Erinnerungen gesucht: Kinderwagen vor Geschäften, BRD vor 1990

Moin,

in der DDR war es üblich, vor Geschäften abgestellte Kinderwagen zu sehen.

Beispiel: Magdeburg: Kinderwagen vor einer Eisdiele in Magdeburg in Sachsen - Anhalt

Die Erwachsenen gingen ins Geschäft und parkten die Kinderwagen inklusive Kindern davor.

Gab es sowas auch in der BRD?

danke

Moin,
daran kann ich mich in der BRD nicht erinnern. In Dänemark hingegen ist das wohl heute noch üblich. Neulich erst sah ich dort einen Kinderwegen vor einer Art Lokal - ob da ein Kind drin lag weiß ich allerdings nicht.

VG
J~

Hallo,

zumindest kann ich mich erinnern, dies in Österreich in der 1970ern gelegentlich gesehen zu haben. Auf dem Land war damals wenig Gefahr, dass ein Kind entführt wurde, jeder kannte jeden, die Kinderwägen waren eher klobig und in den Geschäften war wenig Platz.

Grüße

Gollum

Hallo

also ich hab das Ender der 80er mit meinen Kindern gemacht , hab auch nie gehört , das Kindern bei solchen gelegenheiten irgendwas passiert wäre . Gestohlene Kinder gab nur ab und zu mal in den Entbindngsstationen . Gruss Michael

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Als Kind in der BRD in den 70ern kann ich mich daran erinnern, allerdings waren das Orte, keine Großstädte, in denen man sich kannte - und oft wurden man als älteres Geschwisterkind dazu „verdonnert“, auf den/die Kleine(n) aufzupassen.

Das habe ich Ende 70er/Anfang 80er Jahre regelmäßig so gemacht. War üblich so.

ich lag in so einem..

Hallo,

da die Kinderwagen in dieser Zeit nicht nur in der DDR oft deutlich größer und mit ihren Starrachsen auch deutlich schwerer manövrierbar waren als heutige Exemplare, waren sie oft in den damals oft deutlich kleineren Geschäften im Weg bzw. passten nicht durch Gänge. Deswegen war es eine rein praktische Erwägung, zumindest bei kleineren Besorgungen den Wagen vor dem Laden abzustellen.
Habe ich selbst am Niederrhein, aber auch in den Grenzregionen der Niederlande bis in die Mitte der 80er häufig gesehen. Meine Mutter hat das bei meiner kleinen Schwester (*1968) auch so praktiziert.

&tschüß
Wolfgang

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Hi,

Also ich kann mich nicht daran erinnern, Kinderwagen mit Kindern darin vor einem Geschäft gesehen zu haben. Und als mein Bruder geboren wurde Anfang der 80iger hätte Mom ihn nie draussen geparkt…nicht mal den Hund.

Servus,

der Übergang zu den heute üblichen Modellen erfolgte im Lauf der 1970er Jahre. Vorher gab es zwei verschiedene Bauformen: Der in der Tat einigermaßen schwerfällige Kinderwagen war dafür geeignet, bereits Säuglinge in Erfüllung der hausfraulichen Pflichten geschützt immer „bei sich zu haben“. Den konnte man natürlich nicht die vier Stufen zum Lebensmittelhändler oder die zwei Stufen zum Bäcker hinaufgalgen. Der ab dem vielleicht 3. Lebensjahr benutzte, viel leichter gebaute Sportwagen (das gehört zusammen mit Fallenstock, Messersech, Worb, Kratten, Zirne usw. usf. zu den Wörtern, die zusammen mit den durch sie bezeichneten Gegenständen ausgestorben sind) ähnelte eher den heute benutzten Kinderwagen. Ich glaube aber kaum, dass man Sportwägen (ja, das Plural-ä ist Absicht) die Stufen zum Bäcker Straub oder zum Lebensmittel Breitschmid hinaufgezerrt hätte.

Über einige Grundregeln des Zusammenlebens brauchte man sich ganz schlicht keinerlei Gedanken zu machen.

  • Ein Freund aus Poitiers, der uns seinerzeit bei der ersten „Stadtführung“ sagte: „Und hier war die Kommandantur, wo ich das Laissez-Passer holen musste, wenn ich die Großeltern auf der anderen Seite der Demarkationslinie besuchen wollte“, hat vor nicht allzu langer Zeit Spatzel und mich gefragt: „Glaubt Ihr denn eigentlich an den Fortschritt“?

Schöne Grüße

MM

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Also ich hatte einen sehr schicken Kinderwagen, trotzdem für heutige Begriffe ziemlich groß, dabei leicht zu lenken. Da ich meistens in einer Hand noch eine Einkaufstasche hatte, habe ich ihn mit einer Hand gelenkt. Beim Großeinkauf war das Netz am Griff vollgepackt, im Korb zwischen den Rädern lagen die Pamperspakete (damals glaube ich, waren‘s Kartons). Einmal war das Netz so schwer, dass der Wagen nach vorn gekippt ist, als ich noch auf einen Sprung im Buchladen war, und auf dem Griff stand. Meine Tochter, Jahrgang 1979, war hocherfreut über den neuen Ausblick :grinning_face_with_smiling_eyes: (sie war ja sicher im Wagen „befestigt“). Gut, wir lebten in einer Kleinstadt, man kannte die Leute in den Geschäften und so gut wie jeden, der im Städtchen unterwegs war.

Heutzutage undenkbar :scream::scream::scream::scream::scream:

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