meine persönl. Erfahrungen (Vorsicht sehr lang!)
Hallo Lisa,
Jetzt meine frage an euch: Wie
kann ich ihn Ernährungstechnisch unterstützen?
Wie ich aus eigener (leidvoller) Erfahrung weiß, gibt es hierzu Tipps wie Sand am Meer. Ich will nicht behaupten, dass die meisten nichts taugen, aber ich habe viel ausprobiert und kann viele Lobeshymne nicht nachvollziehen. Inzwischen glaube ich, dass jeder Atopiker einfach probieren muss, was ihm gut tut, da jeder seine Neurodermitis anders empfindet.
Deswegen kurz mein persönlicher Bericht (Vorsicht lang):
Ich habe in einer Hautklinik eine Art hypoallergene Ernährung kennengelernt, auf die manche Leute schwören und diese deswegen fast ein Jahr lang ausprobiert. Kurz gesagt geht es darum, folgende Sachen aus seinem Speiseplan zu streichen:
Kuchmilch(produkte), Weizen, scharfe Gewürze, rohes Obst, Zucker, rohes Gemüse, Nüsse, Eier, Schweinefleisch, „Fertigprodukte“ (wahrscheinlich habe ich wieder etwas vergessen). Dann kann man evtl. nach und nach wieder einzelne Nahrungsmittel wieder dazugeben und schauen, ob sich etwas am Gesamtbild ändert (Suchdiät).
Geholfen hat es mir nur in der Beziehung, dass ich das Kochen gelernt habe und seitdem viel darauf achte, was in meinen Nahrungsmitteln enthalten ist. Für die Haut hat es mir nichts gebracht. Ich kenne allerdings Leute, die sagen, dass bei ihnen diese Art Ernährung sehr gut hilft und die Neurodermitits verschwunden ist. Andere schwören darauf, auf z.B. Weizen, Milchprodukte oder Zucker zu verzichten. Andere sind sich sicher, dass vegetarisch leben das Beste ist oder das man unbedingt Stutenmilch trinken muss.
Das muss aber jeder für sich selbst ausprobieren.
Generell würde ich auch nicht dazu raten, selbst seine Ernährung derart umzustellen, sondern würde das immer unter einer gewissen Aufsicht machen, damit man nicht in eine total einseitige Ernährung verfällt, die vielleicht nutzlos ist. Ich persönlich halte viel davon, dass jeder chronisch Kranke in gewisser (!) Weise selbst herausfinden muss, was gut für ihn ist. Was nützt es, wenn alle Welt erzählt, dass Milchprodukte-Essen der menschlichen Natur widerspricht, man selbst aber keine Probleme damit hat?
Wenn dein Freund aber zur Zeit viel Stress hat, dann ist oben genanntes wohl unrealistisch. Prinzipiell kann es wohl nicht schaden, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, aber ich vermute, wenn er sowieso viel Stress hat, dann ist jetzt nicht die richtige Zeit, mit Dinkelbratlingen anzufangen 
Ich bin auf fast alles heimische Obst und einige Nusssorten allergisch. Davon unabhängig habe ich festgestellt, dass bei mir alles, was die Durchblutung anregt (Kaffee, Alkohol, scharfes Essen) meine Neurodermitis verschlimmert.
Oder kennt
jemand von euch gute Tricks oder Salben, etc. die kein
Cortison enthalten?
Als Anhängerin der Schulmedizin bin ich der Meinung: Wenn es gerade richtig schlimm ist, dann geht nichts über eine Kortisonsalbe bis es einigermaßen abgeheilt ist.
Ich habe außerdem mit folgenden Cremes Erfahrungen:
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Elidel, Protopic: Wirken bei mir ausgezeichnet (Nebenwirkung starkes Brennen), enthalten kein Kortison. Werden misstrauisch betrachtet, da der Verdacht besteht, dass sie krebserregend wirken.
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Teersalbe: Nomen est omen. Hat bei mir nicht gut geholfen, außerdem stinkt man und seine Klamotten wie eine frisch geteerte Autobahn.
Wichtig bei mir ist eine gute Basispflege. Ich habe früher den Fehler gemacht und habe mit zuviel Fett gecremt, der Effekt ist, dass die Entzündung durch zuviel Fett eher verstärkt wird. Also besser Cremes und Lotionen als Salben verwenden.
Was teilweise auch hilft: Umschläge mit schwarzem Tee. Wirkt kühlend (und entzündungshemmend? Da bin ich mir nicht mehr sicher).
Sehr gut geholfen hat bei mir eine Kombination aus Salzwasserbad und Bestrahlung- wird aber nicht überall angeboten und ist recht zeitaufwändig.
Das ist alles, was mir einfällt 
Gruß
Kati