Erkrankung und Psycho

Hi @, der/die eine kennt mich aus meinen Postings. Nun, ich arbeite seit drei Jahren für einen Psychopathen/Choleriker und bin seit Freitag aufgrund dessen Pöbeleien ernsthaft erkrankt. Heißt, böse Lippenherpes, Magenschmerzen, Durchfall, Sehstörungen, Angstzustände. Dazu möchte ich sagen, daß ich seit einiger Zeit Beta-Blocker einnehmen muß. Also, ich sehe mich nicht in der Lage, morgen arbeiten zu gehen und mich plagt jetzt schon das Gewissen. Any Idea?

Wenn Du so allergisch reagierst, solltest Du konsequent sein und Dir eine andere Arbeitsstelle suchen.

…ernsthaft

gruß
rolf

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So, wie du es beschreibst, weißt Du, dass Deine Probleme mit Deinem Chef (?) zusammenhängen. Prinzipiell sehe ich nur zwei Möglichkeiten: aufhören oder weitermachen.

  1. Aufhören: Du hast die Beta-Blocker verschrieben bekommen, weil Du Herzprobleme oder Bluthochdruck hast. Hast Du den verschreibenden Arzt über Deine Situation informiert? Bzw. (gerade bei Herzproblemen) wurde eine körperlich Ursache gefunden?

Wenn Du aufhören willst und nicht steinreich bist, kannst Du natürlich nicht einfach selbst kündigen. Wenn ein Arzt bescheinigen kann (s.o.), dass diese Probleme wegen Deiner Situation am Arbeitsplatz entstanden sind, sehe ich überhaupt kein Problem, eine Krankschreibung zu bekommen. Weil Du von „morgen“ schreibst, also morgen zum Arzt gehen. Es ist dabei zweitrangig, ob Dein Chef „wirklich“ so ist, es geht darum, dass Du offensichtlich momentan nervlich am Ende bist. Falls Du Bedenken davor hast, Deinen Chef „schlechtzumachen“ o.ä., das ist überhaupt nicht nötig. Dein Zustand wird erstmal gesondert „behandelt“.

Du musst eben sehen, dass Du Dich aus der Situation befreist, ohne Nachteil für Dich und einige Schritte befolgen.

  1. Weitermachen: Ich kenne Deine Situation nicht und habe auch noch nie mit einem Psychopathen zusammengearbeitet (dafür mit einem Choleriker). Es sieht aber nicht so aus, als ob Du die „Anfälle“ dieses Menschen genügend abwehren könntest. Es ist also davon auszugehen, dass sich Deine Symptome verschlechtern. Solltest Du dennoch weitermachen wollen, musst Du die Äußerungen dieses Menschen distanzierter sehen. Wenn Du schon schreibst, er sei „Psychopath“, dann darfst Du als „Nicht-Psychopath“ seine Äußerungen nicht so persönlich nehmen (Ich gehe davon aus, dass es sich ausschließlich um verbale Auseinandersetzungen handelt). Vielleicht findest Du einen Weg, damit umzugehen. Immerhin siehst Du ihn als krank, vielleicht hilft es, sich dessen bewusster zu werden.

Du würdest Dich von einem 3-Jährigen vermutlich nicht als dumm beschimpfen lassen, bzw. es Dir nicht ernsthaft zu Herzen nehmen.

Viele Grüße,

komplizia

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Hallo (-:

Guckst du hier:

http://www.chefduzen.de/

Gruß,

Oliver

Moin Antares,

wenn du ernsthaft erkrankt und arbeitsunfähig bist, dann lässt du dich krank schreiben. So simpel ist das. Unabhängig davon, woher deine Erkrankung rührt. Dein Gewissen - wem gegenüber? - lässt du mal ausschlafen.

Du wirst sehen, das geht!

Grüße
Demenzia

Auwei
Hallo, Antares

Ich hab erstmal geguckt, wo du wohnst. Nicht, dass wir denselben Chef
meinen…

Ich hatte Anfang letzten Jahres ein Praktikum (extrem wichtig für
meinen Lebenslauf. Macht unheimlich was her in meiner Vita) bei einem
Chef, der zwischen extremen Nettigkeiten und cholerischen Ausbrüchen
mit Rumbrüllen und übelsten Beschimpfungen völlig unberechenbar hin-
und herpendelte.
Ich konnte das nicht länger aushalten, als die vertraglich
vereinbarten drei Monate. Anfangs hab ich zwar gedacht, „ich krieg
das schon hin. Das darf man sich nicht so zu Herzen nehmen, er is ja
eigentlich ein netter Kerl mit viel Ahung und großer Intelligenz, der
halt nur mit anderen Menschen nicht so gut kann…“. Immerhin hatte
ich Aussichten, fest eingestellt zu werden. Aber letztlich hatte ich
dann auch schon keinen Bock mehr hinzugehen, obwohl die Arbeit selbst
viel Spaß gemacht hat. Er ist übrigens total ausgetickt, als ich ihm
gesagt hab, dass ich dann jetzt mal gehe…

Wenn ich dich jetzt höre/ resp. lese und sehe, dass du sogar
ernsthafte gesundheitliche Probleme davonträgst, dann sage ich dir:
„Mach, dass du da so schnell wie möglich rauskommst!“

Ich wünsch dir viel Erfolg und Kraft

Gruß vom Frosch

Hi Antares,
ich lese Dein posting erst heute, und hoffe sehr, dass Du dich für
ein paar Tage / ne Woche hast krankschreiben lassen.

Bei Deinen Symptomen würde Dich jeder Arzt krankschreiben, ob von
Cheffe verursacht oder nicht.

Schlechtes Gewissen??? Hör’ lieber auf Deinen Körper - der sagt Dir
gerade ziemlich klar, dass du dich um DICH kümmern musst!

Arbeitest Du für diesen Typen Vollzeit? Oder ist er ein Auftaggeber,
für den Du ab und an arbeitest?

Je nachdem müsstest Du sehen, ob Du das auf Dauer irgendwie geregelt
kriegst, so dass Du es ‚aushalten‘ kannst. Was ich mir bei Vollzeit
natürlich nicht vorstellen kann.

Aber um eine Lösung zu finden, solltest Du meiner Meinung nach ein
bisschen mehr an dich selbst denken - die Symptome, die Du
beschreibst, und dazu ‚ein schlechtes Gewissen‘, das passt nicht so
ganz zusammen (falls Du weisst, was ich sagen will).

Dir alles Gute!
gruss, isabel

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ich hab da welche,
zunächst ist es so dass solche „beziehungen“ immer von beiden seiten „genährt“ werden, ergo ist es nicht unwahrscheinlich dass
eben diese beziehung zuu deinem chef dir was sagen möchte
denn egal was er tut wird jeder eine andere meinung davon haben
du bist gestresst davon und wirst sogar krank
was sagt dir das?
mir würde es sagen dass diese beziehung ziemlich ungesund ist
da du jedoch deinen chef nicht verändern kannst, bleibt dir nichts anderes als an dir selber zu arbeiten
denn da du ja überhaupt diese beziehung eingegangen bist
könnte es dir ja sagen, dass du an deinen grenzen arbeiten musst
er nervt und du lässt es zu …
genau wie der macho ne unterwürfige frau bekommt
und die unterwürfige frau sich nen macho sucht (auch wenn sie nach aussen dass gegenteil behaupten)
die lösung deines problems liegt nicht am unterdrücken der symptome
sondern am erkennen warum hat man sich überhaupt in eine solch ungesunde beziehung begeben…
die gründe hierfür können sehr vielfältig sein

also betablocker und co verschleppen nur und sind keine dauerhafte lösung.
da cheffe sich wie fast alle menschen nicht von aussen verändern lassen, hast du nur die möglichkeit an dir selber was zu verändern.
den job zu wechseln ohne zu wissen was genau für die jetzige situation gesorgt hat ist lottospielen, zudem ist die wahrscheinlichkeit groß
vom regen in die traufe zu fallen.
wenn du jedoch dein verhalten veränderst, ist dein gegenüber gezwungen sein verhalten zu verändern, da die erwarteten (bekannten) reaktionen ausbleiben bzw. anders sind.

mehr kann ich im mom nicht dazu sagen da ich zuwenig über deine spezielle situation weiß um allgemeinplätze zu verlassen

ich hoffe dass es dir hilft mal von dieser seite aus das ganze anzugehen

liebe grüße

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