Hi
Nun, die Brote haben nicht viel mit unseren Broten zu tun, es handelt sich um Dämpfbrote und Brötchen. Zum genauen Unterschied musst du einen Lebensmittelchemiker befragen. Wenn ich Dämpfbrötchen im Asialaden kaufe, erinnern diese jedenfalls meist an Dampfnudeln, nur nicht süß.
Ich zähl mal auf was ich hier alles schon gesehen habe:
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„Spring Rolls“ die sind wohl in ganz China verbreitet, das sind gerollte Dämpfbrote, wo Frühlingszwiebeln (hier: Verbrannt) mit reingeroll sind. Hier gibt es auch Varianten davon nämlich mit braunen und mit gelben Streifen, geschmacklich konnte ich keinen Unterschied feststellen, bis auf einen: Ab und an sind sie mit Kümmel gewürzt, das ist recht lecker. Hier ist ohnehin vieles mit Kümmel gewürzt.
Es gibt die alle auch im Miniformat. Kostenpunkt für eine Tüte mit 4 Brötchen oder 8 Minibrötchen ist 1 Yuan also rund 11 cent.
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Gefüllte Flachbrote: Das ist ein Dämpfteig der längs übereinander geschlagen wird, so dass ein etwa 15 cm langes, 3cm hohes „Brot“ entsteht. Der Teig ist fest und aus Weizen (wie das meiste hier) gefüllt sind sie mit eher angebrannten Frühlingszwiebeln oder einer salzigen Karottenschnipselmischung (lecker)
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Gefüllte Klöpschen: Ich dachte erst es sind Baozi aber es ist doch eine andere Art von gefülltem Brötchen, mit einer Zwiebelmischung darin, seeehr salzig und herb.
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Schichtbrot: Das sind große Dämpfbrotstücke aus einem Blech geschnitten, so 15x15cm groß und 5 cm hoch, sie sind hell oder braun mit brauner oder gelber Deckelung, manchmal ist Salat drauf oder was man für Salat so ausgibt. Ich habe keine Ahnung was die verschiedenen farben sollen außer hübsch aussehen, denn es schmeckt sich kein Unterschied.
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Chinesischer Döner: So habe ich das mal genannt, dabei handelt es sich um ein einsames Salatblatt mit einer Wurstscheibe und einem Spiegelei in einem äuuußert fettigen, aufgeschnittenen, flachen Brötchen eben ähnlich einer Pita, nur dicker und TRIEFEND ölig, echt, das Öl tropft da raus! und Trotzdem ist das ganze so trocken, dass man es nicht runter kriegt.
Das ist das Hauptproblem bei den Dämpfprodukten: Man muss literweise Trinken um sie runterzubekommen, sie sind sehr mächtig und trocken… stickig, sie bleiben einem nach zwei Bissen im Halse stecken wenn man nichts dazu trinkt, daher ist das Essen sehr anstrengend.
Außerde gibt es auf der Straße auch gefüllte Tortillas, die wohl eindeutig von Außen eingeführt wurden, gefüllt werden sie mit Zwiebeln. Ab und an gibt es eine Art „Reibekuchen“ nur aus Weizenmehl statt Kartoffeln, dieser ist mit sojasoßigen Nudeln gefüllt.
Dann gibt es alle möglichen Pfannkuchen. Im Supermarkt sind diese mit Ei bestrichen und mit Zwiebeln und Speck gewürzt. Es sind dann einschichtige, dicke Weizenpfannkuchen oder mehrschichte Mandarinpfannkuchen (Weizenmehl wird mit heißem Wasser versetzt und stundenlang geknetet und gefaltet.
Außerdem gibt es „chinesische Pizza“, also einschichtige Weizenpfannkuchen, die mit Zwiebeln, Möhren, Kohl und fermentierten Sojabohnen gewürzt sind weshalb sie sich für westliche Zungen nur schwerlich eignet.
Auf der Straße gibt es Klapppfannkuchen die mit Ei, Koriander und scharfer Paste bestrichen und mit frittierten Crepe-Chips gefüllt werden.
Das meiste machen aber wirklich die Dämpfbrote, also Spring Rolls und mehrschichtige Dämpfbrote, aus.
Gegessen werden sie meist zum Frühstück oder Abendbrot, zusätzlich. Sie werden nicht aufgeschnitten und bestrichen o.ä. also Sättigungsbeilage (was sehr gut wirkt) aber nicht zu warmen Essen, wenn, dann eher Suppe.
Im übrigen gibt es hier fantastische süße Backwaren, auch oft gedämpft aber total locker (und süß). Warum das bei den neutralen und herzhaften Sachen nicht geht, weiß ich nicht…
Falls du dich noch mehr für das Essen hier interessierst, ich blogge auf http://lizardsoup.tumblr.com darüber, was ich hier so vorfinde.
lg
Kate