Hallo Zusammen,
ich hab eine für mich sehr wichtige Frage.
Meine Freundin leidet durch Ihr Studium momentan
unter Zeitlichem druck. Sie muss in nur 3 Wochen
praktische Dinge erledigen die sonst nur in längeren Zeiträumen
erledigt werden können. Prinzipell ist das auch möglich, den sie ist talentiert. Das Problem dabei ist das Sie sich selber einredet das es nicht zu schaffen ist. Trotzdem nimmt Sie sich jeden Tag vor hart zu Arbeiten kommt dann aber Abends Heim und erzählt mir dann am Telefon (ist leide rne Fernbeziehung) das Sie heute wiedermal nichts gemacht hat. Obwohl Sie es sich vorgenommen hatte - Sie ist deshalb sauer auf sich selber und verzweifelt von Tag zu Tag noch mehr.
Wie kann ich als Ihr Freund auf sie einwirken um Ihr den Rücken zu stärken, ihr Mut zu geben und ihr diese ‚untätigkeit‘ abzugewöhnen.
- Versucht hab ich es schon mit aufbauenenden Worten und Schilderungen - Ich hab Ihr erklärt wie toll Sie ist und das Sie,
dass - wenn es auch stressig ist - schaffen kann. Doch glaubt Sie immer weniger daran…
was soll ich tun?
Ich hoffe ich habe das Forum getroffen.
Gern beantworte ich auch weitere Fragen zu dieser Situation
mfg und herzlichem Dank
HiTi
Hi HiTi!
Mir geht es auch oft so, dass ich mich nur schwer aufraffen kann, solche Aufgaben anzugehen und je größer der Berg vor mir, desto hilfloser komme ich mir vor und desto schwieriger wird’s den Anfang zu machen.
Ist ja auch logisch, dass je mehr Zeit verstreicht, also je stärker der Druck wird, die Angst, diese Aufgabe noch rechtzeitig zu bewältigen immer größer wird.
Ich versuche mich inzwischen selbst zu überlisten, indem ich mir kleine Häppchen vornehme… nicht alles auf einmal bewältigen wollen, sondern erst mal ne Teilmenge, die wirkt dann nicht mehr so bedrohlich und einschüchternd.
Zusätzlich kannst Du Deiner Freundin helfen, wenn Du die praktischen Aufgaben kennst und in etwa nachvollziehen kannst, was sie zu tun hat, dann versuch ihr doch ne Hilfestellung zu geben, indem Du ihr vorschlägst, mit diesem oder jenem anzufangen… versuch ihr so genau wie möglich zu sagen, wie sie vorgehen soll, dann braucht sie sich quasi nur noch auf den praktischen Teil zu konzentrieren und muss sich nicht auch noch nen Kopf drum machen, was in welcher Reihenfolge erledigt werden muss.
Es ist oft leichter bei solch erdrückenden Aufgaben nach Anweisung vorzugehen und damit quasi die Verantwortung dafür auf jemand anderen „abzuwälzen“. Das mindert den Druck zusätzlich.
Drücke die Daumen, dass es alles noch rechtzeitig fertig wird,
Marla
ich hab eine für mich sehr wichtige Frage.
Meine Freundin leidet durch Ihr Studium momentan
unter Zeitlichem druck. Sie muss in nur 3 Wochen
praktische Dinge erledigen die sonst nur in längeren
Zeiträumen erledigt werden können. Prinzipell ist das
auch möglich, den sie ist talentiert.
ok so far …
Das Problem dabei ist das Sie sich selber einredet das es nicht
zu schaffen ist. Trotzdem nimmt Sie sich jeden Tag vor hart zu
Arbeiten kommt dann aber Abends Heim und
erzählt mir dann am Telefon (ist leide rne Fernbeziehung) das
Sie heute wiedermal nichts gemacht hat. Obwohl Sie es sich
vorgenommen hatte - Sie ist deshalb sauer auf sich selber und
verzweifelt von Tag zu Tag noch mehr.
Dann ist Hilfe oft nicht fehl am Platze. Ich würde mir
überlegen, ob ich den „organisatorischen Overhead“ nicht
von der Freundin wegnehmen könnte und ihren Tagesablauf
etwas organisieren sollte. Sprich: Du gehst einkaufen und
mit ihr spazieren (in den Lernpausen) und fragst sie zum
Lernthema. Danach geht sie wieder an die Arbeit und Du
kümmerst Dich (leise) um das Anstehende.
Wie kann ich als Ihr Freund auf sie einwirken um Ihr den
Rücken zu stärken, ihr Mut zu geben und ihr diese
‚untätigkeit‘ abzugewöhnen.
Gar nicht. Entweder Du stehst ihr „praktisch“ bei
oder sie fängt sich von selbst, wenn die „Angst“
vor dem Versagen gross genug ist. Dann wird das
Ergebnis ob der knappen Zeit zwar suboptimal ausfallen,
aber es wird geschafft.
- Versucht hab ich es schon mit aufbauenenden Worten und
Schilderungen - Ich hab Ihr erklärt wie toll Sie ist und
das Sie, dass - wenn es auch stressig ist - schaffen kann.
Doch glaubt Sie immer weniger daran…
In solcher Not tut Organisation not.
was soll ich tun?
Ich hoffe ich habe das Forum getroffen.
Gern beantworte ich auch weitere Fragen zu dieser Situation
Ich kenne Euch und Eure Situation ja nicht, aber wenn ich heute
eine Freundin in dieser „Phase“ hätte, würde ich wahrscheinlich
versuchen, leise und fast unsichtbar die Lernsphäre der Freundin
„bewachen“ und mit ihr über die wichtigsten Aufgaben sprechen.
Auf möglichst lustige und zurückhaltende Art prüfen, ob sie
die „Mission priority“ einhält. Aber keine Sekunde länger in ihrer
Nähe sein als nötig. Das ist das Wichtigste, der Knackpunkt 
Falls so etwas geht …
Euer CMБ
Das Problem dabei ist das Sie sich selber einredet das es nicht
zu schaffen ist.
Das kann auch entwicklungsphysiologische Gründe haben,
siehe Artikel in „New Scientist“:
http://www.newscientist.com/news/news.jsp?id=ns99994718
It appears that the brain circuitry in motivation to get
rewards is under-engaged in teenagers and so it explains why
they need extreme stimuli to achieve the same level of brain
activity.
"The difference in activity may be exaggerated when the
reward is not instant, which may explain why teenagers
have difficulties achieving long-term goals.
„Extreme Stimuli“.

Euer CMБ
So oft wie möglich hinfahren (am besten öfter) und Muse sein, kochen, putzen, nett sein auch als Mann, im Nebenraum sitzen und mit einem Buch in der Hand Athmosphäre schaffen. Amerikanisches ‚du kannst es schaffen‘ zieht bei Europäern nicht so sehr, besser den Prozess untertützen ohne Wertungen ins Spiel zu bringen. Und wenns dann gar nicht geht bei der Neuorientierung unterstützen…
T.
Hallo Zusammen,
erstmal danke für die vielen Antworten.
Ich hab mir natürlich auch nochmal gedanken über das Thema gemacht.
Das Größte Problem dabei ist wohl genau 600 km lang, nähmlich die Strecke zwischen mir und meiner Freundin. Ich kann Sie nicht leise beobachten , ich kann Ihr nicht die Küche machen oder für Sie einkaufen gehen, für Sie kochen oder sie überhaupt mal in den Arm nehmen (Obwohl ich das alles wirklich sehr gerne tun würde) - ich sehe Sie nur alle 2 - 3 Wochen … diesesmal sind es sogar 4 Wochen… Das einzige Medium was uns bleibt ist das Telefon … Ihr übers Telefon klarzumachen das es nicht aussichtslos ist und das Sie es schafft, habe ich fast schon aufgegeben…
ansonsten waren die Tips wirkich sehr hilfreich!
Vielen Dank!
natürlich würde ich mich über weitere Antworten sehr freuen
Liebe Grüße HiTi
Hi!
Ich stimme Marla zu. Wenn ich eine schwierige Aufgabe habe und denke, diese nicht zu schaffen, werde ich erstmal müde. Das ist so ein „Ablenkngsmanöver“, denke ich. Damit ich mich besser konzentrieren kann, teile ich mir die Aufgaben in kleine Teile ein. Somit habe ich dann sogar kleine Erfolgserlebnisse zwischendurch. Zusätzlich stelle ich mir dann den Wecker, auf eine 1/2 bzw. 1 Stunde und nehme mir diese Zeit, um intensiv und konzentriert zu arbeiten. Danach gönne ich mir eine kleine Pause.
Ich finde es auch sehr wichtig, die Aufgaben erstmal zu organisieren. Meistens ist dann die Hälfte schon fast erledigt!
Viel Erfolg!