Erhöhte Bluttfette

[Mir hat dieser Artikel] in keinster Weise geholfen. Vielleicht kann mir jemand helfen.

Ich habe einen LDL-Wert von über 300 und einen HDL-Wert von über 800. Desweiteren muss ich Antidepressiva, Betablocker, zeitweise Antiallergika, Migränetabletten Triptan und verschiedene andere Medikamente nehmen. Zudem habe ich zeitweise grenzwertige Blutzuckerwerte, einen chronischen Reizmagen, Arthrose in beiden Beinen bis zur Hüfte und in beiden Händen und ein paar andere Kleinigkeiten.
Ich bin Nichtraucher, trinke keinen Alkohol 1x jährlich zu Silvester 1 Schluck Sekt, nehme keine Drogen zu mir, trinke max. 1x wöchentlich Kaffee dafür aber schwarzen Tee ca. 2 Liter am Tag (ich trinke täglich bis zu ca. 3,5-4 Liter täglich), trinke auch viele naturbelassene Fruchtsäfte, süße meinen Tee zuckerarm, esse kohlenhydrat-, fett- und fleischarm max. 1-2 mal pro Monat Fleisch und versuche mich auch sonst weitestgehend gesund zu ernähren. Ich esse auch hauptsächlich dunkles Brot und Brötchen meist selbst gebacken und ich ernähre mich auch Lynolsäurereich. Und trotz alledem sind meine Blutwerte im genannten Bereich dermaßen erhöht und auch mein Bauchumfang hat zugelegt. Mein Arzt meinte ich müsse abnehmen, aber als ich ihn aufforderte meinen Bauch abzutasten hat er gespürt das ich kaum Fett am Bauch habe. Mein Körperfett beträgt nach der Analyse sogar nur knapp über 10% als Mann.
Wie und was kann ich noch machen um meine Blutwerte im genannten Bereich wieder ins Lot zu bringen? Ich weiß mir nicht mehr zu helfen und würde mich über Tips und Ratschläge sehr freuen.

Liebe Grüße Michael M.


[MOD] Titel korrigiert, Textanfang daher auch ergänzt

Servus,

wie sieht es mit entsprechenden Cholesterin-Senkern (z.B. Statine) aus? Allerdings müsste Dein Arzt hier natürlich abklären, dass keine Wechselwirkungen mit den zahlreichen anderen genannten Medikamenten auftreten.

Was ich nicht verstehe ist, wie Dein Bauchumfang zugenommen haben kann und Du dennoch wenig Fett haben sollst?

Wurde dem auf den Grund gegangen? Wassereinlagerungen? Nierenprobleme?

Gruß,
Sax

Hallo!

Als Nichtmediziner werde ich mich hüten, auf Details einzugehen und Ratschläge zu erteilen, aber eine allgemein gehaltene Bemerkung erscheint mir vertretbar.

Desweiteren muss ich Antidepressiva, Betablocker,
zeitweise Antiallergika, Migränetabletten Triptan und
verschiedene andere Medikamente nehmen. Zudem habe ich
zeitweise grenzwertige Blutzuckerwerte, einen chronischen
Reizmagen, Arthrose in beiden Beinen bis zur Hüfte und in
beiden Händen und ein paar andere Kleinigkeiten.

trinke auch viele naturbelassene Fruchtsäfte, süße
meinen Tee zuckerarm, esse kohlenhydrat-, fett- und fleischarm
max. 1-2 mal pro Monat Fleisch und versuche mich auch sonst
weitestgehend gesund zu ernähren.

Du isst neben Nahrungsmitteln einen Haufen Medikamente. Ob man bei solcher Mixtur noch von gesunder Ernährung reden kann - ich hege leise Zweifel.

Mein Körperfett beträgt nach der Analyse sogar nur knapp über 10%
als Mann.

Welche Analyse? Hoffentlich keine Anzeige einer sog. Körperfettwaage. Falls ja: Solche Anzeigen beruhen auf untauglichem Messprinzip. Ob jemand zu fett ist oder nicht, nimmt man am besten durch schlichtes Angucken des Körpers wahr. Dass auch manche Ärzte Körperfettwaagen benutzen, ist Folge mangelhafter Aufmerksamkeit in den vorklinischen Semestern und macht die Sache nicht besser.

Wie und was kann ich noch machen um meine Blutwerte im
genannten Bereich wieder ins Lot zu bringen? Ich weiß mir
nicht mehr zu helfen und würde mich über Tips und Ratschläge
sehr freuen.

Hat schon mal ein Fachmann/eine Fachfrau die Medikamentenmixtur, die du dir regelmäßig antust, in ihrer Gesamtheit gesehen und beurteilt? Manche Menschen ruinieren ihre Gesundheit mit einer abenteuerlichen Kombination von Wirkstoffen, deren Wechsel- und Nebenwirkungen niemand durchschaut und für manchen sind Krankheiten der unbewusst in unbefriedigender Lebenssituation gegangene Weg.

Abseits von Medizin und Pharmazie, nur ein bisschen Lebenserfahrung benutzt, braucht ein Mensch für dauerhafte Gesundheit von Körper und Psyche (was zuweilen Ignorieren des einen oder anderen Zipperleins heißen kann):

  • eine erfüllende Aufgabe und zähe Arbeit daran und/oder ein Interessengebiet, in dem man ganz aufgeht
  • Bewegung, regelmäßig auch bis an die körperlichen Grenzen, möglichst vielfältig und bei jedem Wetter an frischer Luft
  • menschliche Nähe (manchem reicht Hund, Katze, Pferd, ist o.k. und kann den gleichen Zweck erfüllen)

Möglichweise kannst du dir mit Bewusstmachung und Beachtung der genannten Punkte den Inhalt ganzer Apotheken ersparen und es geht dir besser als mit unvorhersehbarer Wechselwirkung vieler Medikamente. Ich red’ jetzt nicht vom Betablocker, aber der ganze Rest … denk mal darüber nach.

Gruß
Wolfgang

Du hast einen HDL von über 800?

Wie ist das Gesamtcholesterin - wie die Triglyceride?

Wurde mal ein Hormonstatus gemacht - Schilddrüse, Nieren, …?