Ernährung ohne Gemüse

Hi

Ich suche nach Tips um meine Ernährung so ausgewogen wie möglich zu halten >.> habe hier in China ein kleines Gemüse-Defizit Problem.

Was hier zu bekommen ist:

  • Brot
  • Brot
  • Pfannkuchen
  • sehr, sehr trockenes Brot
  • Fleisch (Huhn, süße Wurst)
  • süßes Brot
  • Zwiebeln
  • Früchte (Nashi, Äpfel, Drachenfrucht)
  • Nudeln

Es gibt zwar eine Gemüseabteilung, aber viele Sachen dort (Kohl, Kartoffeln) kann ich nicht zubereiten da mir keine Küche zur Verfügung steht. Die lokalen Straßenküchen bieten Pfannkuchen und Zuckerzeugs an. Milchprodukte gibt es nicht unter seit 2 Monaten abgelaufen.

Hat jemand ne Idee womit ich das mangelnde Gemüse ersetzen kann? Habe jetzt langsam Verdauungsprobleme und bin dauermüde.

lg
Kate

Hallo,

manche Gemüsearten, besonders auch Kohl, Chicoree, Möhren usw., eignen sich gut für Rohkostsalate, mit etwas Öl, Gewürzen, Kräutern, können sie eine gute Alternative sein. In China wird Gemüse oft nur kurz angegart oder blanchiert und diese Arten dürften sich für Rohkostsalate ebenfalls eignen. Vielleicht ist das für dich eine Möglichkeit?

Gruß,
p+p

Mahlzeit,

Hat jemand ne Idee womit ich das mangelnde Gemüse ersetzen
kann? Habe jetzt langsam Verdauungsprobleme und bin dauermüde.

gibt es bei Dir nicht in der Art von Gimchi?

Gandalf

Hallo Kate,

Es gibt zwar eine Gemüseabteilung, aber viele Sachen dort
(Kohl, Kartoffeln) kann ich nicht zubereiten da mir keine
Küche zur Verfügung steht.

Also da würde ich mir doch einen Teekocher kaufen und ihn ganz barbarischerweise zum Kochen von Gemüsesuppe zweckentfremden.

Und wie schon gesagt, vieles schmeckt auch als Rohkost.

Hast du außerdem ein Sprossenglas? Sprossen zum Selberziehen müsste es doch in China geben. (Also hier gibt’s die immer beim Chinesen.) Das ist genauso gut wie Gemüse.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,
eh gar kein Gemuese auf den Tisch kommt, wuerde ich Dosen-und Glaesergemuese nehmen. Da sind wenigstens die meisten Mineralien noch drin, und ein Rest an Vitaminen. Die Lebendigkeit fehlt allerdings.

Sauer eingelegtes Gemuese kann Rohkostqualitaet haben.

Auch ohne Kueche kann man zB so hartes Zeug wie Blumenkohl durchaus roh essen. Mit scharfer Reiben / Hobel ist es in duenne Scheiben gehobelt essbar. Oder raspeln. Wenn vorhanden geht auch die Brotschneidemaschine, oder ein Mixer. Jeder Bissen roh ist in dem Zusammenhang wertvoll. Salatsauce drueber.

Zum Keimen kann ein einfaches Plastiksieb dienen.
http://www.roh-leben.de/nahrung/keimlinge/bilder/Kei…
Gruss Helmut

Hi

Nope, das Zeug ist in dieser Gegend vollkommen unbekannt, wie viele saure Dinge. Henan ist echt ein Nudel-Brotland, relativ Einseitig die Ernährungsmöglichkeiten hier.

lg Kate

Hallo,

Danke für den Tipp mit dem Blumenkohl, den gibt es hier tatsächlich ab und zu.

lg
Kate

Hi,
um die Küchenproblematik zu umgehen:
Hast du einen Wasserkocher?
Du könntest versuchen Gemüse zu blanchieren - also das Gemüse erst hauchfein schneiden - in einen Topf geben und das kochende Wasser darüberschütten.
Ein paar mal wiederholen dann sollte es schon etwas weicher sein.
Vielleicht gibt es auch mal „weicheres“ Gemüse auf dem Markt - zum Beispiel Chinakohl, Spinat, ganz junge Gelbe Rüben etc… - damit könnte es klappen.

viele Grüße
Susanne

Hallo,
Kimchi kommt aus Korea, nicht aus China. Und China ist groß. Es gibt mit Sicherheit viele Gegenden, wo Du in China gutes Gemüse beziehen kannst - aber anscheinend nicht da, wo der Fragende sich gerade aufhält.

Um etwas zu garen, braucht man nicht unbedingt eine komplette Küche (aber Strom wäre hilfreich) - dann kannst Du Kartoffeln oder anderes Gemüse dämpfen oder kochen (Campingkocher).

Viele Grüße

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Mahlzeit,

Kimchi kommt aus Korea, nicht aus China.

sagen wir mal so, Gimshi gibt es in Korea (bzw. wird dort so genannt), aber mikchsauer fermentiertes Gemüse auch in anderen Gegenden dieser Welt. Sauerkraut und milchsaure Gurken gehören auch dazu.

Milchsaure Fermentation ist eine weltweit eingesetzte Methode um Gemüse, speziell Kohl, bekömmlicher zu machen als rohes.

Gandalf

Hi

ich habe es gestern Abend noch geschafft, Erbsensprossen zu ergattern und etwas vorgewürzten Rotkohl (aus einem Supermarkt 15 Taximinuten von hier… seufz). Der Wasserkocher ist vollverkalkt nicht zu gebrauchen aber zwischendurch gibt es sehr heißes wasser, damit habe ich die Sprossen (die ganz roh etwas eklig sind) kurz übergossen und mit dem Kohl gemischt.

Mir hat Kohl noch nie so gut geschmeckt >.>

lg
Kate

Hallo Kate,

Henan ist echt ein Nudel- Brot land,

Das finde ich total interessant. Dachte, Brot sei in China nahezu unbekannt. Kannst Du mir sagen, welcher Art diese Brote sind und wie sie verzehrt werden? Als „Sättigungsbeilage“ zum warmen Essen oder auch belegt, beschmiert, wie wir es kennen?

Dir noch eine gute Zeit
wünscht
Anja

Hi

Nun, die Brote haben nicht viel mit unseren Broten zu tun, es handelt sich um Dämpfbrote und Brötchen. Zum genauen Unterschied musst du einen Lebensmittelchemiker befragen. Wenn ich Dämpfbrötchen im Asialaden kaufe, erinnern diese jedenfalls meist an Dampfnudeln, nur nicht süß.

Ich zähl mal auf was ich hier alles schon gesehen habe:

  • „Spring Rolls“ die sind wohl in ganz China verbreitet, das sind gerollte Dämpfbrote, wo Frühlingszwiebeln (hier: Verbrannt) mit reingeroll sind. Hier gibt es auch Varianten davon nämlich mit braunen und mit gelben Streifen, geschmacklich konnte ich keinen Unterschied feststellen, bis auf einen: Ab und an sind sie mit Kümmel gewürzt, das ist recht lecker. Hier ist ohnehin vieles mit Kümmel gewürzt.
    Es gibt die alle auch im Miniformat. Kostenpunkt für eine Tüte mit 4 Brötchen oder 8 Minibrötchen ist 1 Yuan also rund 11 cent.

  • Gefüllte Flachbrote: Das ist ein Dämpfteig der längs übereinander geschlagen wird, so dass ein etwa 15 cm langes, 3cm hohes „Brot“ entsteht. Der Teig ist fest und aus Weizen (wie das meiste hier) gefüllt sind sie mit eher angebrannten Frühlingszwiebeln oder einer salzigen Karottenschnipselmischung (lecker)

  • Gefüllte Klöpschen: Ich dachte erst es sind Baozi aber es ist doch eine andere Art von gefülltem Brötchen, mit einer Zwiebelmischung darin, seeehr salzig und herb.

  • Schichtbrot: Das sind große Dämpfbrotstücke aus einem Blech geschnitten, so 15x15cm groß und 5 cm hoch, sie sind hell oder braun mit brauner oder gelber Deckelung, manchmal ist Salat drauf oder was man für Salat so ausgibt. Ich habe keine Ahnung was die verschiedenen farben sollen außer hübsch aussehen, denn es schmeckt sich kein Unterschied.

  • Chinesischer Döner: So habe ich das mal genannt, dabei handelt es sich um ein einsames Salatblatt mit einer Wurstscheibe und einem Spiegelei in einem äuuußert fettigen, aufgeschnittenen, flachen Brötchen eben ähnlich einer Pita, nur dicker und TRIEFEND ölig, echt, das Öl tropft da raus! und Trotzdem ist das ganze so trocken, dass man es nicht runter kriegt.

Das ist das Hauptproblem bei den Dämpfprodukten: Man muss literweise Trinken um sie runterzubekommen, sie sind sehr mächtig und trocken… stickig, sie bleiben einem nach zwei Bissen im Halse stecken wenn man nichts dazu trinkt, daher ist das Essen sehr anstrengend.

Außerde gibt es auf der Straße auch gefüllte Tortillas, die wohl eindeutig von Außen eingeführt wurden, gefüllt werden sie mit Zwiebeln. Ab und an gibt es eine Art „Reibekuchen“ nur aus Weizenmehl statt Kartoffeln, dieser ist mit sojasoßigen Nudeln gefüllt.

Dann gibt es alle möglichen Pfannkuchen. Im Supermarkt sind diese mit Ei bestrichen und mit Zwiebeln und Speck gewürzt. Es sind dann einschichtige, dicke Weizenpfannkuchen oder mehrschichte Mandarinpfannkuchen (Weizenmehl wird mit heißem Wasser versetzt und stundenlang geknetet und gefaltet.
Außerdem gibt es „chinesische Pizza“, also einschichtige Weizenpfannkuchen, die mit Zwiebeln, Möhren, Kohl und fermentierten Sojabohnen gewürzt sind weshalb sie sich für westliche Zungen nur schwerlich eignet.

Auf der Straße gibt es Klapppfannkuchen die mit Ei, Koriander und scharfer Paste bestrichen und mit frittierten Crepe-Chips gefüllt werden.

Das meiste machen aber wirklich die Dämpfbrote, also Spring Rolls und mehrschichtige Dämpfbrote, aus.

Gegessen werden sie meist zum Frühstück oder Abendbrot, zusätzlich. Sie werden nicht aufgeschnitten und bestrichen o.ä. also Sättigungsbeilage (was sehr gut wirkt) aber nicht zu warmen Essen, wenn, dann eher Suppe.

Im übrigen gibt es hier fantastische süße Backwaren, auch oft gedämpft aber total locker (und süß). Warum das bei den neutralen und herzhaften Sachen nicht geht, weiß ich nicht…

Falls du dich noch mehr für das Essen hier interessierst, ich blogge auf http://lizardsoup.tumblr.com darüber, was ich hier so vorfinde.

lg
Kate

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Hallo!

Ich würde mir an Deiner Stelle einen Reiskocher mit Dämpfeinsatz kaufen. Damit kannst Du Reis kochen und gleichzeitig Gemüse dämpfen.

Ich habe auf diese Weise schon gedämpften Broccoli, Blumenkohl, Karotten, Kohlrabi und auch Kartoffeln gemacht, schmeckt wirklich lecker.

Viele Grüße,
Tanja

Wow!
Ganz herzlichen Dank Dir, für diese ausführliche Beschreibung, Kate!