Das Problem mit den Hypothesen…
Und zwar schreibe ich meine Diplomarbeit über die Erfolgskontrolle im Sponsoring.
Danach würde ich ganz gerne versuchen, den dadurch generierten „Erfolg“ des Sponsorships in monetäre Größen umzurechnen, um den ROI zu errechnen.
Den ROI kann man nur ernsthaft berechnen, wenn der Prozess vollständig gemappt ist. Und da es zwischen „Sponsoring eines Ereignisses / einer Rolle / einer Aktivität“ und „Einnahmen“ eine dicke Blackbox gibt, hast Du schon das erste Problem an der Backe, dass der größte Teil Deines Prozesses nicht mapbar ist.
Abgesehen davon, dass Du dadurch die Pfade nicht bestimmen kannst, bist Du jetzt auf die Identifikation signifikanter Faktoren und Elimination von Störgrößen in Deinem Modell angewiesen.
Praktisch heißt das: Du mußt jeden möglicherweise relevanten Faktor im Modell identifizieren, und seien es unliebsame Medienberichte, und deren Einfluß auf das Ergebnis quantifizieren.
Du stellst erst einmal die Nullhypothese („Faktor hat keinen Einfluß“) auf und versuchst dann, diese Hypothese durch statistische Aussagen zur Alternativhypothese („Faktor ist signifikant“)
Dazu musst Du eine hinreichend große Stichprobengröße wählen, wobei die Größe Selbiger sowohl vom vermuteten Einfluss auf das Modell als auch von der demographischen Verteilung in Bezug auf die Einflussfaktoren abhängt.
Gut wäre es dann noch, wenn Du Referenzdaten zur Verfügung hättest, was konkret nichts Anderes als Langzeituntersuchungen vor, während der Initialphase und nach Inkrafttreten des Sponsorings durchführst.
Meine Frage jetzt an euch ist, ob irgendjemand eine Idee hat, wie man das praktisch umsetzten könnte.
Ja, indem Du etwa 20,000 Leute über einen Zeitraum von 3 Jahren hinweg regelmäßig befragst in Bezug auf Sponsorings, welche 1-2 Jahre nach Beginn der Befragungen initiiert werden.
Meinung der meisten Professoren und Lehrstuhlmitarbeiter: „Unmöglich“.
Da schließe ich mich jetzt einfach mal halblaienhaft an… ich behaupte, möglich ist es kostet aber nur extrem viel Manpower und Geld.
Es sei denn, Du stellst einfach eine Hypothese auf und zeigst, dass Du das Gegenteil nicht beweisen kannst 
Gruß,
Michael