Ernährungstagebuch empfehlenswert?

Ich esse doch nicht sooo viel. Schon gar nicht zu fett. Jede Menge Obst und Gemüse! Sogar Fisch! Immer in Bewegung. Oder? Tja, warum bin ich so dick?? :wink:

Okay, das war etwas überspitzt dargestellt. Ich überlege gerade, ein Ernährungstagebuch zu schreiben. Was ich gegessen habe, wann, wie ich mich vorher und nachher fühlte usw. Meine Eßgewohnheiten zu durchleuchten.

Zumindest will ich mir bewußt machen, warum ich gerade den Kühlschrank plündere? Hunger? Durst? Gewohnheit? Zum Nachmittagskaffee gehören Kekse; Sonntag Kuchen! Langeweile? Ärger? Freude? Sich gutgehen lassen, jetzt ein …? Belohnung, das habe ich mir verdient? Zu lange nichts gegessen und die Nasenlöcher rauchen vor Hunger? Konnte nicht das 3. Kuchenstück bei den Eltern nicht ablehnen. usw.

Als nächstes will mich um die Bewegung kümmern. Mein übereifriges Schweinehündchen will ständig raus, doch ich nicht. :wink:

Hallo Sylvia.

Das mit dem Tagebuch ist eine geniale Idee! Wichtig dabei ist dann wirklich
nur, dass Du mit den aufgeschriebenen Informationen auch Deine Auswertungen
machst. Das Bewusstmachen macht es aus! Es ist wichtig das „Warum“ zu erkennen.
Eigenverantwortung für Dein Essverhalten zu entwickeln: auch mal „danke nein!“
sagen zu können.
Du hast schon eine Menge Punkte aufgelistet, die zu Deinem Essverhalten führen
und sicher findest Du noch den einen oder anderen. Ich wette, es wird sich nicht
nur Dein Essverhalten ändern.
Ich wünsche Dir die nötige Konsequenz und den Mut Dein Verhalten zu hinterfragen.
Lass Dich von den Antworten, die Du bekommst nicht erschrecken und nutze sie
für Dich!
Ich wäre sehr an einem kleinen Zwischenbericht nach einiger Zeit interessiert.
Vielleicht magst Du ja etwas hier schreiben.

Beste Grüße
Lothar

hallo sylvia,

irgendwie hat dein essen dich ganz schön im griff.
gedanken machen, geradezu grübeln, tagebuch führen, das dann evtl. interpertieren, dir vorwürfe wegen eines kuchensückes machen…
du findest dich zu dick.
was heißt das?
welche figur haben deine eltern? wie ist dein sozialer status, dein hormonhaushalt, deine psyche?
das alles beeinflusst deine figur genauso wie deine lebensweise.
hast du wirklich nichts zu tun, als dich damit zu beschäftigen? keine sport, keine freunde, keine arbeit, keine intensivsozialpartner?

strubbel
e:open_mouth:)

Hallo Strubbel.

Du hast gut erkannt, dass ihr Essverhalten Sylvia ganz schön im Griff
hat. Das will sie ändern dadurch, dass sie sich damit auseinandersetzt.
Das Ergebnis wird sein, dass sie ihr Essverhalten im Griff hat und nicht nur das.

Schön, dass Du den Hormonhaushalt ansprichst. Sicher weißt Du, dass Hormone hauptsächlich aus Aminosäuren aufgebaut sind. Diese bezieht man normalerweise aus der Nahrung. Dann ist es doch auch ganz logisch, dass der Hormonhaushalt ein anderer sein wird, wenn man seine Ernährung kritisch überdenkt und ggf. ändert. Lernt, auch mal das 3. Stück Kuchen mit gutem Gewissen ablehnen zu können. Oder seine Langeweile mal mit etwas Sinnvollem zu vertreiben statt mit Essen…

Du fragst, ob sie nichts zu tun hat. Sie sagte selbst, dass sie vielleicht auch aus Langeweile isst - jetzt schreibt sie in dieser Zeit Tagebuch und denkt über sich nach. Finde ich viel besser als essen! Außerdem will sie mit Bewegung (Sport) anfangen. Selbst mit
vielen Freunden, einem Intensivsozialpartner, wenig Zeit und keiner Langeweile würde ich es befürworten sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Probier doch selbst einmal aus, die ganz „normalen“ Dinge, die Du täglich machst zu hinterfragen. Sicher wärst Du erstaunt, welche Antworten Du findest.
Ebenfalls steht die Psyche in engem Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt und damit mit der Ernährung. Deine oft zitierte „Vererbung“ von Anlagen der Eltern besonders der Mutter ist doch auch fast ausschließlich auf die Ernährung der ersten Monate im Mutterleib zurückzuführen. Gibt es hier schon Mangelerscheinungen, können „Merker“ gesetzt sein, die dann Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben. Aber das ist doch nicht wirklich etwas unwiderruflich fest geschriebenes. Nutzt so eine Aussage doch bitte nicht dafür die Verantwortung abzugeben und die Hände in den Schoss zu legen.

Strubbel, wenn Du Leute davon abhalten willst eine Diät zu machen oder auf Teufel komm raus noch ein Kilo abzunehmen, oder irgendeinem gemachten Ideal nach zu eifern dann hast Du meine volle Zustimmung, aber rate doch bitte Sylvia nicht von ihrem Vorhaben ab. Was ist daran schlecht, wenn sie sich damit auseinandersetzen will? Sie macht mir nicht den Eindruck einer fanatischen, magersüchtigen und
krankhaft besessenen Frau, die ihren Fettgehalt auf 8% runter hungern will.

Beste Grüße
Lothar

1 „Gefällt mir“

Danke für die Unterstützung!

Puh, ich fürchte, ich bin ein Gewohnheitsmensch und liebe es bequem! Wer ist das nicht?

Aber mein Essen ist - mal spitz ausdrückt: Morgens etwas frühstücken, was einfach geht und mir Morgenmuffel bekommt. 2. Frühstück etwas Obst und eine Zeitung. Mittag: Was gibt es in der Kantine? Nachmittags, naja nichts dabei. Hole mir einen Milchkaffee. Abends: Was für ein Tag! Was ist im Kühlschrank? *schüttel*

Am Wochenende schiebe ich los und kaufe ein. Suche mir etwas aus, was ich Samstag und Sonntag kochen könnte. Gemüse, etwas Fisch oder Fleisch. Reis, Kartoffeln und Nudeln habe ich meistens vorrätig. Koche, schwelge und genieße! Krustle in meiner Wohnung oder bin unterwegs. Ja, am Wochenende geht es mir gut! :smile:

Merkst du schon etwas? Ich agiere mehr als ich plane! Ich will nun gucken, wie ich hier mehr Struktur reinkriege und mehr meine Mahlzeiten und auch meine Freizeit gestalte.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo sylvia,

es ist alles normal und in ordnung. wer ständig darüber nachdenkt, wie er einen schritt vor den anderen setzt, um zum laufen zu kommen, stolpert.
du bist völlig normal und kannst bleiben wie du willst.
beschäftige dich ein wenig mit bewegung, sport und sowas.

strubbel
8:open_mouth:)