Erkennen, wenn jemand Krankheiten vortäuschen will

Hallo,

einige meiner Kollegen tun so oft am Montag auf krank, dass ich da wirklich langsam misstrauisch geworden bin.
Deshalb mal aus Neugier meine Frage: Kann man das merken, wenn jemand Beschwerden simuliert? Lassen sich alle Symptome überprüfen, um zu merken, ob jemand ernsthaft krank ist? Gibt es typische Leiden, die häufig nur vorgetäuscht werden?

Danke für eure Meinung zu diesem heiklen Thema!

Hallo,
natürlich kann man nicht alle Beschwerden diagnostizieren. Häufig sind sie auch psychosomatisch bedingt. Wenn jemand zum Arzt geht und wegen z.B. Magenschmerzen, Rückenschmerzen oder Kopfschmerz bzw. Migräne klagt und meint, er kann seiner Arbeit nicht mehr nachgehen, kann er vom Arzt krankgeschrieben werden. Ich weiß ja nicht in welcher Funktion du fragst, aber solltest du in einer leitenden Funktion dir Gedanken machen, würde ich mal schaun, ob die AU-Scheine von wechselnden Ärzten ausgestellt worden sind. Eine Möglichkeit, dem AN zu zeigen, dass man drauf aufmerksam geworden ist, sind sogen. „Krankenrückgespräche“, um die Ursachen zu ergründen. Bei regelmäßigen KOK-Tagen (also krank ohne Krankenschein, im Öffentl. Dienst üblich) kann über den Personalrat ein Verbot solcher Krankentage errungen werden.
Aber Simulanten kann sicherlich nur ein und derselbe Arzt rausbekommen, wenn jemand immer wieder auffällt. Bei regelmäßigen (vielleicht angeblichen) Magenbeschwerden würde ich als Arzt z.B. eine Magenspieglung irgendwann mal veranlassen. Die ist so unangenehm, dass sie oft von den Pat. dann gemieden wird und vielleicht stellt sich dann ein Simulant heraus. Aber ansonsten gilt: krank ist krank und dies wird es immer wieder geben, dass einige Arbeitnehmer regelmäßig vorm Urlaub oder vor und nach Wochenenden krank sind. Der Nachweis sollte schwer fallen.

Gruß
Constance