Erinnerungen gesucht: Parteitage der SED

Moin,

ich hörte, dass es bei Parteitagen der SED Besonderheiten auf der Arbeit gab, ähnlich wie bei einem Feiertag. War der ganze Tag frei? Wurde den halben Tag gearbeitet? Gab es ein Fest o.ä. auf der Arbeit? Gab es Feste oder Veranstaltungen außerhalb der Arbeitsstellen?

Ich suche Erinnerungen an die Parteitage der SED mit Hinblick darauf, wie diese im Land begleitet wurden und was es dazu auf der Arbeit dazu gab, gern von 1946 bis 1989, gern von verschiedenen Betrieben und Arbeitsstellen.

Gab’s da auch sowas wie Plakate auf Bussen zum Parteitag? keine Ahnung, ich war nicht dabei

danke

Hallo,

mir scheint, du hast eine falsche Vorstellung vom SED Parteitag.
Frag mal Wikipedia.

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Als erstes:

Die Parteitage dauerten immer mehrere Tage, sie waren keine Feiertage und auch keine Frei-Tage. Von der Arbeit entbunden waren lediglich die Delegierten.

Nein

Nein. Ich gehe soweit, zu behaupten, dass den meisten Bürgern der DDR der Parteitag der SED recht weit am Gesäß vorbei ging.

Ich erinnere mich lebhaft an Motivationsplakate, Sonderbriefmarken und natürlich an die Propaganda in den Nachrichten über Diskussionsbeiträge und Grußadressen.

Aber wie schon geschrieben: für die meisten DDR-Bürger besaßen die Parteitage nur eine geringe praktische Relevanz.

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Moin Paul,

passend dazu habe ich gerade auf YouTube gefunden: Zeitzeichen vom IX, SED-Parteitag.

Ab da gab es die Deutsche Demokratische Republik auch mit Meeresblick!

Freundschaft!

Dein,

Ebenezer

Der Kapitalismus steht am Abgrund, der Sozialismus ist ihm einen Schritt voraus.

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Aber immerhin: Die römischen Zahlen konnte man damit doch ganz gut üben?

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In meine Schulzeit fielen nur zwei Parteitage. Und der zweite war während der Prüfungszeit / Vorbereitungszeit. Und man ist ja auch nur bis zum XII. gekommen. Da war es deutlich lehrreicher, durch alte Kirchen oder Schlösser zu schlendern und die dortigen Zeitangaben zu lesen. Ich meine auch, dass wir aus diesem Grunde die römischen Zahlen im Geschichtsunterricht hatten und nicht in Mathematik.

Ja, das ist schon richtig - zum richtig Üben gab es nicht genug davon, und vor allem wurde der XLIV., bei dem es dann richtig nett wird, in welche Richtung man subtrahiert und wohin man addiert, dann doch nicht erreicht. Aber das wäre sicher nicht der wichtigste Grund dafür gewesen, dass man doch eigentlich die DDR mitsamt Bordai unter einigen Korrekturen 1990 hätte weiter bestehen lassen können, um sozusagen in „freier Konkurrenz“ zu ermitteln, wo und wie wer lieber leben möchte… Ich habe sie kaum gekannt, nur von einzelnen kurzen Ferienaufenthalten, aber ich habe sie geliebt bis verehrt ohne sie zu kennen, einfach weil sie von Trizonesien aus gesehen ganz konkret zeigte, dass nicht alles unbedingt so sein muss, wie es ist, sondern auch ganz anders sein kann: Für einen Sechzehnjährigen eine wundervolle Sache!

Schöne Grüße

MM

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