Ernährung Baby

Hallöle,

ich hoffe das ist das richtige Brett…
Unser Baby wird demnächst zusätzlich zum Stillen „beigefüttert“. Die Herren Milumil und Konsorten prügeln sich jetzt um unsere Aufmerksamkeit. Allerdings kann ich den „Folgemilch-Produkten“ nicht so genau entnehmen, was da drin ist: worin besteht denn der Vorteil dieser Milchpülverchen gegenüber normaler Milch?
Auch die Breie stimmen mich bedenklich: warum Kartoffelbreipulver, wo ich zB viel lieber echten Kartoffelbrei esse?
Wer kann mir einen Buchtipp oder ähnliche Hinweise geben, wie das Thema zu handhaben ist?
Fakten: wir kochen sehr gerne, möglichst frisch, eher mal was in grösseren Mengen und einfrieren als Fix-Produkte…
Vielen Dank für die Hilfe!

Das Problem mit der Milch ist, dass Kleinkinder die nicht (bzw. nicht gut) verdauen können…
Wir haben bei unserem Kleinen ausschließlich „HA-Nahrung“ beigefüttert…das ist „hypoallergene Nahrung“ (ohne Chemie und Konservierungsstoffe); nach Möglichkeit beim Einführen neuer Nahrungsmittel nicht alles auf einmal, sondern nach und nach (falls es Unverträglichkeiten gibt); gegen selber kochen ist nichts zu sagen, außer maßvoll und wenig gewürzt (Kleinkinder sind sehr geschmackssensibel); frische Kartoffeln (kann man auch klein drücken und ohne Milch zuBrei verarbeiten), (Vollkorn-)Nudeln; Brokkoli, Blumenkohl; Möhren; Apfel, Banane – alles kein Problem (nur bitte nacheinander das Kind daran gewöhnen – pro Woche etwa ein neues Nahrungsmittel…)

Hallo Zaphod,

nun ja, meines Wissens steht nirgendwo geschrieben, daß es Gläschen sein müssen… Und wenn Ihr ohnehin gerne brutzelt:

http://www.babyrezepte.de/include.php?path=content/o…
http://www.rezepte-forum.de/forumdisplay.php?f=51
http://www.babyclub.de/cms~Mode~Master~ID~8717149.asp (OK, dort wird ein bissl zu eifrig die Werbetrommel gerührt).

Was die Qualität der Gläschen angeht (no comment!): http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/200202….

Eine Kochbuchempfehlung kann ich - mangels geeigneter Versuchsobjekte *grins* - nicht aussprechen, aber das hier hätte ich im Angebot: http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/contentkin/sho….

Grüßle

Renee

nach (falls es Unverträglichkeiten gibt); gegen selber kochen
ist nichts zu sagen, außer maßvoll und wenig gewürzt
(Kleinkinder sind sehr geschmackssensibel); frische Kartoffeln

Hi, es geht nicht nur darum, dass Kinder geschmackssensibler sind:
Du darfst ihnen kein Salz geben.

Es sind schon Babies daran gestorben, dasss die Eltern sie immer ihr eigenes Essen mitessen liessen, und es so versehentlich mit Salz vergifteten.

Gruss, Isabel

Hallo,

Fakten: wir kochen sehr gerne, möglichst frisch, eher mal was
in grösseren Mengen und einfrieren als Fix-Produkte…

Karotten gibt es eigentlich immer zu kaufen, auch in Bioläden. Die habe ich geschält (schraben ist noch besser) und klein geschnitten in Wasser gegart, und dann mit ein wenig süße Sahne püriert. Das Fett in der Sahne löst das fettlösliche Vitamin A aus der Karotte. Dann kann man Portionen in einen Eiswürfelbehälter einfrieren. Zum Auftauen des Karotteneiswürfels habe ich eine Müslischale in einen Topf mit heißem Wasser hergenommen, oder die Schale auf den umgedrehten Topfdeckel gestellt und so die Abwärme eines Topfes genutzt, wenn ich gerade etwas zu Mittag kochte.
Später habe ich auch mal ein Stück Kartoffel (die gibt es bei uns immer ungesaltzen), wenn sie sie gerade zum Mittagessen gab, mit in den Karottenmus gedrückt und dem Baby gegeben.
Da wir uns in der Zeit noch fleisch- und salzarm und überhaupt recht vernünftig ernährten *seufz*, war die Umstellung zum normalen Essen für die Kinder unproblematisch. Geriebene Birne war übrigens als Zwischenmahlzeit sehr beliebt. Gerichte mit intensiven Gewürzen und blähendem Gemüse kann man ja vermeiden.
Gläschen von Alete und Co. gab es bei uns kaum.

viele Grüße
claren

Hallo Isabel,

Du darfst ihnen kein Salz geben.

Es sind schon Babies daran gestorben, dasss die Eltern sie
immer ihr eigenes Essen mitessen liessen, und es so
versehentlich mit Salz vergifteten.

Das habe ich noch nie gehört. Was für
ein „Salz“ war das denn? Hast Du
konkrete Informationen?

Grüße

CMБ

Was für ein Salz? Speisesalz, das, mit dem Du eben deine Speisen salzt.

Kann passieren, wenn Du Salz zwar nur auf Deine Kartoffeln, nicht die des Kindes, streust, aber vergisst, dass Du ja auch Salz in das Kochwasser gegeben hattest!

Also für Babies ALLES völlig ohne Salz kochen. Immer.

Gruss, isabel

mensch isabell *michvordiestirnhau*

Du darfst ihnen kein Salz geben.

Es sind schon Babies daran gestorben, dasss die Eltern sie
immer ihr eigenes Essen mitessen liessen, und es so
versehentlich mit Salz vergifteten.

hättest du mir das nicht 25 jahre früher sagen können?
(wenn ich jetzt an all meine vergifteten babies denke…)

gruß
ann

Hallo!
Zuerst einmal muss ich anmerken, das es zum Thema „Babyernährung“ tausend verschiedene Meinungen gibt. Ich habe mit meinem Sohn (inzwischen 8,5 Monate alt) gute Erfahrungen mit probiotischer Folgemilch gemacht (gibt`s von HIPP -das soll jetzt aber keine Schleichwerbung sein!). Aber das muss du ausprobieren; schließlich ist jeder Mensch bzw. jedes Baby anders.
Beim Selberkochen habe ich am Anfang jede Woche immer nur ein Gemüse ausprobiert. So kann man bei irgendwelchen allergischen Reaktionen auf die Unverträglichkeit zum entsprechenden Gemüse schließen. Für Babybrei eignet sich toll Hokkaido Kürbis oder Zucchini. Diese Sorten lassen sich auch in grösseren Mengen vorkochen und einfrieren. Zum Brei kannst du gut etwas Sauerrahmbutter hinzufügen. Weitere Rezepte findest du bei GOOGLE (einfach nur als Suchwort „Babybrei“ oder „Breirezepte“ eingeben). Also viel Spass beim Ausprobieren.
Grüsse von Simone
PS: Echter Kartoffelbrei schmeckt wirklich besser als der „Glaspams“

Hi,

Du darfst ihnen kein Salz geben.

das ist nicht ganz richtig. Das Problem ist, daß Kinder im jüngsten Alter ihren Geschmackssinn justieren. Gibts viel Salz und Zucker desensibilisiert man den Geschmackssinn, so daß später Zucker und Salz in normalen Dosen nicht mehr als salzig oder süß wahrgenommen werden.

Die Horrorgeschichten hab ich mal nicht kommentiert.

Gruß,
Christian

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Hallo,

ich habe auch fast immer selbst gekocht. (Fenchel, Kart., Mangold, Spinat, Tomaten, Karotten, Paprika, später auch Blumenkohl und Kohlrabi)
Ich habe die Sachen nur im Bioladen gekauft und mir Nitrat-Teststäbchen von Greenpeace besorgt.

Grund-> Das Nitrat wandelt sich in Nitrit (und krebserregende Nitrosamine) um, das für Kinder sehr schädlich werden und zu Sauerstoffmangel führen kann (das ist es wohl, was Isabel meint).

http://www.schweisfurth.de/index.php?..

Erstaunlich war, dass auch Bioprodukte häufig zu viel Nitrat enthielten (Schweinedung).

Ich holte mir von Ökotest noch ein Büchlein für Kinderkost, da z. Teil Alete, Hipp und Co gesündere Gläschen hatten als Biloland oder Demeter!! Die gab es dann wenn ich nicht viel Zeit oder Lust hatte zu kochen, oder wir unterwegs waren.

Zucker:
Ich gab ihm bis ca. 2 Jahre null Süßes, nicht einmal Saft (meine Mutter schimpfte sehr mit mir) er bekam nur Wasser, ungesüßten Tee und ab und an Obst.

Vorteil/Nachteil: Fettzellen legen sich in den ersten 18 Monaten an. Bekommt das Kind zu viel Zucker (ist ja in Obst ubnd Gemüse genug und in richtigen Mengen enthalten!) „reagieren“ diese Fettzellen schneller auf Süßes und die kids neigen eher zur Mobbeligkeit.

Meiner isst heute noch, wenig Süßes und hat ein ausgewogenes Verhältnis dazu.

Getreide:
ich kochte übrigens auch Getreide.
Mit Brot und Getreide muss man auch aufpassen. Das Klebereiweis kann bei Unverträglichkeit zu Zöliakie führen.

Alter und Näheres weiß ich nicht mehr und bin gerade zu faul zum suchen, aber du findest bestimmt was.

http://www.google.de/search?hl=de&q=Z%C3%B6liakie&bt…

Beim Zahnen gab ich ihm nämlich gern ein Stück trockenes Brot, daher aufpassen und was dazu lesen.

Was ich persönlich sehr sehr wichtig finde!!

Gib dem Kind später bitte bitte nicht dauern im Kinderwagen eine Brezel oder sonstiges!
Auch wenn sie oralfixiert sind, sollten sie nicht dauernd Essen parat haben. Das fördert in meinen augen eine Eßstörung?
Auch auf dem Spielplatz im Sandkasten fand ich es grauenhaft, wenn die kids mit ihren Brezeln, Keksen oder Äpfeln im Sand spielten. Meiner musste immer zu mir kommen und auf der Bank essen. Das verschaffte ihm bei jedem Bissen Bewegung und er musste kein Sand essen *g*.

Die Kinder haben lange einen „Instinkt“, was sie brauchen und lehnen zeitweise einige Lebensmittel ab, verschlingen dafür bestimmtes bis zum Abwinken. Gehe darauf ein, und biete ihm dieses dann ruhig öfeters an, damit dieser Instinkt lange erhalten bleibt. Fang bloß nicht an Extra-Süppchen zu kochen. Du wirst es bereuen. Meiner isst alles und ist bei Fremden sehr beliebt, da unkompliziert. Die heutigen Kids mit Essen zufrieden zu stellen ist schier unmöglich. Der eine mag dies nicht, der andere das. Grauenhaft :frowning:

Diphda, die erst überlegen musste, da es schon so lange her ist

Hallöle,

mach Dir mal keine Sorgen.
Ein Kind kann mmit etwa 4 - 6 Monaten schon sehr viel essen, ohne Verdauungsprobleme zu kriegen.
Unsere wurden ca. 6 Monate voll gestillt und dann waren Gläschen eher die Ausnahme bzw. die stille Reserve.

Karotten, Fenchel etc. können die Kinder passiert und später grob zerdrückt problemlos essen, Früchte (Äpfel, Bananen, Birnen…) machen auch keine Probleme.

Was anfangs vermieden werden sollte (bis ca. 12 Monate) sind stark blähende Sachen wie Lauch, Zwiebeln und Kohl, aber dann sind die auch problemlos zu verfüttern.
Ab ca. einem Jahr haben die Kurzen mehr oder weniger das gleiche gegessen wie wir.

Gandalf