erhöhter Kraftstoffverbrauch A-Klasse CDI 180

Hallo,
ich bin jetzt seit gut einem Jahr im Besitz einer A-Klasse 180 CDI Automatik BJ.5/2008. Ich habe mir diesen Wagen gekauft, um Spritkosten zu sparen auf dem Weg zur Arbeit (ca. 30Km ein Weg!). Laut Herstellerangaben soll das FZG kombiniert 5,6l/100km verbrauchen. Mein Bordcomputer zeigt mir aber seit meinen 20.000 gefahrenen Kilometern einen Durchschnittsverbrauch von 7,4l an. Das ist eine Abweichung von ca. 30%. Auch ein Selbsttest hat mir gezeigt, dass bei einer Langstreckenfahrt bei konstanten 120km/h die angegebene Reichweite der Tankfüllung von 1040km nicht stimmt. Musste bei ca. 740km wieder tanken. Die Werkstatt meinte, sie könne daran nix ändern, das sei alles elktronisch geregelt, sie könne nur ein Update machen. Hat sich aber nix verändert am Verbrauch!

Was kann ich tun in dieser Sache?

Hallo,
ich weis ja nicht ob du regelmässig Autosendungen schaust, es ist nunmal so, das der durchschnittsverbrauch nicht unter realen bedingungen ermittelt wird und somit erreicht kein Auto die angaben des Herstellers. Kontrolierst du regelmässig Luftdruck? Der Luftdruck in den reifen ist auch etwas mit für den Verbrauch verantworlich und es kommt drauf an welche verbraucher du alle laufen hast.

Danke für dein Nachricht. Das mit den Herstellerangaben ist mir schon klar, dass diese unter unrealen Bedingungen erstellt wurden. Aber ein Verbauch von 7,4l Diesel im Durchschnitt ist für einen Kleinwagen doch recht hoch!?! Der Luftdruck ist auch i.O. Wenn ich da an meinen alten Golf III TDI denke, der war richtig sparsam!

Hast du denn viel gewicht im auto oder haste immer nur die nötigsten sachen drin und dein eigenes gewicht wirkt sich ja auch auf den verbrauch aus

Hallo MBA A-KLasse,

beim Spritmonitor gibt es von deiner Sorte A-Klasse leider nur Schaltgetriebe-Wagen, die zwischen 5,16 und 6,24 Liter auf 100km verbrauchen. Wenn wir für die nicht als sehr spritfreundlich bekannte MB-Automatic ca. 1 Liter Mehrverbrauch ansetzen, dann ist das doch nicht weit von deinem Verbrauch entfernt. Vielleicht solltest du den evtl. vorhandenen Tempomaten öfters bemühen, denn eigentlich ist der rechte Fuss das entscheidende Mysterium beim Spritverbrauch.
Du berichtest leider nichts von deinem Streckenprofil!

Vergelt´s Gott
Bernd

Moin!

Natürlich schadet es nie, den Wagen regelmässig inspizieren zu lassen. Allerdings schätze ich, dass nicht viel dabei herauskommen wird.

6-8 L / 100 Km ist für solche Auto völlig normal, zumal mit Automatikgetriebe.

Mein Arbeitsfahrzeug, ein VW Passat Blue Motion TDI, ist mit 4,8 L angegeben. Reell brauche ich mit dem Wagen 6,5 - 7,5 L und bin von dem niedrigen Krafstoffverbrauch begeistert.
Zuvor fuhr ich einen Audi A4 TDI mit identischer Motorrleistung. Der Wagen verbrauchte 1 - 1,5 L mehr.

ich bin jetzt seit gut einem Jahr im Besitz einer A-Klasse 180
CDI Automatik BJ.5/2008. Ich habe mir diesen Wagen gekauft, um
Spritkosten zu sparen auf dem Weg zur Arbeit (ca. 30Km ein
Weg!).

Das wären dann gut 13.000 Km im Jahr. Dazu vielleicht noch 5.000 Km privat und Du bist bei 18.000 Km p.a. Dafür kaufst Du ein 30.000 Eur Auto??
Die Spritkosten sind bei Deinem Fahrprofil das geringste Problem. Rechne mal nach…

Laut Herstellerangaben soll das FZG kombiniert
5,6l/100km verbrauchen. Mein Bordcomputer zeigt mir aber seit
meinen 20.000 gefahrenen Kilometern einen
Durchschnittsverbrauch von 7,4l an. Das ist eine Abweichung
von ca. 30%.

…und völlig im Rahmen für ein solches Fahrzeug.
Die 5,6 L beziehen sich auf einen Normzyklus, der mit dem normalen Autoalltag nicht viel zu tun hat.

Auch ein Selbsttest hat mir gezeigt, dass bei
einer Langstreckenfahrt bei konstanten 120km/h die angegebene
Reichweite der Tankfüllung von 1040km nicht stimmt.

Ich hoffe, Du bist dabei auf der rechten Spur geblieben… :wink:

Denke auch an die Klimaanlage. Sie trägt ca. 0,5 - 1 L / 100 Km zum Spritverbrauch bei, umso mehr, je wärmer das Wetter ist und je häufiger somit der Kompressor zugeschaltet werden muss.

Musste bei
ca. 740km wieder tanken. Die Werkstatt meinte, sie könne daran
nix ändern, das sei alles elktronisch geregelt, sie könne nur
ein Update machen. Hat sich aber nix verändert am Verbrauch!

Was kann ich tun in dieser Sache?

Damit leben oder einen VW Polo Bluemotion kaufen. Der verbraucht echte 4,5 - 5 L…

Juristische Möglichkeiten sehe ich nicht, ausser das Fahrzeug verbraucht auf der Normrunde deutlich mehr als vom Hersteller angegeben. Dies ließe sich über ein Gutachten bei TÜV/Dekra feststellen.

Wenn Du das Fahrzeug neu erworben hast und es aktuell 20.000 Km gelaufen hat, ist noch eine leichte Verbrauchssenkung zu erwarten. Meiner Erfahrung nach sind moderne Turbodiesel erst nach ca. 30.000 Km richtig eingefahren und erreichen ihre optimale Leistung.
Zumindest war dies bei den letzten 6 Dieseln verschiedener Hersteller so, die ich fuhr.

Ziehe ggf. die 1. Inspektion vor, ein Ölwechsel kann auch schon etwas bringen.

Aber erwarte Dir nicht zu viel, für ein 1,5 Tonnen-Fahrzeug mit 8 Airbags, stapelweise Elektromotoren, Automatikgetriebe und Klimaanlage sind 7-8 L o.k.

Gruß,
M.

Guten Tag,

Danke für deine Antwort Bernd!
In Sachen Automatikgetriebe und Spritverbrauch wurde ich vom MB-Verkäufer und von den Herstellerunterlagen anders informiert. D.h. das die modernen Automatik-Direktschaltgetriebe (MB autotronic, VW GDS) sogar 0,5l/100km weniger als Schaltgetriebe verbrauchen sollen. Und glaube mir, ich bin ein sparsamer Autofahrer, was den Bleifuß auf dem Gaspedal angeht auch zusätzliche Verbraucher, wie Sitzheizung, Radio, Klima etc. hatte ich beim Test des wahren Spritverbrauchs ausgeschaltet!

Hallo Mathias,
danke für deine ausführliche und kompetente Antwort.
Also das FZG hat jetzt ca. 42.000km auf dem Buckel und ich hatte ihn als Jahreswagen bei MB sehr günstig gekauft (17.500,-). Er hat inzwischen die 1.+2. Inspektion gehabt. Beim Kauf des FZG hat man mir gesagt, dass die modernen autom. Direktschaltgetriebe sogar 0,5l weniger auf 100km verbrauchen würden, als die Schaltgetriebe. Auch die Herstellerangaben bestätigen diesen Verbrauch so. Naja, ich bin eben verwöhnt vom TDI-Verbrauch. Finde mich eben damit ab!

Aber vielleicht kannst du mir noch bei einem weiteren Problem helfen, bevor die Werksgarantie verfällt! :wink:)
Der Wagen steht nachts in der Garage (bei -10Grad draußen ist es in der Garage immer über 0 Grad). Wenn ich dann morgens zur Arbeit fahre, rollt der Wagen fast nur die ersten 800m den Berg runter (brauch nur wenig Gas zu geben) (wohne auf einer Anhöhe), dabei läuft der Motor recht unruhig. Das äußert sich dadurch, dass der Drehzahlmesser immer bei „1“ hin und her springt (zittert). Wenn ich dann den Berg unten bin und abbiege und dabei normal das Gaspedal betätige, fängt er an zu „flattern“, als wüßte der Motor nicht in welchen Gang er jetzt schalten sollte. Das gleiche Problem hat er auch im warmen Zustand, wenn ich an eine rote Ampel heran fahre und zum Stehen komme.
Eine Idee? Getriebe?

In Sachen Automatikgetriebe und Spritverbrauch wurde ich vom
MB-Verkäufer und von den Herstellerunterlagen anders
informiert. D.h. das die modernen
Automatik-Direktschaltgetriebe (MB autotronic, VW GDS) sogar
0,5l/100km weniger als Schaltgetriebe verbrauchen sollen.

Niemals. Wie sollten die es schaffen?
Schau Dir mal ein Muscheldiagramm an, der größte Wirkungsgrad liegt da meist im unteren Drehzahlbereich bei annähernd Vollgas. Also ein Bereich, in dem jede Automatik herunterschalten würde, um Dir die vermeintlich gewünschte Mehrleistung bereit zu stellen.
Das Problem jeder Automatik: Sie kann nur an Hand der Gaspedalstellung erraten, was der Fahrer will. Und so wird bei viel Gas heruntergeschaltet, obwohl man vielleicht einfach nur mit 1800/min im 5.Gang 50km/h bergauf fahren wollte.

Und
glaube mir, ich bin ein sparsamer Autofahrer, was den Bleifuß
auf dem Gaspedal angeht auch zusätzliche Verbraucher, wie
Sitzheizung, Radio, Klima etc. hatte ich beim Test des wahren
Spritverbrauchs ausgeschaltet!

Den besten Wirkungsgrad hast Du aber gerade bei (fast) Vollgas.

Moin!

danke für deine ausführliche und kompetente Antwort.

Gerne.

Also das FZG hat jetzt ca. 42.000km auf dem Buckel und ich
hatte ihn als Jahreswagen bei MB sehr günstig gekauft
(17.500,-).

„Günstig“ ist eben immer wieder relativ…:wink:

Er hat inzwischen die 1.+2. Inspektion gehabt.
Beim Kauf des FZG hat man mir gesagt, dass die modernen autom.
Direktschaltgetriebe sogar 0,5l weniger auf 100km verbrauchen
würden, als die Schaltgetriebe.

Die Erfahrungen mit dem VW DSG strafen den Verkäufer Lügen.

Auch die Herstellerangaben
bestätigen diesen Verbrauch so. Naja, ich bin eben verwöhnt
vom TDI-Verbrauch. Finde mich eben damit ab!

Mercedes hatte nie die sparsamsten Mashinen.
VW ist in dieser Beziehung schon deutlich weiter.

Ich habe letztes Jahr radikales Downsizing betrieben und als Arbeitsfahrzeug (gut 100.000 Km p.a.) einen VW Passat Blue Motion gewählt. 110 PS, Handschaltung, um die 7 L Verbrauch (sehr hoher Vollgasanteil auf der Autobahn).
Das halte ich für einen bemerkenswerten Fortschritt, zumal das Auto nach Tacho gut 210 läuft. Und das bei 1700 Kg und nur 110 PS.
Solche Fahrleistungen erforderten vor nicht allzu langer Zeit einen 2,5 L TDI, der 12 L brauchte.
Selbst wenn VW für das Modell 4,8 L angibt, bin ich zufrieden.

Aber vielleicht kannst du mir noch bei einem weiteren Problem
helfen, bevor die Werksgarantie verfällt! :wink:)
Der Wagen steht nachts in der Garage (bei -10Grad draußen ist
es in der Garage immer über 0 Grad). Wenn ich dann morgens zur
Arbeit fahre, rollt der Wagen fast nur die ersten 800m den
Berg runter (brauch nur wenig Gas zu geben) (wohne auf einer
Anhöhe), dabei läuft der Motor recht unruhig. Das äußert sich
dadurch, dass der Drehzahlmesser immer bei „1“ hin und her
springt (zittert). Wenn ich dann den Berg unten bin und
abbiege und dabei normal das Gaspedal betätige, fängt er an zu
„flattern“, als wüßte der Motor nicht in welchen Gang er jetzt
schalten sollte. Das gleiche Problem hat er auch im warmen
Zustand, wenn ich an eine rote Ampel heran fahre und zum
Stehen komme.
Eine Idee? Getriebe?

Möglicherweise liegt es an den niedrigen Temperaturen oder einfach an einem „versulzten“ Motor. Zunächst einmal würde ich den Ölstand prüfen, dann 200 Km schnell auf der Autobahn fahren. Dann nochmal den Ölstand prüfen und ggf. auffüllen. Mögliche Wassereinträge im Öl sind dann verdampft und das Nachfüllen kann nötig sein. Dann dasselbe nochmal. Vielleicht passt es dann. Diesel, die immer nur Kurzstrecke laufen, brauchen das wohl ab und an.

Ansonsten bleibt noch das Getriebe. Von den VW DSGs kenne ich das. Die ersten paar Minuten arbeitet es ruppig. Scheint normal zu sein.
Allerdings würde ich das Thema vor Garantieablauf bei Mercedes untersuchen lassen.

Gruß,
M.

Guten Tag,

Und
glaube mir, ich bin ein sparsamer Autofahrer, was den Bleifuß
auf dem Gaspedal angeht auch zusätzliche Verbraucher, wie
Sitzheizung, Radio, Klima etc. hatte ich beim Test des wahren
Spritverbrauchs ausgeschaltet!

Fährst Du immer so schleichend (keine boshafte Kritik!) ? Hat der Wagen Dieselpartikelfilter ? Dann ist wahrscheinlich der Filter zu und der Motor drückt sich die Lungen wund… das Problem ahbe wir bei Omnibussen mit Filter die auf Linien fahren, wo extrem viel 30 Zonen sind. Verbrauch schnellt nach oben, Leistung geht zurück…

Meines Erachtens sind die 30km zur Arbeit zu wenig für einen Filterdiesel um auf Temperatur zu kommen UND zu regenerieren.

MfG