der letzten Zeit war es oft so dass auf ein Hoch am nächsten Tag gleich wieder ein Tief folgte z.B. hat sie mir am Tag ihrer Rückkehr auf den AB gesprochen (geflötet muss ich fast sagen) „Halloooo, ich bin wieder zu Hause“. Als ich sie am nächsten Tag zurückrief war alles furchtbar und schuld waren natürlich die Tabletten mit ihren Nebenwirkungen. Dass sie eher Angst vor dem daheim und allein sein hat streitet sie ab.
Gestern war ich bei ihr und nach ihrem Rundumschlag dieser Woche natürlich nicht unbedingt bester Laune. Ihr Kommentar dazu war „wegen EINEM Telefonat??“ (sie hatte mir das alles bei einem Anruf auf der Arbeit an den Kopf geknallt). Ich hätte versuchen sollen zu erklären was sie damit bei mir bewirkt hat aber ich hatte das Gefühl es macht keinen Sinn.
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es doch auch Probleme bei
einer ambulanten Therapie- die i.S. einer Psychotherapie im
Grunde nicht stattfand, sondern ebenfalls eine vorrangig
medikamentöse Therapie bei einer Psychiaterin…? *korrigier
mich, wenn ich falsch liege*
Nein, du liegst richtig. Zu dieser Psychiaterin will sie auch nicht mehr gehen. Letzte Woche war sie bei einem Psychotherapeuten, der ihr aber nicht sympatisch war und sich nur 10 Minuten mit ihr beschäftigt hat, hat wohl außer evtl. Nebenwirkungen der Medikamente nicht viel wissen wollen. Sie will sich einen anderen suchen und ich hoffe das geschieht bald. Ich hatte ihr geraten den Kassenärztlichen Dienst anzurufen, die ihr gezielt jemanden nennen können, sie ist aber lieber mit dem Finger übers Telefonbuch gefahren.
Was Du tun kannst, wenn Du etwas tun möchtest: Setze Dich mit der
ambulanten Ärztin in Verbindung
Das wird jetzt nicht mehr gehen wenn sie nicht mehr bei ihr in Behandlung ist, oder?
Hingefahren hatte ich sie hin und wieder. Länger als 15 Minuten war sie meistens nicht im Behandlungsraum, ich glaube dort ging es auch meistens um die Tabletten und ob sie irgendwelche Beschwerden damit hat.
Ich glaube sie weiß selbst nicht so recht was sie von einem Therapeuten erwartet. Einmal sagt sie „was soll ich denen denn noch sagen, die Vergangenheit ist rum, ich hab damit abgeschlossen“ ein andermal „ich bräuchte mal einen mit dem man nicht nur über die Tabletten spricht“.
Probier ein bißchen herum, was Dir liegt und wo(mit) Du Dich
wohlfühlst.
In meiner Nähe gibt es eine Angehörigengruppe, vielleicht schaue ich dort mal rein. Mit den Links werde ich mich auf jeden Fall beschäftigen, vielen Dank dafür und für deinen guten Beitrag.
Gruß
Miriam