Hallo,
bei mir (w, 29) wurde vor 1 Woche ein normales EKG geschrieben. Das Ergebnis zeigte keine Auffälligkeiten, außer eben der erhöhte Puls, dieser war beim EKG bei 100. Außerdem beim Blutdruck messen beim Arzt, ist der 2. Wert meiner Ansicht immer etwas hoch. (140/90, 135/85, aktuell Blutdruck von gestern 125/90). Außerdem wurde wieder noch das Herz abgehört und der Puls lag (Ruhepuls) auch da wieder bei 85. Muss ich mir darüber Sorgen machen. Hat dies etwas zu bedeuten?
Muss allerdings dazu sagen mein Freund ist vor ca. 6 Wochen verstorben, leider musste ich ihn auch selbst auffinden
(((( . Kann die innere Unruhe seitdem zu diesen Pulswerten führen?
Vielen Dank für Antwort.
Hallo,
Kann die innere Unruhe seitdem zu diesen Pulswerten
führen?
Ganz klar: ja, das kann sehr gut sein. Definitiv kann ich das natürlich von hier aus nicht feststellen und behaupten, aber das ist dir wohl auch klar, nicht?
Körper und Seele sind keine völlig getrennten Systeme, sondern das hängt dicht zusammen. Wenn du auf den psychischen Stress nun auch körperlich reagierst ist das eine völlig normale Sache. Die Werte, die du genannt hast, liegen tatsächlich leicht über den perfekten Normwerten, aber wenn du in Behandlung bist, also man ein Auge darauf hat, und da steht aber der Verdacht im Raum dass es Folge deiner psychischen Ausnahmesituation ist, würde ich mir keine Gedanken machen.
Es ist ein ganz normaler Vorgang. Der eine bekommt bei starker Belastung Durchfall, ein anderer kotzt, der Dritte hat Rückenschmerzen, bei wieder anderen geht’s auf den Kreislauf oder sie bekommen Herzstolpern, Atemnot oder Hautausschlag.
Den Nachweis zu führen dass es da einen direkten Zusammenhang gibt, ist natürlich manchmal nicht machbar, auch wenn der Verdacht nahe liegt.
Ansonsten kommt aber auch der beschriebene Effekt hinzu dass man bei der Untersuchung durch den Arzt sowieso erhöhte Werte zeigt weil der Situation eine gewisse Anspannung zugrunde liegt.
Mach’ dir also mal keine Sorgen, jedenfalls nicht solange du in Behandlung bist, man die Werte kontrolliert und dein Arzt der Meinung ist dass es keine organische Ursache gibt, sondern du psychosomatisch auf die Lebensumstände reagierst. Das ist eine ganz normale Reaktion des Körpers auf eine unnormale Situation…
Alles Gute,
MecFleih
Hallo,
vielen Dank für deine Antwort.
Ja dieses Bild vor Augen, wie ich meinen Freund (39) vorgefunden habe, hat sich tief in mir eingenistet. Wenn ich daran denke wird mir immer ganz schlecht, manchmal richtig, als ob ich mich übergeben müsste.
Es ist kein Selbstmord gewesen, leider weis man nicht was es war (Aussage des Notarztes ‚Verdacht auf Myokardinfarkt‘). Es gab vorher kein Krankheitsbild bzw. Krankheitsgeschichte. Er ist nicht obduziert worden und von uns privat wurde es nicht veranlasst. Dies macht mir nun heute auch zu schaffen, da nun das Warum,Weshalb usw. umso größer ist.
Wir haben uns an dem Tag früh morgens normal verabschiedet und alles war in Ordnung. Als ich dann Nachmittags von der Arbeit kam, fand ich ihn im Bad. Es musste erst passiert sein, es roch noch Duschbad und es war warm und feucht im Raum. Er saß auf einem Hocker, seine Lippen waren ganz blau und er sah aschfahl aus. Außerdem fühlte er sich schon recht kalt an und ich konnte keinen Puls mehr fühlen. Er hatte sich außerdem noch in der Wanne erbrochen und aus seinem Mundwinkel lief Speichel (schon leicht angetrocknet).
Ich habe alles probiert und sofort den Notarzt gerufen. Dieser war auch innerhalb drei Minuten da und die Reanimation wurde sofort begonnen, über 45 Minuten lang. Lt. Notarzt war von an Beginn kein Lebenszeichen mehr da.
Kann es ein Herzinfarkt gewesen sein? Meine einzige Sorge ist nur, das er nicht leiden musste und nicht Todesangst (was ja immer beschrieben wird) hatte.