Hi,
was gestern am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt geschah, kann ich gar nicht fassen. Ich schreibe jetzt einfach mal drauf los.
Ansich habe ich mit dem Thema Schule nichts (mehr) zu tun. Dennoch…
Eine meiner häufiger getätigten Aussagen ist seit einigen Jahren, dass wir für so ziemlich alles eine Ausbildung benötigen, nur das Elternsein wird einem scheinbar in die Wiege gelegt? Nur was tun, wenn man nicht die richtigen Vorbilder hatte um Elternsein lernen zu können? Monika Hohlmeier, Staatsministerin für Unterricht und Kultus, spricht von einem „Eltern-Führerschein“.
Was jedenfalls nicht weiterhilft, sind Eltern die ihre Verantwortung, möglicherweise aus einem Gefühl von Überforderung und Ohnmacht, an Lehrer abgeben wollen. Auch helfen Lehrer nicht weiter, die „Problem-Schüler“ mit Strafen still halten (wollen), weil sie einen Lehrplan zu erfüllen haben. Der Ärger, Frust, die Aggression bahnt sich ihren Weg nach draußen.
Die Gewaltbereitschaft steigt eindeutig. Ich hoffe, wir müssen nicht erst darauf warten, bis sie an der Tagesordnung ist?
Es geht hier nicht nur um die Kinder, um in gewisser Weise unser aller Nachkommen. Was werden sie mal über uns entscheiden, wenn sie in Machtpositionen sind? Teils ängstigt mich das.
Was wenn jemand dieser „gewaltbereiten“ Schüler die Schule noch „unauffällig“ hinter sich bringt, und dann mal in der Öffentlichkeit ausrastet und Menschen tötet, weil gerade z.B. die 5. Bewerbung nicht geklappt hat und er keine Frustrationstoleranz (gelernt) hat? Die Gewalt muß nicht in der Schule bleiben. Es ist Hilfe für Schulen und für Eltern angesagt.
Fakt ist, dass wenn auch jeder seine Anlagen mit in diese Welt bringt, niemand kommt gewaltbereit oder gar gewalttätig zur Welt. Ergo, es ist an uns allen, dafür Sorge zu tragen, dass Menschen ihre Aggressionen in einem angemessenen Rahmen zum Ausdruck bringen können,und Konflikte lösen lernen.
Gewalt geht zweifelsohne nicht( nur) von Schülern aus, bzw. an Schulen und in im sozialen Umfeld, wird das ausagiert, was zu Hause nicht angemessen gelernt worden ist. Damit mag ich keine Schuld den Eltern zuweisen. Wir Alle sind verantwortlich!!!
Ich habe größtenteils andere Prioritäten, doch ich biete an, einen Domainnamen (freie Wahl) und Webspace zu spenden, wenn jemand sich hier bereit erklärt, ein Forum für Schüler-Eltern-Lehrer zu betreuen. Meine Idee ist, Schüler, Eltern, Lehrer können dort ihren Frust und Ärger ausdrücken. Wünschenswert wäre es, sich gegenseitig zu unterstützen und Hilfestellungen zu geben. Möglicherweise hilft dies mit, schneller Sozialarbeiter, Psychologen, Supervisoren an die Schulen zu bekommen. Natürlich sollte es sich hier um a, qualifizierte Profis handeln und b, sollten auch mehrere Fachkräfte zur Verfügung stehen. Es ist auch eine Typfrage, zu wem man Vertrauen entwickeln kann.
Möglicherweise erklären sich Schulen, Lehrer, Eltern bereit, psychologisch geschultes Personal zur Konfliktbewältigung aus eigener Tasche bzw. durch Spenden zu fianzieren? Und möglicherweise übernehmen auch die Länder bzw. der Staat diese Kosten?
Nach der Pisa-Studie, bei der die Deutschen so schlecht abgeschnitten haben, wurden die Stimmen nach Gesamtschulen laut. Deutschland sei eines der wenigen Länder, in denen es noch keine Gesamtschule gäbe. Sicherlich gibt es zumeist viele Aspekte für oder gegen etwas. Doch mir scheint hinter diesem Wunsch nach einer Gesamtschule, steckt auch teils das Bedürfnis die Schüler ein Stück wegzusperren.
Auch Waffenkontrollen bringen keine wirkliche Lösung. Siehe Amerika. Die Gewalt bahnt sich so oder so ihren Weg, wenn kein angemessenes Ventil dafür gegeben ist. Die Verantwortung dürfen wir nicht auf Eltern, auf Pädagogen, Psychologen, Ärzte, einfach auf andere schieben. Ein Stück weit haben wir alle Verantwortung für die Welt in der wir leben!!!
Es geht doch gar nicht darum, Kindern oder Jugendlichen mehr Lehrstoff in Gesamtschulen zu verpassen. Es steht für mich in keinem Verhältnis, Dinge zu wissen, die man nie benötigen wird, im Vergleich dazu, Dinge des alltäglichen Lebens und Überlebens nicht zu wissen oder anwenden zu können. Es geht u.a. auch darum, Dinge wie soziales Verhalten, Konfliktbewältigung, Psychologie usw. zu lehren und zu lernen!!!
Ich mag nun so wirr geschrieben haben, wie ich mich gerade fühle, und teils einfach auch bin. Ich hoffe dennoch, Ihr versteht mich. Ich möchte hier noch mal mein Angebot wiederholen. Ich würde mich freuen, wenn von Euch jemand ein Forum für Schüler, Eltern, Lehrer aufbauen und betreuen mag. Wenn es denn sein müsste, würde ich sogar auch noch die Kosten für das Design übernehmen. Wer sich dafür interessiert, mailt mich mit seinen Vorstellungen einfach an.
Ich hoffe, hier gibt es nun viele Anfänge und positive Entwicklungen.
Ciao,
Romana
) und in Deutsch und Englisch im A Kurs. Nagut gibt es ja öfter, dass Kinder, denen die sprachlichen Fächer leicht fallen, in den naturwissenschaftlichen Fächern Probleme haben.