zu überzeugen, das habe ich hier auch nicht versucht.
Ich war lediglich so frei zu bemerken, wessen man sich
verantwortlich macht, isst man Supermarktfleisch. An dieser
Erkenntnis führt kein Weg dran vorbei, wie man es auch dreht
und wendet.
Woher weißt Du, woher ich mein Fleisch bekomme?
Es ist auch nicht wirklich dramatisch, sich schuldig zu
machen, aber mein persönliches Problem habe ich mit Leuten,
die richtigen Mist machen und gleichzeitig sich dann
Argumente, die wirklich umstritten oder meines Wissens nach
sogar, ich wiederhole mich, schwachsinnig sind, herbeiredet,
um denen, die an diesem Punkt diesen Mist nicht machen
einzureden, sie hätten -Org.Ton- „eine Essstörung“.
Das finde ich relativ übel, und ich wundere mich
darüberhinaus, was es Dich angeht, was andere Leute Deiner
Meinung nach mit ihrer Gesundheit tun.
Das klingt alles irgendwie nach der Such enach einer
Rechtfertigung für etwas, von dem wir eigentlich alle wissen,
was es den Tieren antut.Und dann muss die Gegenseite natürlich
bekämpft und überzeugt werden.Oder als krank hingestellt.
Find ich persönlich billig und ein bisschen befremdlich.
Deine Meinung sei Dir unbenommen, nur finde ich diese anmaßend und - um diesen Ausdruck von Dir aufzugreifen - schwachsinnig.
Fanatiker zeichnen sich dadurch aus, daß sie Kritik an „ihrer Sache“ unter keinen Umständen akzeptieren. Das betrifft alle Bereiche, in denen es Fanatiker gibt und das sind so einige. Du bist so ein schöner Fall, weil so rein und ohne Schnörkel.
Fanatische Vegetarier - und der Anteil von Fanatikern sit bei Vegetariern inzwischen höher als bei den Christen - schlafen lieber 18 Stunden am Tag bei diagnostiziertem Eisenmangel, als auch nur in Erwägung zu ziehen, daß ihre Ernährung damit zu tun hätte.
Fanatische Vegetarier fallen lieber mit Worten wie „Kadaver“, „Leichenteile“ oder „Schuld“ über Fleischesser her und erzeugen damit automatisch Abwehrhaltung und letztlich Feindseeligkeit, als vernünftig und in ruhigem Tone allmählich einen Sinneswandel zu begünstigen.
Fanatische Vegeterier leugnen auch, daß der Mensch von der Natur her ein Allesfresser ist und eine vegetarische Ernährung einer gewissen Sorgfalt und eines gewissen Bewußtseins bedarf. Hinzu kommt, daß sie nicht akzeptieren, daß der gemeine Fleischesser sein Futter nicht auf der Weise oder im Wald jagen kann und daher auf andere, vielleicht nicht ganz so optimale Quellen zugreifen muß. Anstatt aber selber aktiv an der Verbesserung der Zustände bei der Tierhaltung, beim Tiertransport und bei der Schlachtung hinzuwirken, redet er wie irre von Dingen, wie ich sie im vorhergehenden Absatz beschrieben habe.
Was erreicht der fantische Vegetarier damit? Nun, das hängt wohl vom Einzelfall ab. Was er aber ganz sicher nicht erreicht, sind zwei Dinge:
- Daß der Fleischesser zum Vegetarier wird.
- Daß Toleranz zwischen beiden Lagern herrscht bzw. überhaupt erstmal entsteht.
In diesem Sinne.
C.