Hallo,
einige meiner Favoriten, die ich allerdings nur im Gespräch mit Freunden benutze (wegen der komischen Blicke!), sind:
- körperliche Ertüchtigung = Leibesübungen
- hat erkoren (fast niemand kennt den Infinitiv: erkiesen)
- nach meinem Gutdünken
- hanebüchen
- ich harre deiner / ich habe eines Anrufs deinerseits geharr(e)t
- Mannsbild, Frauenzimmer
Von allen klingt hanebüchen irgendwie am hanbüchesten
Immer die Eurige Yana
Hallo!
Das Wort „erkoren“ wird doch heute noch oft gebraucht : „Hengstkörung“, „Bullenkörung“. Auswählen dermännl. Zuchttiere durch Körkommissionen.
Bis auf „hanebüchen“ sind sie doch leicht zu erklären und auch noch gängig.
Gruß Werner
Hagebüchen
Verehrteste,
mache mich hiermit anheischig, Dir die Herkunft dieses gediegenen Wortes deutscher Zunge näher zu bringen.
Zuförderst findet sich der Wortteil „Hag“, welches nach heutiger Lesart dem Worte „Hain“ gleichgestellt werden mag. Der beigesellte Wortteil „büchen“ ist als Adjektiv dem Baumnamen „Buche“ entlehnt. Demzufolge ist ein Ding hanebüchen, so es aus dem Holze der Hainbuche (Carpinus bétulus) hergestellt ist oder dessen Wesensart ähnelt.
Nun aber ist jenes Holz von besonders derber, zäher Eigenart, welche in der allfälligen volkstümlichen Bezeichnung „Eisenbaum“ ihren Niederschlag findet.
Ein Ausdruck, eine Behauptung, ein Verhalten, welches füglich als hagebüchen benamst werden kann, ist wie man darum unschwer mutmaßen mag, ein gar derbes, grobschlächtiges und über die Maßen knorriges.
Sich in der Hoffnung, Klärung geschaffen zu haben, wiegend
Eckard.
Nun aber ist jenes Holz von besonders derber, zäher Eigenart,
welche in der allfälligen volkstümlichen Bezeichnung
„Eisenbaum“ ihren Niederschlag findet.
Und warum, lieber Eckard, hast du unerwähnt gelassen, dass auf Grund seiner Härte Stämme dieses Baumes besonders gern für wichtige, tragende Elemente beim Hausbau verwendet wurden? Bei Dachkonstruktionen etwa war das Firstholz meist aus Hagbuche.
Doch nicht etwa, damit ich die Gelegenheit bekomme, auch meinen Senf dazuzugeben?
Gell, man gewöhnt sich …
Gruß Fritz
entbietet ein durch Euer treffliches Traktat angetaner Leser, sintemalen es immer wieder höchst vergnüglich und unterhaltsam ist, Euren Ausführungen zu lauschen.
Gruß
Rainer