Nein, nein, ganz und gar nicht!
Hallo HOFee,
Das halte ich für eine sehr elitäre Einstellung,
nein, elitär wäre es, wenn ich die reine Genussseite schlecht machen würde. Aber genau das habe ich nicht getan. Ich habe lediglich behauptet, dass es eben noch mehr gibt als das und dass derjenige, der BEIDES kennt eben besser dran ist - schon rein logisch.
in erster Linie entscheidet auch bei
mir der Genuss (und ich könnte durchaus das eine oder andere
genauso toll auseinanderpflücken wie Du).
na das ist doch wunderbar, ich bin mit dir in fast allem einverstanden (auch wenn du es mir nicht glaubst *g*)! Na klar, wenn ich Lust habe auf Roy Black (um das Posting von Fritz aufzugreifen *g*) oder auf die Toten Hosen oder auf Billy Idol oder sonstwen, dann höre ich mir natürlich diese Musik an und greife nicht zu Wagner oder Mahler. Und dass man auch „einfachere“ Musik „auseinanderpflücken“ kann, habe ich - denke ich - auch selbst gezeigt. (BTW: Mich würde das wirklich interessieren, an was du da denkst!)
viele Leuten nutzen genau Deine Argumente, um ihr ach so hohes
Musikverständnis zu beweihräuchern.
Das ist natürlich nicht schön, aber der umgekehrte Fehler ist genauso falsch, Musikverständnis abzulehnen, weil es dann „Malen nach Zahlen“ wäre - trotz Zappa (den ich sehr schätze, von dem ich aber leider zu wenig kenne).
Es ist ja wohl Fakt, dass ein
Großteil der Musikstücke Auftragsarbeiten waren, die einem
ganz bestimmten Schema entsprechen mussten, damit sie dem
Komponisten vom adeligen Auftraggeber nicht um die Ohren
gehauen wurden.
Es ist richtig, dass viele Stücke Auftragsarbeiten waren. Es ist aber auch richtig, dass die wesentlichen Stücke der Musikgeschichte das eben nicht waren. Beethoven war der erste, der ohne die Unterstützung eines Auftraggebers leben konnte und der sich nicht in seinen Kompositionen hineinreden ließ. Aber auch schon vorher, haben die Komponisten NEBEN den Auftragskompositionen auch Bedeutendes geschrieben bzw. die Aufträge nach ihren eigenen Vorstellungen gearbeitet.
Übrigens haben auch die Beatles (sorry, dass es schon wieder die sind, die als Beispiel dienen, aber die kenne ich eben gut) ihre ersten Songs in einem damals ziemlich gängigen Stil verfasst. Ich weiß nicht, ob dir das etwas sagt, aber die „Beatles“ waren als „Silver Beatles“ Begleitgruppe von Tony Sheridan, und haben unter anderem solche schönen Stücke wie „My Bonnie is (lies) over the ocean“ aufgenommen.
Ja, die Auftraggeber WUSSTEN genau, warum sie diese oder jene
Symphonie toll fanden, denn sie steckte ja in dem engen
musikalischen Korsett, das ihnen so gut schmeckte. Macht sie
das in Deinen Augen wirklich zu größeren Genießern?
Nein, und das habe ich auch nicht behauptet.
Entschuldigung, aber ich muss gleich kotzen…!
*Taschentuchhalt*
Nix für ungut, aber damit erklärst Du die Mehrheit der
musikliebenden Menschen im Grunde zu hirnlosen Konsumenten,
Nein, ich bestreite, das zu tun.
It’s only Rock’n’Roll, but I like it!
Ich auch!
Herzliche Grüße
Thomas Miller

