Erkrankung/Tod durch Passivrauchen

Hallo,

ich möchte hier bitte keine ideologische Diskussionen lostreten sondern frage mich lediglich, wie man gesundheitliche Folgen durch Passivrauchen diagnostiziert.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1074249
Es sterben ja bekanntlich auch Nichtraucher an Lungenkrebs oder Nichtraucher sind Asthmatiker - also woher weiß man, dass bei einer Erkrankung Passivrauchen ursächlich ist?

Gruß,
Anja

Kleine Korrektur
Hallo,

es gibt eine Menge Asthmatiker, die nichts mit dem Rauchen zu tun haben ( http://de.wikipedia.org/wiki/Asthma#Ursachen).
Häufiger und eher mit Rauchen assoziiert ist die chronisch obstruktive Lungenkrankheit, kurz: COPD.

Vornehmlich geschieht diese Feststellung aus der Anamnese: Wird in der elterlichen Wohnung geraucht, ist es für die Kinder (leider) relativ klar.
Ebenso - ein mittlerweile halbwegs veraltetes Beispiel - der nichtrauchende Wirt in der Kneipe.

Also Vieles lässt sich allein aus der Sozialanamnese herleiten.

Grüße
Liete

ich möchte hier bitte keine ideologische Diskussionen
lostreten sondern frage mich lediglich, wie man
gesundheitliche Folgen durch Passivrauchen diagnostiziert.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1074249
Es sterben ja bekanntlich auch Nichtraucher an Lungenkrebs
oder Nichtraucher sind Asthmatiker -

Im Grunde weiß man das erst hinterhre. Nur sind die durch Rauchen verursachten Krebse anderer Natur als die Krebse bei Nichtrauchern, das Verhältnis beträgt etwa 9:1

Den Kommentar zu den Asthmatikern hat Liete schon gegeben.

Moin,

also woher weiß man, dass
bei einer Erkrankung Passivrauchen ursächlich ist?

Im Einzelfall weiß man das vermutlich nicht, in der Gruppe jedoch schon. Das läßt sich relativ leicht mit statistischen Mitteln herleiten.

Angenommen man beobachtet zwei Gruppen von jeweils 1000 Kindern. Die Kinder der einen Gruppe (I) wachsen in Haushalten auf, in denen geraucht wird (sind also Passivrauchen ausgesetzt), die andere Gruppe (II) nicht. Alle anderen gesundheitlichen Bedingungen sind vergleichbar.

Jetzt treten in Gruppe (I) bei 10 von 1000 Kindern Fälle von Lungenkrebs und bei 80 von 1000 Kindern Fälle von Astma auf.

Bei Gruppe (II) sind es 5 von 1000 Kindern mit Lungenkrebs und 10 von 1000 Kindern mit Astma.

Wenn bei ählichen Vergleichsgruppen ähnliche Verhältnisse beobachtet werden, dann kann man statistisch davon ausgehen, dass 5 von 1000 Kindern Lungenkrebs und 70 von 1000 Kindern Astma aufgrund von Passivrauchen entwickeln, ohne jedoch eine Aussage darüber zu treffen, welche Kinder dies im einzelnen sind.

Diese Zahlen lassen sich dann auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen, ohne dass man dafür die Ursache der Erkrankung bei einem einzelnen Kind kennen muss.

Gruß
Marion

Es ist unterschiedlich. Entweder arbeitest du in einer Gaststätte, wo die Bude verqualmt ist (hier in Bayern nicht mehr möglich), oder du arbeitest in einem Büro, wo es eher saubere Luft gibt. Wenn jemand im Büro arbeitet, glaub ich nicht, das es dann nur am Passivrauchen liegt. Da spielen dann auch andere Faktoren eine Rolle. Bei jemanden, der in der Gaststätte arbeitet, kann es dagegen sehr gut sein.