Erklärung der verschiedenen Musikstilrichtungen

Hallo zusammen,

ich hätte gerne einmal eine Übersicht über die verschiedenen Musikstilrichtungen (z.B. Techno, Trance, House, Soul, Hip Hop, Dance) jeweils mit einer Erklärung und vielleicht einem oder zwei Beispielen. Man liest so oft „Dieses oder jenes Musikstück ist zuzuordnen, oder eigentlich mehr , wobei aber auch Einflüsse des deutlich zu erkennen sind“. Wenn man, wie ich, 1. die aktuelle Musikszene nicht permanent mitverfolgt und 2. nicht mehr ganz jung ist, verliert man hier schnell den Anschluss.

Ich habe schon über Google gesucht, aber hier nichts Brauchbares gefunden.

Vielleicht gibt es ja im Internet irgendwo eine Seite, wo die verschiedenen Stilrichtungen entsprechend erklärt sind.

Vielen Dank schon mal im voraus.

Grüße
Sebastian

Hmpf!

Vielleicht gibt es ja im Internet irgendwo eine Seite, wo die
verschiedenen Stilrichtungen entsprechend erklärt sind.

Bin zwar ein entschiedener Gegner von (oft sinnlosen) Einschubladisierungen, aber bitte:

http://www.allmusic.com/
http://www.laut.de/lautwerk/

Hallo,

http://www.laut.de/lautwerk/

hier findet man unter der Bezeichnung „Klassik“ Folgendes:

„Barock - Gregorianik - Klassik - Neoklassizismus
Rhapsodie - Romantik - Zwölftontechnik“

Dazu muss man bemerken, dass diese sieben Begriffe uneinheitlich sind, den erstens fehlt zwischen „Gregorianik“ und Barock" das gesamte Mittelalter mit „Ars antiqua“, „Ars nova“ sowie den Strömungen der Renaissance, zweitens aber wird mit der Bezeichnung „Zwölftontechnik“ keine Epoche, sondern eben eine Kompositionstechnik bezeichnet. Zudem ist „Rhapsodie“ ein Begriff der Formenlehre und nicht der Musikgeschichte.

Ich kann die übrigen Bezeichnungen der Popgeschichte i.w.S. nicht genau einordnen, ohne mir die Mühe zu machen, etwas konkreter zu suchen, aber ich wäre aufgrund der Bezeichnungen im „Klassikbereich“ etwas skeptisch, ob das alles richtig ist, was da steht. Für einen kurzen Überblick reicht es natürlich.
Ich will also nicht meckern, nur zur Vorsicht mahnen.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo,

ich bin nicht der Fachmann für Popmusik, aber ich habe einige Links gefunden, die dir vielleicht weiterhelfen:

http://www.savoy-truffle.de/zippo/Stationen.html
-> gefunden bei: http://www.stefandrees.de/gattung.html

http://members.cts.com/crash/n/nthuleen/teach/popmus…

http://www.siwikultur.de/khb/8/3/2373.htm

http://www.musictrooper.de/Musictrooper/Lexikon/lexi…

http://www2.hu-berlin.de/fpm/list.htm

http://www.sas.upenn.edu/music/ams/musicology_www.html
(unter „Rock and Pop“ weiter unten interessante Links)

http://www.aeiou.at/aeiou.music.index

http://citd.scar.utoronto.ca/EM/resource/timeline-co…

und (vor allem für den „klassischen“ Bereich):
http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/mg1n…
http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Winter00-01/m…
http://www.stefandrees.de/

Ich denke, da müsste was dabei sein.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Jup

Für einen kurzen Überblick reicht es natürlich.
Ich will also nicht meckern, nur zur Vorsicht mahnen.

Sage ich ja. Oft steht da Hanebüchenes!

Ich teile ein in:

laute Musik, leise Musik, schnelle Musik, langsame Musik,
Musik am Morgen, Musik auf der Fahrt zur Arbeit, Musik am Abend, Musik in der Nacht;

und dann noch eine große Abteilung: Musik, die ich nicht hören mag!

Komme damit gut zurecht.
Fritz

Einen hab ich noch …
Hallo,

http://www2.hu-berlin.de/fpm/texte/chrono.htm

Gibt auch einiges her …

Herzliche Grüße

Thomas Miller

right on. mit „schicke musik“ und „nicht so schicke musik“ fahre ich auch ganz gut.

Hallo Fritz,

laute Musik, leise Musik, schnelle Musik, langsame Musik,
Musik am Morgen, Musik auf der Fahrt zur Arbeit, Musik am
Abend, Musik in der Nacht;
und dann noch eine große Abteilung: Musik, die ich nicht hören
mag!
Komme damit gut zurecht.

das ist eine Möglichkeit.
Setzt man aber statt „gut“ und „schlecht“ die Attribute „interessant“ und „banal“, dann benötigt man schon ein wenig Hintergrundwissen, um sich gut zurecht zu finden. :smile:

Herzliche Grüße

Thomas Miller

‚gut‘ und ‚schlecht‘

das ist eine Möglichkeit.
Setzt man aber statt „gut“ und „schlecht“ die Attribute
„interessant“ und „banal“, dann benötigt man schon ein wenig
Hintergrundwissen, um sich gut zurecht zu finden. :smile:

Diese Worte hat er ja gottseidank nicht benutzt. Und ob jemand etwas „interessant“ oder „banal“ findet, ist doch wohl auch auch Geschmackssache.

Hallo Thomas,
ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber wozu brauche ich Hintergrundwissen ?? Ich mag bestimmte Musik, andere wiederum mag ich nicht, auch nicht mit Hintergrundwissen. Mal ganz abgesehen davon, das es fast täglich neue Stilrichtungen gibt. Und wenn mans nicht in irgendeine Schublade stecken kann, ist´s eben „Crossover“. Bei einer Party letztens fragte mich jemand, ob ich nicht auch harten Reggae-Dub hätte. Ich fragte nur, was das sei. Bei meinen zahlreichen CD´s ist bestimmt sowas dabei, aber ich sortiere meine CD´s nicht nach Stilrichtungen, sondern wie es gerade passt. Und ich habe eigentlich von der Stilrichtung keine besonderen Vorlieben. Von fast jeder Richtung gibt es auch Stücke, die mir gefallen, auch wenn ich den überwiegenden Teil der Stilrichtung vielleicht nicht mag. So what?
Gruss Sebastian

Zumal…
…„Reggae-Dub“ möglicherweise nicht bei jedem dasselbe ist; egal ob mit oder ohne Hintergrundwissen!
Und gerade das von Dir genannte Wort „Crossover“ ist ja nun ziemlich dehnbar (bei Deiner Interpretation erst recht, wenngleich es -mit ein bisschen Hintergrundwissen *g*- durchaus meistens für eine ganz bestimmte Art von Musik benutzt wird).

Vielen Dank für die Antworten!
Natürlich kann man nicht jeden Song unbedingt in eine Schublade stopfen, aber wenn man so von bestimmten Stilrichtungen hört und hat so gar keine Ahnung, was das ist …

Außerdem ist es ganz interessant, wie sich die verschiedenen Stile entwickelt haben und auch wie die Namen zustande gekommen sind („House“, weil die DJs das zu Hause zusammengemixt haben).

Ich habe mich z.B. immer gefragt, was der Unterschied zwischen Rap und Hip Hop ist, jetzt weiß ich, dass das Letztere eine Weiterentwicklung des Ersteren ist. Und meine Erinnerung, dass der erste populäre Rap „Rapper’s Delight“ von der „Sugar Hill Gang“ war, wurde bestätigt (das war immer 'en Super-Scheibe, wenn man als DJ mal für kleine Königstiger musste, 15 Minuten!).

Also nochmal Merci an alle!

Grüße
Sebastian

Musikgeschmack und Musikerkenntnis
Hallo,

ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen, weil ich bemerke, was ich wieder losgetreten habe. Ich wollte wirklich niemanden bevormunden und denke, dass jeder die Musik, die er hören will, hören darf und hören soll, auch auf die Art und Weise, wie er will! Insofern nehme ich also die Formulierung mit dem Verb „brauchen“ zurück, denn niemand „benötigt“ dieses Hintergrundwissen in diesem scharfen Sinn.

Worauf ich schlicht aufmerksam machen wollte, ist, dass man durch das Hintergrundwissen seinen Genuss verfeinern kann, indem zu dem reinen Genuss eben noch eine weitere Genussquelle hinzutritt – das Wissen über die Musik. Weil ich mich in der Popmusik nicht so auskenne, versuche ich, an drei Beispielen zu zeigen, was ich meine.

Das bekannte Lied „Guter Mond (du gehst so stille)“ ist als Lied so banal, dass es schon fast als Volkslied gilt, obwohl es einen leibhaftigen Komponisten (namens Karl Eulin) hat. Musiktheoretisch kann man auch zeigen, dass sogar diese Melodie allein schon sehr interessant ist. Das lässt sich verfeinern, etwa indem ich der Melodie eine Chor mit Harmonien unterlege, wodurch die Stärken der Melodie hervorgehoben werden. Wie viel interessanter aber ist das Arrangemant dieses Liedes von Harry Frommermann (Comedian Harmonists)! Sowohl die Tatsache, dass das Lied interessant aufgebaut ist, als auch die Tatsache, dass das Arrangement der Comedian Harmonists noch interessanter ist, setzt solch eine Art Hintergrundwissen voraus bzw. kann nur durch Hintergrundwissen erkannt werden, indem ich nämlich die Besonderheit dieser bestimmten Melodie gegenüber anderen Melodien, dieses Arrangements gegenüber anderen Arrangements begreife, indem ich verstehe, warum die Regelwidrigkeiten in der harmonischen Ausführung so und so wirken.

Zweites Beispiel: Das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“ von Franz Schubert ist in der Volksliedfassung so entstellt, dass man es so wirklich als „banal“ bezeichnen kann. Insbesondere durch den Verzicht auf die Kontraststrophe, durch den Verzicht auf die „erklärende“ Klavierbegleitung und durch Melodieänderungen wird dem Lied jede Interessantheit genommen, die es vorher (in der Schubertschen Fassung) hatte. Gleichwohl kenne ich Menschen, die die Volksliedfassung vorziehen, weil sie das Lied „einfach schön“ finden. Natürlich dürfen sie das „finden“, aber ich denke, dass man nicht bestreiten kann, dass derjenige, der die „richtige“ Fassung kennt, das Lied besser versteht – UND einen höheren Genuss beim Hören hat.

Drittes Beispiel (endlich aus der Popmusik! *g*): „Roll over Beethoven“ gibt es in mehreren Fassungen. Wenn man aber die Fassungen etwa von den Beatles auf der einen Seite und Chuck Berry auf der anderen Seite vergleicht, denke ich dass eine dieser beiden Fassungen dem Stück gerechter wird als die andere: ich meine die Chuck-Berry-Fassung. Das kann man nur wissen, wenn man weiß, was Rock’n’Roll eigentlich ist, wie er entstand und was er beabsichtigte. Natürlich kann man die Beatles-Fassung „vorziehen“, „lieber mögen“ oder wie man seine Vorlieben auch immer ausdrückt, aber der Genuss ist durch die Erkenntnisse über die Musik, das Hintergrundwissen, größer als ohne.

Reine Geschmackssache ist nur der Genuss OHNE Erkenntnis, der zweifellos – wer würde das bestreiten wollen – seinen eigenen Wert hat. Der Genuss MIT Erkenntnis ist aus meiner Sicht ein größerer Genuss, aber ich weiß sehr wohl, dass man das nicht vermitteln kann, weil ja – logischerweise – dies nur jemand behaupten kann, der diese „Erfahrung“ schon gemacht hat.

Wer also weiß, WARUM ihm etwas gefällt, hat einen größeren Genuss – das allein war meine These, ohne dass ich den „reinen“ Genuss ausdrücklich abwerten wollte. Wer also bestreitet, dass das so ist, OHNE diese „andere“ Ebene überhaupt zu kennen bzw. auch nur kennen lernen zu wollen, es also gar nicht in Betracht zieht, dass es noch etwas anderes geben könnte, der hört Musik wie jemand, der in eine ungeschälte Banane (oder noch besser eine Ananas) beißt mit dem Hinweis, sie schmeckt ihm nicht. Das war es, wogegen ich mich ein wenig aufgelehnt habe.

Ob Fritz das so gemeint hat, weiß ich nicht. Eigentlich traue ich ihm das Potential für eine andere Haltung zu – das weiß er wohl auch: Deshalb war ich mir bei ihm nicht so sicher, ob er das Posting nicht doch ironisch gehalten hat. Meine Absicht war auch nicht eigentlich Kritik, sondern eher Horizonterweiterung – wenn ich so sagen darf.

Herzliche Grüße :smile:

Thomas Miller

reichlich ungenau Part II
Hallo!

Es fehlt nicht nur im Bereich Klassik etwas, sondern auch im Bereich „Rock“.
Wo z.B. finde ich die Musik-Richtung GOTHIC-ROCK? Wo ist DARK-WAVE?

Aber ehrlich gesagt ist http://www.laut.de/lautwerk/ so ziemlich noch das umfangreichste Verzeichnis, das mir bekannt ist…

Gruß,
Ami666

Hallo, alle Gesprächsteilnehmer,

Ob Fritz das so gemeint hat, weiß ich nicht. Eigentlich traue
ich ihm das Potential für eine andere Haltung zu –

*Knicks*

das weiß er
wohl auch: Deshalb war ich mir bei ihm nicht so sicher, ob er
das Posting nicht doch ironisch gehalten hat. Meine Absicht
war auch nicht eigentlich Kritik, sondern eher
Horizonterweiterung – wenn ich so sagen darf.

Ich meinte es, wie fast immer, ernst und ironisch.

Wenn man Bezeichnungen sucht, kann man sich der mehr als tausend Jahre alten Terminologie der Musikwissenschaften bedienen. Oder ganz einfach, die Lautstärke oder Geschwindigkeit oder die Gelegenheit als Terminologie wählen.

Man muss aber wissen, was man meint, und der Gesprächspartner muss einen verstehen können. Das ist überall so, in der Literatur, der Malerei, der Musik.

Und - es gibt Genuss ohne Wissen! Man kann eines meiner - von mir zubereiteten - Gerichte in sich hineinschaufeln und man ist dann satt.

Wenn man aber die kleinen Verfeinerungen, die ich mir ausdenke, rausschmeckt und sagen kann: „He, Kerbel habe ich da noch nie rangemacht!“, dann erst genießt man richtig.

Selbst bei einer Musik, die mein Zwerchfell anspricht, bin ich mir beim Hören dessen bewusst!

Fritz

Diese Worte hat er ja gottseidank nicht benutzt.

Auch hier fühle ich mich verstanden. *Knicks!*

„Gut“ und „schlecht“ sage ich auch nicht. Ich gebrauche lieber „ehrliche“, also aus eigenem Antrieb entstehende Musik und „verlogene“, also dem Geldmachenwollen allein verdankte Musik.

Natürlich wollen alle Musiker Geld verdienen, aber manche eben mit ihrer eigenen Musik, andere mit der, die das Publikum mag.

Bob Dylan und Roy Black haben als junge Leute „Rock ´n´ Roll“ gespielt, hart und schnell und laut. Sie haben aber damit kein Geld verdienen können.

Roy Black hat nach seinen Schnulzenerfolgen da weiter gemacht bis zum bitteren Ende.
Dylan hat irgendwann die elektrische Gitarre wieder rausgeholt und bittere Zeiten durchgemacht.

Das ist der Unterschied!
Fritz

‚ehrlich‘ und ‚verlogen‘

Ich gebrauche lieber
„ehrliche“, also aus eigenem Antrieb entstehende Musik und
„verlogene“, also dem Geldmachenwollen allein verdankte Musik.

Ich sehe kein Problem darin, wenn man auch „verlogene“ Songs gut findet. Letztendlich entscheidet doch nur das Gefallen, das mir in irgendeiner Form Wohlbefinden verschafft. Ob der Komponist/Interpret das seinen potentiellen Hörern (und nicht sich selber) auf den Leib geschrieben hat, ist doch eher zweitrangig.

Natürlich wollen alle Musiker Geld verdienen, aber manche eben
mit ihrer eigenen Musik, andere mit der, die das Publikum mag.

So what?

Grundsätzlich weiß ich schon, was Du meinst, und wenn man (wie ich auch) kein Chartskonsument ist, dann geht einem schon mal öfter der Hut hoch. Nichtsdestotrotz hat diese Musik auch ihre Berechtigung. Eine Millionen Fliegen kann nicht irren! :wink:

HOFee

Ach Du liebe Zeit!

Wer also weiß, WARUM ihm etwas gefällt, hat einen größeren
Genuss – das allein war meine These, ohne dass ich den
„reinen“ Genuss ausdrücklich abwerten wollte. Wer also
bestreitet, dass das so ist, OHNE diese „andere“ Ebene
überhaupt zu kennen bzw. auch nur kennen lernen zu wollen, es
also gar nicht in Betracht zieht, dass es noch etwas anderes
geben könnte, der hört Musik wie jemand, der in eine
ungeschälte Banane (oder noch besser eine Ananas) beißt mit
dem Hinweis, sie schmeckt ihm nicht. Das war es, wogegen ich
mich ein wenig aufgelehnt habe.

Das halte ich für eine sehr elitäre Einstellung, die m.E. nicht immer greift. Hier und da interessiere ich mich in der Tat für den Grund, warum ich ausgerechnet diese Platte gut oder schlecht finde, aber in erster Linie entscheidet auch bei mir der Genuss (und ich könnte durchaus das eine oder andere genauso toll auseinanderpflücken wie Du).
Du wirst die Band „Dream Theater“ nicht kennen, aber genau mit Deiner Einstellung hören sich m.E. viele Leute diese Band schön. Zur Erklärung: die Bandmitglieder haben z.T. Musik studiert und legen Wert auf äußerst ausgefeilte Kompositionen und nahezu perfekte instrumentale Umsetzung. Ich find ihre Musik mit Ausnahme der ersten Platte grauenhaft, aber viele Leuten nutzen genau Deine Argumente, um ihr ach so hohes Musikverständnis zu beweihräuchern.

Zum Thema „Klassische Musik“ fällt mir eigentlich nur ein Verweis auf Frank Zappas Autobiographie ein, wo er sie mit „Malen nach Zahlen“ vergleicht. Es ist ja wohl Fakt, dass ein Großteil der Musikstücke Auftragsarbeiten waren, die einem ganz bestimmten Schema entsprechen mussten, damit sie dem Komponisten vom adeligen Auftraggeber nicht um die Ohren gehauen wurden.
Ja, die Auftraggeber WUSSTEN genau, warum sie diese oder jene Symphonie toll fanden, denn sie steckte ja in dem engen musikalischen Korsett, das ihnen so gut schmeckte. Macht sie das in Deinen Augen wirklich zu größeren Genießern?

Ob Fritz das so gemeint hat, weiß ich nicht. Eigentlich traue
ich ihm das Potential für eine andere Haltung zu

Entschuldigung, aber ich muss gleich kotzen…!

Meine Absicht
war auch nicht eigentlich Kritik, sondern eher
Horizonterweiterung – wenn ich so sagen darf.

Buhööörg!!!

Nix für ungut, aber damit erklärst Du die Mehrheit der musikliebenden Menschen im Grunde zu hirnlosen Konsumenten, was m.E. eigentlich gar nicht so schlimm ist, denn:
It’s only Rock’n’Roll, but I like it!

Gruß,
HOFee

‚Man nehme einen Teelöffel Kerbel…‘

Und - es gibt Genuss ohne Wissen! Man kann eines meiner - von
mir zubereiteten - Gerichte in sich hineinschaufeln und man
ist dann satt.

Wenn man aber die kleinen Verfeinerungen, die ich mir
ausdenke, rausschmeckt und sagen kann: „He, Kerbel habe ich da
noch nie rangemacht!“, dann erst genießt man richtig.

Ist das so? Interessant würde ich diese Information finden, aber es würde mir nicht besser schmecken als vorher. Vielleicht würde es den Koch sogar entzaubern, wenn ich wüsste, dass es letztendlich nicht seine Kochkunst, sondern ein schnödes Gewürz ist, das sein Gericht so schmackhaft macht.
Damit wären wir wieder genau bei dem, was ich (bzw. Frank Zappa) über klassische Musik gesagt hat (siehe unter „Ach Du liebe Zeit“): Malen nach Zahlen!